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Nachrichten

Samstag, 28. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Nach dem Rücktritt von Arbeitsminister Franz Josef Jung verlangen die Grünen einen Wechsel der Einsatzstrategie der Bundeswehr. Fraktionschef Jürgen Trittin forderte in der "Berliner Zeitung" Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auf, den Luftangriff in Afghanistan neu zu bewerten. Nur so ließe sich eine Strategie für Afghanistan entwickeln, die auf die Vermeidung ziviler Opfer hinziele. Trittin forderte zudem weiterhin die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Klärung der Umstände des Angriffes. - Die Kanzlerin hatte am Freitag nach dem Rücktritt des früheren Verteidigungsministers Jung das Kabinett umgebildet. Neue Arbeitsministerin wird Ursula von der Leyen, neue Familienministerin und damit Nachfolgerin von von der Leyen, die hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler.

MOSKAU: Nach dem schweren Zugunglück in Russland hat die Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf einen Terroranschlag aufgenommen. Das melden die russischen Nachrichtenagenturen. Bei dem Unglück waren am Freitagabend nach Behördenangaben mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 100 wurden verletzt, mehrere werden noch vermisst. Den Meldungen zufolge wurde an der Unglücksstelle ein Trichter entdeckt, der von einer Explosion herrühren könnte. Außerdem hätten Passagiere kurz vor dem Unglück einen Knall gehört. Wie die Behörden weiter mitteilten, waren die drei letzten Waggons des "Newsky Express" auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg nahe der Stadt Bologoje entgleist.

TOKIO: Japan hat mit einer eigenen Rakete seinen fünften Spionagesatelliten ins All gebracht. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, sollen mit dem 565 Millionen Dollar teuren Satelliten Informationen für verteidigungspolitische und diplomatische Zwecke gesammelt werden. Die Regierung in Tokio hatte sich bei Geheimdienstinformationen lange auf die USA verlassen. Das Raketenprogramm Nordkoreas war dann aber der Anlass, um selbst Spionagesatelliten im All abzusetzen. 1998 hatte Nordkorea zum ersten Mal eine Rakete über Japan hinweg geschossen.

WINDHUK: In Namibia hat der zweite Tag der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen begonnen. Bis zum Abend haben rund eine Million Wähler noch die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Angesichts der Zersplitterung der Opposition wird damit gerechnet, dass die ehemalige Befreiungsorganisation SWAPO auch bei den vierten Wahlen seit der Unabhängigkeit wieder stärkste Kraft im Parlament wird. Auch die Wiederwahl von Staatspräsident Hifikepunye Pohamba gilt als sicher. Das Wahlergebnis wird nicht vor Mitte kommender Woche erwartet.

NEW DELHI: Indien hat im Vorfeld der Weltklimakonferenz nach den USA und China erstmals Zugeständnisse bei seinen Treibhausgas-Emissionen gemacht. Sein Land sei bereit, im Rahmen eines ehrgeizigen Klimaabkommens "ehrgeizige globale Ziele für die Senkung von Emissionen oder die Begrenzung des Temperaturanstiegs zu unterzeichenen", heißt es in einer vom Büro des Regierungschefs Manmohan Singh verbreiteten Rede. Zugleich fordert Singh eine gerechte Verteilung der Lasten des Klimawandels. Der britische Premierminister Gordon Brown hat auf der Commonwealth-Konferenz im Karibik-Staat Trinidad und Tobago die Auflage eines Fonds zur Unterstützung der Klimaschutz-Anstrengungen der Entwicklungsländer vorgeschlagen. Dessen Volumen solle bis 2012 auf zehn Milliarden Dollar anwachsen. Das Geld soll von den Industriestaaten kommen.

BERLIN: Umweltminister Norbert Röttgen will das in der großen Koalition gescheiterte Umweltgesetzbuch erneut vorlegen. Klima- und Ressourcenschutz müssten ein eigenes Rechtsgebiet werden, sagte der CDU-Politiker in deutschen Medien. Dies würde der juristischen Klarheit und Rechtssicherheit dienen. Röttgens Vorgänger Sigmar Gabriel (SPD) war mit einem einheitlichen Gesetzeswerk am Widerstand der CSU gescheitert.

STUTTGART: Der designierte deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger will sich als Chef des Energieressorts für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen. Der bisherige Ministerpräsident Baden-Württembergs kündigte an, er werde sich auch für die Versorgungssicherheit sowie die europäische Energie-Infrastruktur stark machen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte die Nominierung Oettingers und weiterer neuer Mitglieder der Brüsseler Behörde am Freitag bekanntgegeben. Die neue Funktion einer Klima-Kommissarin soll die Dänin Connie Hedegaard übernehmen. Der begehrte Posten für Wirtschaft und Währung ging an Finnland mit Olli Rehn, der damit auch die Etats der Mitgliedstaaten überwachen wird. Vor ihrem Amtsantritt muss die Kommission noch vom EU-Parlament bestätigt werden.

BERLIN: Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat sich erneut gegen verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen. Die Gesellschaft brauche einen Rhythmus von Arbeits- und Feiertagen, damit sie nicht einem kollektiven Burn-out unterliege, schreibt die hannoversche Landesbischöfin in der Berliner "tageszeitung". Hintergrund der Wortmeldung von Käßmann ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Berliner Ladenöffnungsgesetz, das am Dienstag erwartet wird. Nach einer seit 2006 geltenden Regelung dürfen in Berlin die Geschäfte an bis zu zehn Sonntagen öffnen, darunter an allen vier Adventssonntagen. Dagegen hatten die evangelische und katholische Kirche geklagt.

DHAKA: Bei einem Fährunglück im Süden von Bangladesch sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten sank das mit mehr als 1500 Menschen an Bord völlig überladene Schiff beim Anlegen in Lalmohan auf der Insel Bola, rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka. Medienberichten zufolge waren zu viele Menschen beim Anlegen auf eine Seite des Schiffes gelaufen, so dass es kenterte. Die Polizei befürchtet, dass noch zahlreiche Opfer unter Deck eingeschlossen sind. Die Fähre war für nur 650 Passagiere zugelassen.

ZUM SPORT: Im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga trennten sich der VfL Bochum und der 1.FC Köln torlos. - Der FC Bayern München wählte auf seiner Hauptversammlung den bisherigen Manager Uli Hoeneß zum neuen Präsidenten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt und gebietsweise schauerartiger Regen. Im Süden sowie im Osten einige Aufheiterungen. Tageshöchsttemperaturen zwischen sieben und 14 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten bei bewölktem Himmel:

Hamburg, München und Frankfurt am Main: 7°;

Berlin und Köln/Bonn: 8° sowie

Dresden: 5°.

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