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Nachrichten

Samstag, 29. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Mehr als 30 Jahre nach dem Mord am damaligen Generalbundesanwalt Siegfried Buback ist die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker in Untersuchungshaft genommen worden. Dies ordnete ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes an. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, ist die 57-Jährige auf Grund neuer Indizien dringend verdächtig, an dem Mordanschlag der linksterroristischen 'Rote Armee Fraktion' auf Buback und seine zwei Begleiter am 7. April 1977 beteiligt gewesen zu sein. Die tödlichen Schüsse soll sie aber nicht abgegeben haben - Becker war Ende 1977 wegen einer Schießerei bei ihrer Festnahme zu lebenslanger Haft verurteilt und 1989 begnadigt worden.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine kleine Polizeiwache im Norden Iraks sind mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei Polizisten. Der Attentäter sprengte sich am Morgen in einem Lastwagen in dem überwiegend von Sunniten bewohnten Dorf Hamad in die Luft. Zehn Menschen erlitten Verletzungen. Hamad liegt zwischen Tikrit und Mossul. In der Stadt Sinjar im Nordwesten des Landes starben mindestens sechs Menschen, als eine Autobombe explodierte. 20 Menschen wurden verletzt. In Sinjar lebt vor allem die Minderheit der kurdisch sprechenden Jasiden.

KABUL: In Afghanistan sind in diesem Monat nach US-Militärangaben bereits 46 amerikanische Soldaten getötet worden. Damit ist dieser August der für die US-Streitkräfte verlustreichste Monat seit Beginn des Militäreinsatzes gegen die Taliban vor acht Jahren. - Nach einer Zählung des unabhängigen Internetdienstes 'iCasualities.org' wurden in diesem Jahr schon 301 ausländische Soldaten in Afghanistan getötet, sieben mehr als im Gesamtjahr 2008.

NEW YORK: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach Angaben eines UN-Diplomaten eine nordkoreanische Waffenlieferung an den Iran gestoppt. Die Emirate hätten ein mit Waffen beladene Schiff beschlagnahmt und das Sanktionskomitee des Weltsicherheitsrates informiert, sagte der Diplomat. Die Zeitung "Financial Times" berichtet, das Schiff habe Waffen wie Granatwerfer geladen, die jedoch als Maschinenteile deklariert worden seien. Im Juni hatte der Sicherheitsrat nach dem zweiten Atomwaffentest Nordkoreas härtere Sanktionen gegen das kommunistische Land beschlossen und das bestehende Waffenembargo verschärft.

PEKING: China hat das Nachbarland Birma aufgefordert, Kampfhandlungen im Grenzgebiet einzustellen und dort für Stabilität zu sorgen. Das chinesische Außenministerium mahnte die Militärmachthaber in Rangun zugleich, die Sicherheit und Rechte chinesischer Bürger zu schützen. Nach einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bleibt die Lage in der Region Kokang nach Scharmützeln zwischen Rebellen und der birmanischen Armee gespannt. Ein Vertreter des Roten Kreuzes berichtete, ein Mensch sei getötet worden, als ein Sprengsatz über die Grenze auf chinesisches Territorium geworfen wurde. Wegen des neu aufgeflammten Konflikts sind nach UN-Angaben bis zu 30.000 Menschen aus Birma nach China geflohen. In Kokang leben auch viele Chinesen.

TAIPEH: Taiwans Präsident Ma Ying Jeou wird den Dalai Lama nicht empfangen, wenn dieser die Insel besucht. Das teilte ein Sprecher des Präsidenten mit. Damit will Ma offenbar eine weitere Provokation Chinas verhindern, das bereits scharf gegen die Reise des geistlichen Oberhaupts der Tibeter protestiert hat. Der Dalai Lama wird am Sonntagabend auf Einladung der Opposition in Taiwan erwartet. Er will im Süden des Landes mit Opfern des schweren Taifuns "Morakot" beten und Mitglieder religiöser Gruppen treffen. - Es ist sein dritter Taiwan-Besuch nach 1997 und 2001. Die Regierung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Dem Dalai Lama wirft sie vor, die Unabhängigkeit Tibets anzustreben.

FRANKFURT AM MAIN: Die Finanzkrise wird die Weltwirtschaft nach einer Studie der Commerzbank für die Tageszeitung 'Die Welt' bis Ende dieses Jahres mehr als zehn Billionen Dollar kosten. Für die deutsche Volkswirtschaft errechnen die Experten der Bank einen Verlust durch die Krise in Höhe von 237 Milliarden Dollar. Davon entfallen alleine 104 Milliarden Dollar auf die Abschreibungen der Banken.

FRANKFURT AM MAIN: Den Kommunen in Deutschland droht nach den Worten von Städtetags-Präsidentin Petra Roth eine beispiellose Finanzkrise. Städte und Gemeinden müssten 2010 ein Defizit von mehr als zehn Milliarden Euro befürchten, sagte die Franfurter Oberbürgermeisterin der 'Leipziger Volkszeitung'. Dabei lägen die Kredite der Gemeinden schon jetzt mit 31,6 Milliarden Euro mehr als fünfmal so hoch wie vor zehn Jahren.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat davor gewarnt, die Landtagswahlen am Sonntag in Sachsen, Thüringen und dem Saarland überzubewerten. Dies seien keine Testwahlen für die Bundestagswahl, sagte die CDU-Vorsitzende der 'Augsburger Allgemeinen'. Jede Wahl in jedem Land habe ihren eigenen Charakter. - Die CDU regiert in Thüringen und im Saarland allein, in Sachsen in einer Koalition mit der SPD. Umfragen zufolge könnten in Thüringen und im Saarland Rot-rot-grüne-Koalitionen die Union ablösen.

BERLIN: SPD-Chef Franz Müntefering will unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl im Herbst erneut für den Parteivorsitz kandidieren. Sein Angebot, der Partei zu helfen, ende nicht mit der Bundestagswahl, sagte der 69-Jährige der 'Passauer Neuen Presse'. Vorsitzender der SPD sei eine Aufgabe, die auf eine längere Strecke gehe. - Müntefering war im Oktober 2008 zum SPD-Chef gewählt worden.

LOS ANGELES: Der Tod von Popstar Michael Jackson ist nach Feststellung des gerichtsmedizinischen Instituts in Los Angeles auf Fremdverschulden zurückzuführen. Der am Freitag in Teilen veröffentlichte amtliche Autopsiebericht bestätigt damit entsprechende Pressemeldungen. Danach ist Jackson am 25. Juni an einer Vergiftung durch das Narkosemittel Propofol gestorben. Zudem seien weitere starke Medikamente im Körper des Popstars gefunden worden, so die Gerichtsmediziner. Jacksons Privatarzt Conrad Murray hat zugegeben, dem Sänger Propofol gegeben zu haben.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfähre "Discovery" ist mit sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Der Space Shuttle hob vom Kennedy Space Center der NASA in Cape Canaveral in Florida ab. Wichtigstes Ziel der 13-tägigen Reise ist der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur Raumstation. Zudem soll die NASA-Astronautin Nicole Stott ihren Kollegen Timothy Kopra als ständiges Mannschaftsmitglied der ISS ablösen. Der Start der Fähre musste wegen einer Gewitterfront und technischer Probleme mehrmals verschoben werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich des Mains viel Sonnenschein und weitgehend trocken. Richtung Nordsee wiederholt Schauer und Gewitter. Sonst ingesamt recht freundlich, im Tagesverlauf gebietsweise kurze Regengüsse. Temperaturen 17 bis 22 Grad Celsius.

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