1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 28. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung hat zurückhaltend auf das vom Autobauer Opel vorgelegte Zukunftskonzept reagiert. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte, es sei erfreulich, dass das Konzept jetzt vorliege. Die Bundesregierung werde ab Montag darüber befinden. Zuvor wolle er an diesem Samstag in einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten, in denen sich Opel-Standorte befinden. Das vom Europa-Chef des Mutterkonzerns General Motors, Carl-Peter Forster, vorgelegte Konzept sieht eine weitgehende Abkoppelung von Opel und der britischen Tochter Vauxhall von GM vor. Dafür erhofft sich Opel vom Staat Kapital und Bürgschaften in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro. Medienberichten zufolge hält die Bundesregierung diese Summe allerdings für zu niedrig und sieht den Finanzbedarf bei fünf Milliarden Euro.


WASHINGTON: Mit einem konkreten Zeitplan hat US-Präsident Barack Obama die Weichen für ein Ende des amerikanischen Irak-Einsatzes gestellt. Er kündigte an, bis August kommenden Jahres alle Kampftruppen nach Hause zu holen. Bis Ende 2011 sollen allerdings noch bis zu 50.000 US-Soldaten zur Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte im Land bleiben. Derzeit sind noch etwa 140.000 US-Amerikaner im Irak stationiert. Dessen Minister für Nationale Sicherheit, Scherwan al-Waili, sagte, sein Land sei auf einen baldigen Abzug der US-Truppen vorbereitet. Die irakischen Streitkräfte seien in der Lage, für Sicherheit zu sorgen.


WASHINGTON: Ein US-Militärgericht hat einen amerikanischen Soldaten wegen Mordes an einem irakischen Gefangenen schuldig gesprochen. Der Oberleutnant Michael Behenna hatte den Iraker im Mai vergangenen Jahres während einer Vernehmung in der Nähe der Stadt Baidschi erschossen. Das Gericht in Fort Campbell/Kentucky glaubte dem Angeklagten nicht, in Notwehr gehandelt zu haben.


WASHINGTON: Die USA werden nicht an der für April geplanten Anti-Rassismus- Konferenz der Vereinten Nationen teilnehmen. Wegen unausgewogener Kritik an Israel im Entwurf für die Abschlusserklärung werde man der Genfer Konferenz fernbleiben, teilte das Außenministerium in Washington mit. Israel hatte dazu aufgerufen, das Treffen in der Schweiz zu boykottieren. Beobachter gehen davon aus, dass arabische Staaten die UN-Konferenz als Plattform für scharfe Kritik an Israel nutzen wollen. - Es handelt sich um ein Nachfolge-Treffen zu der Konferenz, die 2001 im südafrikanischen Durban abgehalten wurde. Die USA und Israel hatten damals heftig gegen den israelkritischen Ton auf der Tagung protestiert und diese vorzeitig verlassen.


DHAKA: Bei der blutigen Meuterei von Grenzsoldaten in Bangladesch sind mehr Menschen getötet worden als zunächst angenommen. In Massengräbern auf dem Kasernengelände in der Hauptstadt Dhaka wurden weitere Leichen entdeckt. Damit stieg die Zahl der Toten laut Agentur-Berichten auf 75, bei den meisten von ihnen handelte es sich um Offiziere. Etliche Personen werden noch vermisst. Die Aufständischen hatten am Donnerstag ihre Waffen niedergelegt, nachdem ihnen die Regierung Straffreiheit und die Prüfung ihrer Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen zugesichert hatte.


HAMBURG: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Polens Ministerpräsident Donald Tusk haben bei einem Treffen in der Hansestadt die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern betont. Gute deutsch-polnische Beziehungen seinen nicht nur eine politische Notwendigkeit, sondern eine 'Herzensangelegenheit, sagte die Kanzlerin. Daran würden auch kritische Fragen, die zu lösen seien, nichts ändern. Merkel spielte damit auf den Streit über die Berufung der Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach in den Stiftungsrat des geplanten Zentrums gegen Vertreibung an. Polen lehnt dies mit der Begründung ab, Steinbach habe gegen die Anerkennung der Oder-Neisse-Linie als Westgrenze Polens und gegen den EU-Beitritt Polens gestimmt. Auch die SPD sprach sich gegen Steinbach aus. Die CDU stellte sich ausdrücklich hinter ihr Parteimitglied.

HAMBURG: Die Zahl islamistischer Drohbotschaften gegen Deutschland ist gestiegen. Seit 2001 habe das Bundeskriminalamt 30 bis 40 Verlautbarungen mit einem Deutschland-Bezug registriert, sagte BKA-Chef Jörg Ziercke dem "Hamburger Abendblatt". Seit 2008 gebe es einen deutlichen Anstieg. Die Zahl der so genannten 'Gefährder', denen Anschläge zugetraut werden, bezifferte Ziercke auf 80 bis 85. - Auch habe es deutlich mehr terroristische Verdachtslagen gegeben, als die sieben Anschläge, die das BKA seit 2001 verhindert habe, so der BKA-Chef weiter.


WILHELMSHAVEN: Die Fregatte 'Karlsruhe' ist als erstes Schiff der deutschen Marine vom Anti-Piraten-Einsatz am Horn von Afrika zurückgekehrt. Das Kriegsschiff war seit Mitte Dezember 2008 für die EU-Operation 'Atalanta' abgestellt. Die 220 Soldaten an Bord hatten während des Einsatzes mehrere Piratenangriffe auf Handelsschiffe abgewehrt und 44 somalischen Flüchtlingen das Leben gerettet. Die 'Karlsruhe' wird von der Fregatte 'Rheinland-Pfalz' abgelöst. Der Bundestag hatte dem Einsatz zugestimmt, nachdem Piraten vor der Küste Somalias mehr als 100 Schiffe gekapert hatten.


JERUSALEM: Die von Israel und der radikal-islamischen Hamas ausgerufene Waffenruhe erweist sich weiter als brüchig. Nach Militär-Angaben traf eine im Gazastreifen abgefeuerte Rakete am Samstagmorgen eine Schule in der Nähe der israelischen Küstenstadt Aschkelon. Verletzte habe es nicht gegeben, da die Schule geschlossen gewesen sei. Anfang des Jahres hatte Israel mit einer dreiwöchigen Offensive vergeblich versucht, die Raketenangriffe militanter Palästinenser zu stoppen.

MEXIKO-STADT: Die mexikanische Regierung verstärkt ihre Sicherheitskräfte im Norden des Landes, um der dort von Drogenkartellen ausgehenden Gewalt Herr zu werden. Rund 6.000 Soldaten und Polizisten sollen in den kommenden zwei Wochen in die von Morden und Kriminalität erschütterte Stadt Ciudad Juárez entsandt werden. In der Region an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas herrscht ein besonders brutaler Kampf um die Vorherrschaft im Drogenhandel. Im vergangenen Jahr waren in Ciudad Juárez mehr als 1600 Morde registriert worden.


PEKING: Nach einer Serie von Skandalen hat China ein neues Gesetz zur Lebensmittel-Sicherheit verabschiedet. Das vom Ständigen Ausschuss des Nationalen Volkskongresses in Peking gebilligte Gesetz sieht ein strenges Überwachungssystem vor. Den Behörden soll es künftig nicht mehr möglich sein, große Lebensmittel-Produzenten von Kontrollen zu befreien. Wer gegen die neuen landesweiten Standards für Lebensmittel-Sicherheit verstößt, soll hart bestraft werden. - Für Empörung hatte im vergangenen Jahr der Skandal um Melamin-verseuchtes Milchpulver in China gesorgt. Mindestens sechs Babys starben, fast 300.000 erkrankten.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bedeckt und vor allem in der Nordhälfte zeitweise Regen. Im Südwesten Aufheiterungen, teils auch längere Zeit sonnig. Höchstwerte zwischen vier und 14 Grad.

Hamburg: 5°, leichtes Nieseln;

Berlin: 4°. wolkenlos;

Dresden: 4°, Nieselregen;

Köln/Bonn: 8°, bedeckt;

Frankfurt am Main: 7°, dunstig und

München: 5°, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema