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Nachrichten

Samstag, 26. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Das international umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba kann voraussichtlich nicht wie von Präsident Barack Obama angekündigt bis zum Januar geschlossen werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf ranghohe Regierungsbeamte in Washington. Zur Begründung hieß es, es müssten zunächst neue Verfahrensregeln für Militärtribunale umgesetzt werden, ein Ersatzgefängnis in den USA gefunden und über das Schicksal der noch etwa 225 Gefangenen individuell entschieden werden. Dazu reichten die verbleibenden vier Monate nicht aus. An der Schließung des nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vom ehemaligen Präsidenten George Bush gegründeten Lagers werde allerdings festgehalten, wurde versichert.

PITTSBURGH: Die 19 wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt und die Europäische Union haben sich darauf geeinigt, die Banken zu mehr Eigenvorsorge gegen künftige Finanzkrisen zu zwingen und ihre Konjunkturhilfen erst nach dem Ende der Wirtschaftsflaute gemeinsam zurückzufahren. Daneben sollen die umstrittenen Bonus-Zahlungen für Bankmanager künftig langfristigen Erfolg belohnen und sich nicht mehr an kurzfristigen, risikoreichen Geschäften ausrichten. Die Staats- und Regierungschefs der so genannten G20-Staaten einigten sich bei ihrem Gipfeltreffen in Pittsburgh außerdem darauf, ihren Kreis in Zukunft zu einer Art Weltwirtschaftsregierung auszubauen. Aufstrebende Volkswirtschaften wie etwa China oder Indien erhalten damit mehr Einfluss auf die internationale Wirtschaftspolitik und zusätzlich mehr Stimmrechte bei Weltbank und Internationalem Währungsfonds.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad persönlich zum Stopp der Uran-Anreicherung seines Landes und zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Bei einem Gespräch in New York drängte Ban darauf, dass sich die Führung in Teheran allen Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu beugen und mit der internationalen Atomenergiebehörde zusammenzuarbeiten habe. Der Iran hatte zuvor überraschend eingestanden, eine zweite Uran-Anreicherungsanlage zu betreiben. In der kommenden Woche wollen die fünf ständigen Mitglieder des höchsten UN-Gremiums sowie Deutschland in Genf mit iranischen Vertretern verhandeln.

PESCHAWAR: Durch zwei Selbstmordanschläge sind im unruhigen Nordwesten Pakistans mindestens 16 Menschen getötet und etwa 100 weitere Personen verletzt worden. Wie die örtlichen Sicherheitsbehörden bekannt gaben, sprengte sich ein Attentäter vor einer Polizeiwache in der Stadt Bannu mit einem Kleinlaster in die Luft. Eine zweite Autobombe explodierte auf einem Parkplatz in der Provinzhauptstadt Peschawar. Die radikal-islamischen Taliban-Milizen bekannten sich zu den Bluttaten. Die Region nahe der afghanischen Grenze gilt als eine ihrer Hochburgen.

TEL AVIV: Wenige Stunden nach dem Tod dreier Palästinenser durch einen israelischen Luftangriff ist eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Nach Informationen des israelischen Rundfunks landete das Geschoss in einem unbewohnten Teil der Negev-Wüste und richtete keinen Schaden an. Der Luftangriff im Norden von Gaza-Stadt hatte nach israelischen Armeeangaben Mitgliedern der radikalen Gruppe "Islamischer Dschihad" gegolten.

PRAG: Papst Benedikt XVI. ist für drei Tage nach Tschechien gereist. Sein zweiter offizieller Besuch in Osteuropa führt das Oberhaupt der katholischen Kirche nach Prag, Brünn und in die Pilgerstadt Stará Boleslav. In der Hauptstadt trifft der Papst mit Staatspräsident Vaclav Klaus und Ministerpräsident Jan Fischer zusammen. Am Sonntag werden zu einem Gottesdienst nahe Brünn bis zu 200.000 Menschen erwartet.

SEOUL: Nach teils jahrzehntelanger Trennung haben sich Verwandte aus Nord- und Südkorea wiedersehen können. Das Begegnungsprogramm für getrennt lebende Familien aus beiden Ländern war wegen politischer Spannungen fast zwei Jahre unterbrochen. Wie südkoreanische Medien berichten, wurden rund 100 ältere Landsleute mit Bussen über die schwer bewachte Grenze zum Treffpunkt am Kumgang-Gebirge an der nordkoreanischen Ostküste gebracht. Dort seien sie von ihren Verwandten - rund 240 Nordkoreanern - erwartet worden. Die Treffen der Familien sind auf drei Tage beschränkt. Ein Kontakt über die abgeriegelte Grenze hinweg mit Briefen, E-mail oder Telefon ist in der Regel nicht möglich.

OSNABRÜCK: Die Arbeitgeber der deutschen Metall- und Elektroindustrie rechnen auch weiterhin mit einem Stellenabbau in ihren Unternehmen. Eine Entlassungswelle werde es aber voraussichtlich nicht geben, sagte Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bei einer Verschärfung der Bankenkrise könne es allerdings bitter für Unternehmen und Belegschaften werden, sagte er. Seit Jahresbeginn seien etwa 20.000 Arbeitsplätze pro Monat gestrichen worden. Damit sind etwa 150.000 der im Aufschwung entstandenen 250.000 Jobs wieder weggefallen.

NEW YORK: Mehr als ein Jahr nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers haben auch die Bundesbank und die Deutsche Bank Gläubiger-Forderungen gestellt. Nach Angaben der Firma Epiq Systems, die die Forderungen bündelt, erhebt die Bundesbank Anspruch auf 10,4 Milliarden Dollar, die sie der deutschen Lehman-Tochter geliehen hatte. Die Deutsche Bank fordert etwa eine Milliarde Dollar ein, die sie von der Hypo-Vereinsbank als Schuldverschreibung übernommen hatte.

NEW YORK: Das Südsee-Paradies Palau richtet die weltweit erste Schutzzone für Haie ein. Das kündigte Präsident Johnson Toribiong bei den Vereinten Nationen in New York an. Das Gebiet hat etwa die Größe Frankreichs. Der aus 241 zumeist unbewohnten Inseln bestehende Südseestaat Palau ist schon länger als Vorreiter beim Arten- und Naturschutz bekannt. Nach Schätzungen von Fachleuten leben im umgebenden Pazifik etwa 130 seltene Hai- und Stachelrochenarten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel von Sonne und Wolken und meist trocken, nur direkt an den Alpen Schauer. Höchstwerte 16 bis 23 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 12°, fast wolkenlos;
Berlin: 11°, fast wolkenlos;
Dresden: 9°, wolkenlos;
Köln/Bonn: 10°, fast wolkenlos;
Frankfurt am Main: 10° fast wolkenlos und
München: 11°, dunstig.

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