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Nachrichten

Samstag, 27. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SANTIAGO DE CHILE: Bei einem schweren Erdbeben in Chile sind nach ersten Berichten mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Staatspräsidentin Bachelet sagte, weitere Todesopfer könnten nicht ausgeschlossen werden. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte der Erdstoß eine Stärke von 8,8. In schneller Folge gab es mehrere Nachbeben mit Stärken von bis zu 6,2. Das Epizentrum lag rund 90 Kilometer nordöstlich der Stadt Concepción in einem dünn besiedelten Gebiet im Landesinneren. In der historischen Altstadt von Santiago stürzten Gebäude ein. Im gesamten Land fielen Strom- und Telefonverbindungen aus. Für Chile und Peru wurden Tsunami-Warnungen herausgegeben. -- Auch Japan warnte vor einem Tsunami im Pazifik. Ein Erdbeben der Stärke 7,0 vor der Küste Japans hatte zuvor kleine Flutwellen an der Küste der Insel Okinawa ausgelöst.

MANILA: Moslemische Extremisten haben auf der südphilippinischen Insel Basilan ein Dorf überfallen und mindestens elf Menschen getötet. Nach Angaben des Militärs handelt es sich bei den Angreifern um Kämpfer der Organisation Abu Sayyaf, die Verbindung zum Terrornetzwerk El Kaida unterhalten soll. Bevor die Angreifer das Dorf wieder verließen, setzten sie mehrere Häuser in Brand. Der Überfall war offenbar ein Racheakt für den Tod eines ranghohen Abu-Sayyaf-Führers auf der Insel Jolo und die Verhaftung von zwei führenden Mitgliedern am vergangenen Wochenende.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag in Pakistan sind mindestens vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Mindestens 13 Personen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der Angreifer hatte im Nordwesten des Landes einen mit Sprengstoff beladenen LKW an einer Polizeiwache zur Explosion gebracht. Durch die Detonation wurde auch eine benachbarte Moschee schwer beschädigt. Militante Islamisten mit Verbindung zum Terrornetzwerk El Kaida hatten im vergangen Jahr verstärkt Anschläge auf Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen in ganz Pakistan verübt.

BOGOTA: Kolumbiens Staatschef Uribe kann bei der Präsidentenwahl Ende Mai nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Das höchste Gericht des lateinamerikanischen Landes erklärte eine geplante Volksabstimmung für verfassungswidrig, die dem rechtsgerichteten Politiker eine erneute Kandidatur ermöglichen sollte. Uribe steht seit 2002 an der Spitze Kolumbiens. Bereits für seine Wiederwahl 2006 hatte er die Verfassung ändern lassen.

POTSDAM: Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich in Potsdam erneut zu Beratungen im Tarifstreit getroffen. Auf dem Verhandlungstisch liegt der Kompromissvorschlag der beiden Schlichter Milbradt und Schmalstieg. Gewerkschaften und Arbeitgeber äußerten sich vor den Verhandlungen über die Einigungschancen optimistisch. Die Schlichter hatten vorgeschlagen, die Gehälter bis Sommer nächsten Jahres stufenweise um 2,3 Prozent anzuheben.

OSNABRÜCK: Die FDP hat die katholische Kirche aufgefordert, einen Entschädigungsfond für Missbrauchsopfer aufzulegen. Zudem fordern die Liberalen den Einsatz unabhängiger Sonderermittler in allen 27 deutschen Bistümern. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der rechtspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Ahrendt, die katholische Kirche wäre gut beraten, nicht länger wie ein Staat im Staate zu handeln.

WHISTLER: Skirennläuferin Maria Riesch hat bei den Olympischen Winterspielen ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Die 25-Jährige siegte nach der Super-Kombination am Freitag auch im Slalom. Silber ging an Marlies Schild aus Österreich, Bronze an die Tschechin Sarka Zahrobska. Maria Riesch ist damit die dritte deutsche alpine Doppel-Olympiasiegerin nach Katja Seizinger 1998 und Rosi Mittermaier 1976. - Norwegens Biathleten waren mit Schlussläufer Ole Einar Björndalen in der 4 mal 7,5 Kilometer-Staffel erfolgreich. Österreich erkämpfte sich Silber vor Russland. Die deutschen Biathlon-Männer belegten Rang fünf.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden bleibt es meist trocken und zum Teil freundlich. Im übrigen Land überwiegen die Wolken. An der Nordsee gibt es Sturmböen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen vier und 13 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 5 Grad, Regen;
Berlin: 4 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 5 Grad, Regen;
Köln/Bonn: 5 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 4 Grad, wolkig und
München: 6 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema