1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 28. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gutachten zu den Folgen längerer Betriebszeiten von Atomkraftwerken empfiehlt nach Presseberichten eine Verlängerung zwischen zwölf und zwanzig Jahren. Auf diese Weise, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", sei für Wirtschaft und Klima die beste Wirkung zu erwarten. Private Haushalte könnten mit einem um sieben Prozent fallenden Strompreis rechnen, der Ausstoß von Treibhausgas sei um 16 Prozent geringer, schreiben auch "Stuttgarter Zeitung" und "Focus". Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" meldet, dass Bundesumweltminister Röttgen alle 17 noch laufenden Kernkraftwerke mit Baumaßnahmen gegen Flugzeugabstürze sichern lassen will.

FRANKFURT AM MAIN: Die türkische Gemeinde in Deutschland hat von Bundeskanzlerin Merkel gefordert, ein Verfahren zur Absetzung von Thilo Sarrazin als Bundesbank-Vorstand einzuleiten. Mit der Veröffentlichung seines Buches "Deutschland schafft sich ab" habe dieser alle Grenzen überschritten, einen neuen intellektuellen Rassismus geschaffen und Deutschlands Ansehen im Ausland geschadet, sagte Kenan Kolat, der Chef der türkischen Gemeinde, der "Frankfurter Rundschau". In seinem Buch warnt Sarrazin unter anderem davor, dass die Deutschen zu "Fremden im eigenen Land" werden könnten.

STUTTGART: In der baden-württembergischen Landeshauptstadt sind erneut zehntausende Menschen gegen das umstrittene Milliarden-Bahnprojekt "Stuttgart 21" auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von 30.000 Demonstranten, die Veranstalter von 40.000. Sie forderten einen sofortigen Stopp der Abrissarbeiten am alten Bahnhof, der durch eine neue unterirdische Durchgangsstation ersetzt werden soll. Die Gegner halten den Bahnhofsneubau für zu teuer und verkehrspolitisch unsinnig.

BAGDAD: Drei Tage vor dem offiziellen Ende des Kampfeinsatzes der US-Armee im Irak hat Ministerpräsident Maliki die höchste Terroralarmstufe ausgerufen. Seine Regierung verfüge über Informationen, wonach das Terrornetzwerk El Kaida und Anhänger des früheren Machthabers Saddam Hussein Anschläge planten, sagte er in Bagdad. - Erst am Mittwoch waren bei einer Terrorwelle im Irak mindestens 62 Menschen getötet worden.

KABUL: Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben im Osten Afghanistans zwei Stützpunkte der Internationalen Schutztruppe angegriffen. Nach Angaben der NATO wurden die Attacken auf die Militärbasen Salerno und Chapman in der Provinz Khost mit Luftunterstützung zurückgeschlagen. Mindestens zehn Angreifer seien getötet und mehrere Taliban gefangen genommen worden. Auf Seiten der alliierten Truppen habe es keine Todesopfer gegeben. - Im Nordwesten Pakistans wurden bei einem US-Raketenangriff fünf mutmaßliche Extremisten getötet.

MOSKAU: Russische Spezialeinheiten haben in der Unruheregion Nordkaukasus bei zwei Einsätzen insgesamt zehn islamistische Rebellen getötet. Bei einem Gefecht in einem Waldgebiet in Dagestan seien fünf Untergrundkämpfer und ein Polizist gestorben, teilte das Innenministerium der russischen Teilrepublik mit. Im benachbarten Kabardino-Balkarien wurden ebenfalls fünf Rebellen getötet, die sich in einem Haus in der Hauptstadt Naltschik verschanzt hatten.

SEOUL: Der nordkoreanische Machthaber Kim ist bei seinem überraschenden Besuch in China nach Berichten aus Südkorea vermutlich mit Staats- und Parteichef Hu zusammengetroffen. Es gebe Anzeichen für eine solche Begegnung in der nordostchinesischen Stadt Changchun, meldete die südkoreanische Agentur Yonhap unter Berufung auf Geheimdienstangaben. Offiziell haben bislang weder China noch Nordkorea den Besuch Kims in der Volksrepublik bestätigt.

HAVANNA: Die Regierung in Kuba hat überraschende Wirtschaftsreformen angekündigt. Zum einen können ausländische Investoren nun staatlichen Grund und Boden für 99 Jahre pachten. Zum anderen dürfen die Kubaner privat Obst und Gemüse anbauen und verkaufen. Präsident Raul Castro hatte eine Lockerung der staatlichen Aufsicht über die Wirtschaft in Aussicht gestellt. Auf diese Weise will sich die kommunistische Regierung neue Einnahmequellen erschließen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft mit etwas Sonne, Schauern und einzelnen Gewittern. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte von 14 bis 19 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema