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Nachrichten

Samstag, 27. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

HAMBURG: Die US-Regierung unterstützt die Forderung der Nato an Deutschland, Tornado-Aufklärungsflugzeuge für den Einsatz im umkämpften Süden Afghanistans bereitzustellen. Um die Lage dort zu stabilisieren, müssten alle Verbündeten 'so viel wie möglich' tun, sagte Außenministerin Condoleezza Rice im Ersten Deutschen Fernsehen. Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hatte zuvor in Brüssel den dringenden Bedarf an Aufklärungs-Flugzeugen für Afghanistan bekräftigt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier teilte mit, er erwarte hierzu in Kürze eine Entscheidung von Kabinett und Bundestag. In der großen Koalition in Berlin zeichnet sich eine deutliche Mehrheit für den Tornado-Einsatz ab.

BERLIN: Die Affäre um den ehemaligen Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz beschäftigt nun auch die Berliner Justiz. Nach Informationen der 'Bild'-Zeitung ging bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein. Ein Hamburger Anwalt wirft dem Minister im Fall Kurnaz Freiheitsberaubung und Körperverletzung vor. Am Freitag war bekannt geworden, dass Steinmeier 2002 an der Entscheidung beteiligt war, den Bremer Türken nicht nach Deutschland einreisen zu lassen. Der SPD-Politiker betonte, ihm sei es als damaliger Kanzleramtschef um die größtmögliche Sicherheit für die Menschen in Deutschland gegangen. - Kurnaz war mehr als vier Jahre im US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftiert. Dort wurde er nach eigenen Angaben auch gefoltert.

OTTAWA: Ein syrisch-stämmiger Kanadier erhält von seiner Regierung eine Entschädigung in Millionenhöhe, weil er irrtümlich als Moslem- Extremist angesehen wurde. Der Informatiker war aufgrund falscher Informationen der kanadischen Polizei 2002 in New York festgenommen und nach Syrien ausgeliefert worden. Dort wurde er ein Jahr lang festgehalten und regelmäßig misshandelt. Der kanadische Premierminister Stephen Harper bat offiziell um Entschuldigung und kündigte die Zahlung von umgerechnet rund sieben Millionen Euro an.

KÖLN: Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Anschlägen auf den bevorstehenden G8-Gipfel in Deutschland. Die Täter hätten in erster Linie das Ziel, Sachschäden zu verursachen. Es würden aber auch Personenschäden in Kauf genommen, sagte Verfassungsschutz- Präsident Heinz Fromm dem Nachrichtenmagazin 'Focus'. Nach Einschätzung Fromms könnte es auch schon vor dem Gipfel zu Anschlägen kommen, vor allem im Raum Berlin. Besonders gefährdet seien internationale Konzerne und staatliche Institutionen.

BERLIN: Mit Kranzniederlegungen, Gedenkfeiern und Schweigeminuten wird an diesem Samstag in ganz Deutschland an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Zum Holocaust-Gedenktag werden auch mehrere Ausstellungen eröffnet, die sich mit der Judenverfolgung des NS-Regimes auseinander setzen. Der Gedenktag erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 und wird in Deutschland seit 1996 begangen. Dem nationalsozialistischen Terror waren etwa sechs Millionen Juden zum Opfer gefallen.

GAZA-STADT: Anhänger der rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah haben sich im Gazastreifen erneut Feuergefechte geliefert. Erst am Freitag waren bei den heftigsten Kämpfen seit Wochen mindestens 15 Menschen getötet worden. Unter den Opfern war auch ein zweijähriger Junge, für dessen Tod sich Anhänger von Fatah und Hamas gegenseitig verantwortlich machten. Beide Organisationen setzten ihre Gespräche über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit vorerst aus.

COLOMBO: Erstmals seit zehn Jahren haben tamilische Rebellen wieder den Hafen der srilankischen Hauptstadt Colombo angegriffen. Die Marine habe den Angriff erwidert und die Rebellen der so genannten 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' zurückgeschlagen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Einige der Rebellenschiffe sollen versenkt worden sein.

WASHINGTON: Im internationalen Streit um das nordkoreanische Atomprogramm haben die USA den Export von Luxuswaren in den
kommunistischen Staat verboten. Betroffen sind unter anderem
schnelle Autos, Yachten, Designer-Kleidung und teure Weine. Der
Schritt soll nach Angaben des Handelsministeriums die politische Elite des armen Landes treffen. Die Lieferung von Lebensmitteln,
Medikamenten und anderen humanitären Gütern ist nicht verboten.

KINSHASA: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist zu einem Besuch in der Demokratischen Republik Kongo eingetroffen. Auf seinem Programm steht unter anderem ein Gespräch mit Staatspräsident Joseph Kabila. Außerdem will Ban die in dem Land stationierten Blauhelm-Soldaten besuchen. Die UN-Mission im Kongo ist mit knapp 18.000 Soldaten die größte weltweit.

PRAG: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine gemeinsame Anstrengung aller EU-Staaten für eine europäische Verfassung angemahnt. Es könne nur Fortschritte geben, wenn alle an einem Strang zögen, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Mirek Topolanek in Prag. Dieser begrüßte grundsätzlich den Vorstoß der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, die Verfassungsdebatte wieder in Gang zu bringen. Ebenso wie Tschechiens Präsident Vaclav Klaus zeigte sich Topolanek jedoch skeptisch.

ZUM SPORT: Zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund den FC Bayern München mit 3:2 besiegt. Die Westfalen bescherten ihrem neuen Trainer Jürgen Röber damit einen optimalen Einstand. - Die US-Amerikanerin Serena Williams gewann zum dritten Mal die Australian Open der Tennis-Profis. Die 25-Jährige setzte sich in Melbourne mit 6:1 und 6:2 gegen die Russin Maria Scharapowa durch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Schnee- oder Graupelschauer, im Westen auch Regen. Im Norden und Osten Auflockerungen. Tageshöchstwerte im Südosten um null Grad, am Niederrhein bis sechs Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 27.01.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9lp0
  • Datum 27.01.2007
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