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Nachrichten

Samstag, 29. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

ROM: Italiens designierter Ministerpräsident Romano Prodi hat auf dem Weg zur Macht eine herben Rückschlag hinnehmen müssen. Bei einer Kampfabstimmung um den Posten des Senatspräsidenten konnte sich der Kandidat seines Mitte-Links-Bündnisses auch im dritten Wahlgang nicht durchsetzen. Wegen eines Streits über die korrekte Stimmen- Auszählung kam es in der Nacht zum Samstag mehrfach zu tumultartigen Szenen in der obersten Kammer des italienischen Parlaments. Auch im Abgeordnetenhaus errang der Kandidat des Prodi-Lagers in drei Abstimmungen keine Mehrheit. Nun stehen an diesem Samstag in beiden Parlamentskammern weitere Wahlgänge an, bei denen schließlich auch einfache Mehrheiten ausreichen.

NEW YORK: Nach der weiteren Zuspitzung im Atomstreit mit dem Iran wollen die fünf Vetomächte des Weltsicherheitsrates und Deutschland versuchen, eine gemeinsame Linie abzustecken. Für den 9. Mai wurde ein Treffen der Außenminister in New York angesetzt. Der Iran hatte am Freitag eine vom Sicherheitsrat gesetzte Frist zur Einstellung der Uran-Anreicherung verstreichen lassen. Wie aus einem Bericht der Internationalen Atomenergie-Behörde hervorgeht, hat das Land seine Nuklear-Aktivitäten zuletzt sogar noch intensiviert. US-Präsident George W. Bush bezeichnete die Unnachgiebigkeit des Iran als nicht akzeptabel. Die Regierung in Washington will verhindern, dass die iranische Führung in den Besitz von Atomwaffen gelangt.

NEW YORK: Eine Gruppe von Entwicklungsländern hat Vorschläge zur Reform der Vereinten Nationen blockiert, die Generalsekretär Kofi Annan mehr Kompetenzen über den UN-Haushalt eingeräumt hätten. Damit dürfte sich nach den hitzigen Debatten in dieser Frage die Kluft zwischen den reichen und den ärmeren Ländern innerhalb der Weltorganisation noch vertiefen. Die reicheren Länder hatten gewarnt, eine Blockade des Vorschlags könnte die Vereinten Nationen in eine Finanzkrise stürzen.

DUBAI: Die Führung des Terrornetzwerks El Kaida forciert ihre Propaganda-Auftritte in den Medien. Innerhalb weniger Tage meldeten sich Anführer der radikalen Organisation bereits zum dritten Mal zu Wort. Im Internet wurde eine neue Videobotschaft der 'Nummer zwei' des Terrornetzwerks, Aiman Al Sawahiri, veröffentlicht. In dem Video bezeichnet er die US-Truppen im Irak als 'schwer angeschlagen'. Zugleich ruft der Stellvertreter von El Kaida-Chef Osama bin Laden zum Sturz des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf auf. Er unterstützt die USA im Anti-Terror-Kampf.

ISLAMABAD: Pakistan hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine Langstreckenrakete getestet. Wie die pakistanischen Streitkräfte mitteilten, hat die Rakete eine Reichweite von 2.500 Kilometern. Sie könne sowohl mit konventionellen als auch mit atomaren Gefechtsköpfen bestückt werden.

BISCHKEK: In Kirgisistan haben rund zehntausend Anhänger der Opposition gegen Präsident Kurmanbek Bakijew demonstriert. Zu der Kundgebung in der Hauptstadt Bischkek hatten die sozialdemokratische Partei sowie etwa 30 weitere politische Gruppierungen aufgerufen. Sie fordern, dass die vor rund einem Jahr angetretene Regierung die versprochenen Reformen umsetzt und die Macht des Präsidenten durch eine Verfassungsreform beschränkt. MÜNCHEN: In den Tarifkonflikt an deutschen Universitätskliniken ist Bewegung gekommen. Wie ein Sprecher der Ärzte-Gewerkschaft 'Marburger Bund' mitteilte, konnten sich die Tarifparteien bei Sondierungsgesprächen in München einander annähern. Am kommenden Freitag wollen sich Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter zu einer weiteren Gesprächsrunde treffen. Bis dahin sollen die Streikaktionen fortgesetzt werden. Der 'Marburger Bund' fordert für die Mediziner 30 Prozent mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

BERLIN: Der Arbeitnehmerflügel der CDU hat eine stärkere steuerliche Belastung von Großunternehmen gefordert. Große Konzerne sollten wieder stärker zur Finanzierung des Landes herangezogen werden, sagte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Karl-Josef Laumann. Er kritisierte, die Steuerpolitik des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder habe zu zerrütteten Staatsfinanzen geführt. Vor allem die Änderungen bei der Körperschaftsteuer seien ein großer Fehler gewesen.

LUDWIGSHAFEN/HALLE: Nach jüngsten Streitigkeiten wollen Linkspartei und WASG an diesem Samstag auf getrennten Bundesparteitagen ihre geplante Vereinigung vorantreiben. Mit Spannung wird das Treffen der 'Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit' in Ludwigshafen erwartet. Zwei Landesverbände hatten entschieden, sich dem Vereinigungskurs zu widersetzen und bei Wahlen in Konkurrenz zur Linkspartei anzutreten. Ein Abkommen beider Parteien schließt dies jedoch aus. Die aus der PDS hervorgegangene Linkspartei befasst sich zeitgleich in Halle an der Saale mit dem schwierigen Fusionsprozess und wählt auch ihre Führung neu.

STUTTGART: Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland haben ihre gemeinsame Aktion 'Woche für das Leben' eröffnet. Auf zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet wollen die Kirchen bis zum 6. Mai für eine kinderfreundlichere Gesellschaft werben. Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto: 'Von Anfang an uns anvertraut - Menschsein beginnt vor der Geburt'.

BUDAPEST: Bei einem Busunglück im Westen Ungarns sind 30 Menschen schwer verletzt worden. Der Doppeldeckerbus mit polnischen Touristen war auf einer Landstraße von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gekippt. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer bei regennasser Fahrbahn die Kontrolle über den Bus verlor.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken mit Regen und Graupelschauern, im Südwesten etwas freundlicher. Tagestemperaturen sieben bis zwölf Grad, am Oberrhein bis 14 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 6 Grad, stark bewölkt; Berlin: 7 Grad, nach Regen; Dresden: 6 Grad, bedeckt; Köln/Bonn: 6 Grad, stark bewölkt; Frankfurt am Main: 6 Grad, wolkig und München: 7 Grad, leichter Regen.