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Nachrichten

Samstag, 28. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die umstrittene Präsidentenwahl in Simbabwe einstimmig verurteilt. Es sei zutiefst bedauerlich, dass die simbabwische Regierung die Wahl durchgeführt habe, obwohl die Voraussetzungen für eine freie und faire Wahl nicht bestanden hätten, sagte der amtierende Ratspräsident Zalmay Khalilzad. US-Außenministerin Condoleezza Rice kündigte unterdessen ein entschlossenes Handeln der WeItgemeinschaft an. Nach ihren Worten wollen die USA dem Sicherheitsrat am Montag eine Resolution vorlegen, die eine - so wörtlich - 'starke Botschaft der Abschreckung' an Simbabwe enthalten soll. Die USA befürworten ebenso wie Großbritannien und Frankreich die Verhängung von Sanktionen gegen die Führung in Harare. Bei der Wahl am Freitag war der autoritär regierende Präsident Robert Mugabe als einziger Kandidat ins Rennen gegangen. Oppositionschef Morgan Tsvangirai hatte wegen der Gewalt gegen seine Anhänger auf eine Teilnahme verzichtet. Staatliche Medien meldeten eine hohe Wahlbeteiligung.

SEOUL: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Nordkorea erneut gedrängt, vollständig auf Atomwaffen zu verzichten. Die USA hätten von der Regierung in Pjöngjang noch nicht die Antworten bekommen, die sie bräuchten, sagte Rice in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Dort trifft Rice an diesem Samstag mit ihrem südkoreanischen Kollegen Yu Myung-Hwan und Präsident Lee Myung-Bak zusammen, um über die jüngsten Fortschritte im Atomstreit mit Nordkorea zu sprechen. Außerdem soll eine mögliche Wiederaufnahme der Sechs-Nationen-Gespräche zwischen Nordkorea, den USA, China, Südkorea, Japan und Russland erörtert werden. In den vergangenen Tagen hatte Nordkorea detaillierte Informationen über sein Atomprogramm offengelegt und den Kühlturm der Atomanlage in Yongbyon gesprengt. Daraufhin kündigten die USA die Aufhebung von Handelssanktionen an. Außerdem soll das Land von der Liste der so genannten 'Schurkenstaaten' gestrichen werden.

WASHINGTON/ISLAMABAD: Die US-Regierung rechnet in Afghanistan mit einer gleichbleibenden oder steigenden Zahl von Anschlägen der Taliban. Die Extremisten hätten sich nach ihrem Machtverlust neu formiert und zu einem 'belastbaren' Aufstand vereinigt, heißt es in einem Bericht des Verteidigungsministeriums an den Kongress in Washington. Als größte langfristige Herausforderung für die Sicherheit in Afghanistan bezeichnet der Bericht die Rückzugsmöglichkeiten der Taliban in den grenznahen Stammesgebieten in Pakistan. Die pakistanischen Streitkräfte starteten unterdessen eine großangelegte Offensive gegen Taliban-Kämpfer nahe der Stadt Peshawar im Nordwesten des Landes. Die Region ist auch eine wichtige Transitstation für Nachschublieferungen der internationalen Truppen in Afghanistan.

BERLIN: Der Vorsitzende des Entwicklungshilfeausschusses im Bundestag, der Grünen-Politiker Thilo Hoppe, hat ein Machtwort von Kanzlerin Angela Merkel bei der Entwicklungshilfe gefordert. Der 'Neuen Osnabrücker Zeitung' sagte er, die Regierung müsse aufpassen, dass sie sich nicht unglaubwürdig mache, indem sie selbst gesteckte Ziele nicht erreiche. Deutschland hatte zugesichert, im Rahmen der EU seinen Entwicklungshilfeanteil bis 2010 auf 0,51 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. 2009 wird er sich aber nach Angaben der Bundesregierung nur leicht von derzeit 0,37 auf 0,39 Prozent erhöhen. Hoppe verlangte ähnlich wie Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschließen, um das EU-Ziel zu erreichen. So müsse über eine Flugticketabgabe oder eine Devisenumsatz- und eine Kerosinsteuer nachgedacht werden.

BÖBLINGEN: In der Metall- und Elektroindustrie stehen die Zeichen nach den gescheiterten Verhandlungen zum Thema Altersteilzeit auf Streik. Die IG Metall kündigte nach der ergebnislosen Gesprächsrunde in Böblingen eine Verschärfung des Konflikts an. Die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband Südwestmetall hatten sich nicht über eine neue Altersteilzeit-Regelung verständigen können, die in Form eines Pilotabschlusses für alle 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche übernommen werden sollte. Die staatlich geförderte Frühverrentung läuft Ende 2009 aus.

SAN FRANCISCO: Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat wegen der anhaltenden Waldbrände in dem US-Bundesstaat Präsident George W. Bush gebeten, den Notstand auszurufen. Die Feuer hätten ein Ausmaß erreicht, das die Kapazitäten Kaliforniens und der lokalen Behörden übersteige, sagte Schwarzenegger. Um die inzwischen rund 1.000 Brände zu bekämpfen, sind mehr als 11.000 Feuerwehrleute aus zahlreichen Bundesstaaten im Einsatz. Falls Bush den Notstand erklärt, könnte Kalifornien zusätzliche Bundesmittel erhalten, um der Katastrophe Herr zu werden.

PEKING: Im Süden Chinas sind durch den Tropensturm "Fengshen" mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden zudem viele Häuser, Straßen und landwirtschaftliche Flächen zerstört. Am schwersten betroffen ist die Provinz Guangdong. Der Wirbelsturm war am vergangenen Wochenende über die Philippinen hinweggefegt. Dort waren mehrere hundert Menschen getötet worden.

SANTIAGO DE CHILE: Ohne konkrete Ergebnisse hat die Internationale Walfang-Kommission ihre Jahrestagung in Chile beendet. Die Mitgliedsländer beschlossen, mehr als 30 strittige Themen zu vertagen. Bis zum nächsten Treffen in Portugal soll nun eine Arbeitsgruppe mögliche Kompromisse ausloten. - Eigentlich gilt seit 1986 weltweit ein Moratorium für den kommerziellen Walfang. Das Verbot wird jedoch von Japan, Norwegen und Island umgangen.

LONDON: Südafrikas ehemaliger Präsident Nelson Mandela hat zum entschlossenen Kampf gegen Armut und Aids aufgerufen. Es gebe noch viel zu tun, sagte der Friedensnobelpreisträger bei einem großen Benefizkonzert anlässlich seines 90. Geburtstages im Juli. Zu dem Konzert hatten sich am Freitagabend zehntausende Menschen im Londoner Hyde Park versammelt. Der Erlös geht an die von Mandela initiierte Aids-Stiftung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Norden meist bewölkt und regnerisch. Im Süden heiter und trocken. Höchstwerte 17 bis 28 Grad.

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