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Nachrichten

Samstag, 27. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle hat die deutsch-französischen Pläne verteidigt, private Investoren an künftigen Rettungsaktionen für überschuldete Euro-Länder zu beteiligen. Das Prinzip "Gewinne beim Investor, Verluste beim Steuerzahler" lege die Axt an die Wurzel Europas, sagte Westerwelle in einem Zeitungsinterview. Ähnlich hatte er sich zuvor bei einem Treffen mit seiner französischen Amtskollegin Alliot-Marie geäußert. Der derzeit noch gültige Euro-Rettungsschirm wird vor allem von der EU und dem Internationalen Währungsfonds finanziert. Wirtschaftsminister Brüderle äußerte unterdessen die Ansicht, dass nach Griechenland und Irland kein weiterer Euro-Staat Finanzhilfen benötigen werde. Die als Wackelkandidaten geltenden Länder Portugal und Spanien setzten alles daran, ihre Staatshaushalte in Ordnung zu bringen.

DUBLIN: Der größte irische Gewerkschaftsbund ICTU hat für diesen Samstag in der irischen Hauptstadt zu Protesten gegen das harte Sparprogramm der Regierung aufgerufen. Die Polizei erwartet bis zu 60.000 Teilnehmer. Die Regierung von Premierminister Cowen will in den nächsten vier Jahren insgesamt 15 Milliarden Euro einsparen. Das Sparprogramm gilt als wesentliche Grundlage für die internationalen Hilfen in Höhe von rund 85 Milliarden Euro, die Irland beim Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union beantragt hat.

SEOUL: Im Konflikt zwischen den beiden koreanischen Staaten wird der Ton schärfer. Der südkoreanische Marine-Kommandeur Yoo kündigte bei der Beerdigung zweier getöteter Marinesoldaten tausendfache Vergeltung an. Die beiden Soldaten sowie zwei Zivilisten waren am Dienstag bei einem nordkoreanischen Artillerieangriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong getötet worden. Die Spannungen dürften weiter steigen, wenn am Sonntag im Gelben Meer ein südkoreanisch-amerikanisches Manöver beginnt. Nordkorea nannte die Übung am Samstag eine "unverzeihliche Provokation". China, der engste Verbündete Nordkoreas, rief beide Seiten auf, Ruhe zu bewahren und sich zurückzuhalten.

PORTLAND: Ein gebürtiger Somalier hat in der US-Großstadt Portland einen Autobombenanschlag versucht. Polizisten nahmen den 19-Jährigen während der feierlichen Einweihung eines Weihnachtsbaums fest, als er mit einem Mobiltelefon einen vermeintlichen Sprengsatz zünden wollte. Verdeckte Ermittler hatten Mohamed Osman Mohamud den Sprengstoff geliefert, der jedoch inaktiv war. Für die Öffentlichkeit habe keine Gefahr bestanden, teilte die Bundespolizei mit. Bereits im Juni hatte die Polizei erfahren, dass Mohamud Kontakt mit einer Person in der Nordwest-Provinz in Pakistan aufgenommen hatte. Diese gilt als Extremisten-Hochburg.

GEORGETOWN: Nach mehr als zwei Jahren wollen Kolumbien und Ecuador wieder normale diplomatische Beziehungen aufnehmen. Noch vor Weihnachten sollen Botschafter ausgetauscht werden. Das teilte der kolumbianische Präsident Santos bei einem Treffen mit seinem ecuadorianischen Kollegen Correa in Georgetown, der Hauptstadt Guyanas, mit. Dort findet derzeit der Gipfel der Union südamerikanischer Staaten (UNASUR) statt. Ecuador hatte die Beziehungen im März 2008 abgebrochen, nachdem kolumbianische Soldaten einen Stützpunkt marxistischer Rebellen auf ecuadorianischem Gebiet angegriffen hatten. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage wieder entspannt.

STUTTGART: Der Schlichter im Konflikt um das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21", Heiner Geißler, hat eine Volksabstimmung in dieser Frage als unrealistisch bezeichnet. Für ein solches Referendum fehle die rechtliche Basis, sagte der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Zudem lehne der Landtag von Baden-Württemberg eine Volksabstimmung ab. SPD und Grüne fordern ein Referendum in dem Bundesland zu "Stuttgart 21", die Landtagsmehrheit aus CDU und FDP ist dagegen. Das Bahnprojekt umfasst vor allem die Umwandlung des Stuttgarter Hauptbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation sowie eine Neubautrasse nach Ulm. Die Gegner verlangen den Weiterbetrieb des Kopfbahnhofs.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils aufgelockert mit längeren sonnigen Abschnitten, teils stark bewölkt. Vor allem im Südwesten fällt etwas Schnee. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen minus fünf und plus zwei Grad.

Am Morgen meldeten bei dunstiger Witterung:

Hamburg: - 1 Grad
Berlin: - 3 Grad
Dresden: - 6 Grad
Köln/Bonn: - 2 Grad
Frankfurt am Main: - 1 Grad
München wolkenloser Himmel bei - 2 Grad

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