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Nachrichten

Samstag, 29. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Die Atomwaffenkonferenz der Vereinten Nationen hat sich auf weitere Schritte zur nuklearen Abrüstung verständigt. Die weitreichenden Empfehlungen der 189 Mitgliedsstaaten des Atomwaffensperrvertrages wurden einvernehmlich verabschiedet. Es handelt sich um Zusätze zu dem 1970 geschlossenen Vertrag, dessen Ziel es ist, die atomare Gefahr weltweit zu begrenzen, die Atommächte zum Abbau ihrer Waffenarsenale zu verpflichten und die Verbreitung von Kernwaffen zu verhindern. In den neuen Zusätzen wird zudem die Wichtigkeit eines Beitritts Israels betont, das den Vertrag bislang nicht ratifiziert hat.

NEW ORLEANS: Beim Besuch der von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko betroffenen Südküste der USA hat Präsident Obama der Bevölkerung die volle Unterstützung der Regierung in Washington zugesichert. Zugleich kündigte der Präsident an, dass das Personal zur Bekämpfung der Umweltkatastrophe deutlich aufgestockt werde. Vor fünf Wochen war vor der Küste Louisianas eine Ölplattform explodiert. Seither strömen aus dem Bohrloch täglich Millionen Liter Öl ins Meer. Die britische Betreiberfirma BP meldet zwar Fortschritte bei ihren Versuchen, das Leck zu schließen, der erhoffte Erfolg steht aber noch aus.

PRAG: In Tschechien wird die Parlamentswahl fortgesetzt. Am zweiten und letzten Tag der Abstimmung können die Wähler bis 14 Uhr ihre Stimme abgeben. Laut Fernsehberichten waren am ersten Tag bereits 50 Prozent der Berechtigten zur Wahl gegangen. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet, weil die politischen Lager in letzten Umfragen gleichauf lagen. Ein Sieg der Sozialdemokraten (CSSD) gilt als möglich, allerdings könnten auch mehrere konservative Parteien bei einem Zusammenschluss eine regierungsfähige Mehrheit erreichen.

LAHORE: Bei zeitgleichen Anschlägen auf zwei Moscheen im ostpakistanischen Lahore sind mindestens 80 Menschen getötet worden. Während des Freitagsgebets feuerten die Angreifer auf Anhänger einer religiösen Minderheit und warfen Granaten in die Gotteshäuser. Einige Attentäter sollen auch Sprengstoffgürtel gezündet und sich selbst in die Luft gesprengt haben. Zu dem Anschlag bekannten sich pakistanische Taliban-Milizen. Die Polizei konnte zwei Terroristen festnehmen. - In den Moscheen beteten Angehörige der Ahmadi-Bewegung, die in Pakistan nicht als Muslime anerkannt werden.

GUATEMALA-STADT: Vulkanausbrüche in Mittel- und Südamerika haben tausende Menschen in die Flucht getrieben. In Guatemala musste nach der Eruption des Pacaya der Flughafen der Hauptstadt geschlossen werden. Ein Fernseh-Reporter, der über den Ausbruch berichtete, wurde von Lavabrocken tödlich getroffen. Drei Kinder gelten als vermisst. In Ecuador mussten mehrere hundert Menschen aus Dörfern am Fuße des Tungurahua evakuiert werden. Die Rauchsäule des Vulkans stieg etwa zehn Kilometer hoch.

BERLIN: DGB-Chef Sommer hat die Bundesregierung vor Sparmaßnahmen zu Lasten der Beschäftigten und der kleinen Leute gewarnt. Niemand sollte die Entschlossenheit der Gewerkschaften in diesem Punkt unterschätzen, sagte er der Zeitschrift "Super Illu". Die sozialen Sicherungssysteme seien ebenso tabu wie eine Mehrwertsteuererhöhung oder die Steuerfreiheit für Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge. - Die Bundesregierung will in einer Klausur am 6. und 7. Juni Eckpunkte für den Haushalt 2011 und den Finanzplan bis 2014 festlegen.

POTSDAM: Bundeskanzlerin Merkel will sich an diesem Samstag über das Oder-Hochwasser informieren. Gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck wird sie in Frankfurt/Oder erwartet. Dort gilt seit Freitag die höchste Alarmstufe. Die Hochwasser-Welle hat inzwischen an vielen Orten ihren höchsten Punkt überschritten. In Ratzdorf sank der Pegel bereits um drei Zentimeter. Experten rechnen jedoch damit, dass der Wasserstand in den kommenden Tagen nur langsam zurückgeht. Um die Deiche zu entlasten, wurde bei Schwedt mit der Flutung von Poldern begonnen. Auf polnischer Seite evakuierten die Behörden vorsorglich zwei Dörfer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden wechselnd bewölkt und gelegentlich Regen. Sonst meist sonnig und trocken. Höchstwerte 17 bis 23 Grad.

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