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Nachrichten

Samstag, 29. November 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEU DELHI: Die indische Polizei hat die seit Mittwoch andauernde Angriffsserie mutmaßlicher Islamisten auf Ziele in der Wirtschaftsmetropole Bombay nach eigener Darstellung niedergeschlagen. Bei einem Großeinsatz im Luxushotel Taj Mahal seien die noch verbliebenen Angreifer getötet worden. Es war der letzte Ort in der Millionenstadt, in dem sich noch Terroristen versteckt hatten. Am Vortag hatten indische Sicherheitskräfte das Hotel Oberoi Trident unter ihre Kontrolle gebracht und das besetzt gehaltene Jüdische Zentrum gestürmt. Insgesamt zehn Ziele waren am Mittwoch von Terroristen angegriffen worden. Insgesamt wurden laut Polizei 195 Menschen getötet, darunter auch mindestens drei Deutsche. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt. Zehn Extremisten seien für die Anschlagsserie nach Bombay eingesickert, so die Polizei. Neun von ihnen seien getötet und einer festgenommen worden.

BANGKOK: Mit einem Großaufgebot der Polizei ist die Regierung in Thailand gegen oppositionelle Flughafenbesetzer vorgegangen. Mit hunderten Einsatzkräften rückte die Polizei auf den besetzten internationalen Flughafen vor, um die dort demonstrierenden Regierungsgegner zu vertreiben. Diese wiedersetzten sich laut Medienberichten jedoch. Die Führer der Protestbewegung, die einen Rücktritt der Regierung verlangt, lehnten ein Gesprächsangebot der Polizei ab und warnten vor einem Blutbad, falls es zu einer gewaltsamen Räumung kommen sollte. Die Demonstranten halten neben dem internationalen Flughafen auch den Inlandsflughafen in Bangkok besetzt. Zehntausende Touristen, darunter zahlreiche Deutsche, sitzen seit Tagen fest.

BAGDAD: Erneut ist das Regierungs- und Diplomatenviertel der irakischen Hauptstadt mit Raketen beschossen worden. Dabei wurden nach Militärangaben zwei Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Raketen waren in der Nähe des UN-Geländes in der sogenannten Grünen Zone Bagdads eingeschlagen. Bei den Opfern soll es sich um Angestellte einer Firma handeln, die für die UN tätig ist. Seit einem Bombenanschlag auf die UN-Vertretung im August 2003 mit 22 Toten hat die Organisation nur noch wenige Mitarbeiter in der Stadt. Am Montag hatte sich eine Selbstmordattentäterin am Eingang zu der besonders gesichterten 'Grünen Zone' in die Luft gesprengt. Sieben Menschen kamen ums Leben, zwölf wurden verletzt.

BERLIN: Die drei im Kosovo inhaftierten BND-Mitarbeiter sind nach ihrer Freilassung auf dem Weg nach Deutschland. Nach tagelangem juristischem Tauziehen befand ein internationales Gericht, es gebe keine Beweise, dass die drei in einen Bombenanschlag auf das EU-Hauptquartier im Kosovo verwickelt seien. Die Bundesregierung begrüßte die Freilassung. Derweil kritisierten hochrangige Vertreter des Bundesnachrichtendienstes und Politiker mehrerer Parteien laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung das Berliner Krisenmanagement. Man hätte größeren Druck auf die kosovarische Regierung ausüben und damit eine frühere Freilassung erwirken müssen, hieß es.

FRANKFURT AM MAIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Beschluss des Bundesrates, das BKA-Gesetz zurückzuweisen, kritisiert. Es sei geradezu fahrlässig, die Terrorismusbekämpfung in die Hände des Bundes zu legen und ihm dann nicht die Mittel zu geben, die man im eigenen Bundesland beansprucht, sagte Merkel der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung'. Ziel müsse sein, terroristische Anschläge wie zuletzt im indischen Bombay zu verhindern, so die Kanzlerin. Die Bundesregierung will am Mittwoch über die Anrufung des Vermittlungsausschusses entscheiden.

MÜNCHEN: Der Verwaltungsrat der von der Finanzkrise schwer getroffenen BayernLB trifft sich an diesem Samstag in München zu Beratungen über die Zukunft der Landesbank. Bayern Ministerpräsident Horst Seehofer hatte am Freitag bei der Bekanntgabe eines umfangreichen Rettungsplans grundlegende Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Nach Medieninformationen sollen dabei auch mehr als zehn Prozent der Stellen gestrichen werden. Im Gegenzug erhält die BayernLB vom Land Bayern und vom Bund Finanzspritzen und Garantien von mehr als 30 Milliarden Euro. Die BayernLB hat zurzeit weltweit 19.000 Mitarbeiter, etwa 3.500 davon arbeiten in der Münchner Zentrale. Auch der Verkauf von Beteiligungen im Ausland könnte auf den Tisch kommen.

BOGOTA: In Kolumbien haben bei landesweiten Kundgebungen, zehntausende Menschen für die Freilassung aller Geiseln demonstriert, die sich noch in der Gewalt von Rebellen befinden. Auch in mehreren Städten im Ausland fanden ähnliche Veranstaltungen statt, darunter in der spanischen Hauptstadt Madrid. Nach Schätzungen von Menschenrechtlern halten Geiselnehmer in Kolumbien rund 3.000 Menschen gefangen. Rund ein Viertel der Verschleppten werden von der marxistischen Rebellenorganisation FARC als Geiseln gehalten. Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt war im Juli nach über sechsjähriger Gefangenschaft in den Händen linker Rebellen von der Armee befreit worden. Sie setzt sich seitdem für die Freilassung der noch in der Hand von Guerillagruppen, Paramilitärs und kriminellen Banden befindlichen Menschen ein.

ZUM SPORT: Im Freitagsspiel der 1. Fußball-Bundesliga hat Hertha BSC den fünften Heimsieg in Serie gefeiert. Gegen den 1. FC Köln gewannen die Berliner mit 2:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Norden Schnee und Regen. Sonst viele Wolken, aber meist trocken. Im Süden auch etwas Sonne. Höchstwerte null bis sechs Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 1 Grad, wolkenlos;

Berlin: 2 Grad, Schneeregen;

Dresden: 3 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 0 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 1 Grad, dunstig und

München: minus 1 Grad, wolkig.

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