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Nachrichten

Samstag, 26. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

KIEW: Der Machtkampf in der Ukraine droht zu eskalieren. Einen Tag nachdem Präsident Viktor Juschtschenko die Truppen des Innenministeriums per Dekret seinem persönlichen Kommando unterstellt hat, sind diese auf dem Weg nach Kiew. Mehrere tausend Soldaten mißachteten damit eine anderslautende Anweisung aus dem Ministerium, heißt es in einer Stellungnahme des Innenministeriums. Zur Beilegung des Machtkampfs wurden die Gespräche zwischen Staatspräsident Juschtschenko und Regierungschef Viktor Janukowitsch fortgesetzt. Ein erstes Krisentreffen der beiden Politiker in der Nacht war ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

SCHANGHAI: China hat die geplante Verlängerung einer Transrapid-Trasse in Schanghai nach amtlichen Angaben auf Eis gelegt. Die Bauarbeiten für die Magnetschnellbahn, die dieses Jahr beginnen sollten, würden nicht aufgenommen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur "Xinhua" unter Berufung auf chinesische Regierungsmitarbeiter. Es gebe Bedenken, dass die deutsche Technik die Anwohner der Strecke mit elektromagnetischer Strahlung belasten könne. Laut "Xinhua" gab es tausende Petitionen gegen das Projekt. Die Regierung sei aber auch wegen der explodierenden Kosten beunruhigt. -- Bislang liege das Vorhaben schon mit fünf Billionen Yan - umgerechnet mehr als 480 Millionen Euro - über dem veranschlagten Budget. - Die Transrapid-Strecke sollte die Städte Schanghai und Hangzhou verbinden und zur Weltausstellung in Schanghai 2010 in Betrieb genommen werden.

SCHANGHAI: Mit einer Rede an der Universität von Schanghai hat Bundespräsident Horst Köhler seinen Besuch in China abgeschlossen. Vor Studenten der Tongji-Universität sagte Köhler, die Globalisierung schließe die Menschheit nicht nur zu einer Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen, wie vor allem die Herausforderung des Klimawandels zeige. Köhler hatte am Freitag seine politischen Gespräche in Peking abgeschlossen und eine positive Bilanz gezogen.

GAZA: Bei neuen israelischen Luftangriffen auf Einrichtungen der militanten Organisation Hamas im Gazastreifen sind mindestens fünf palästinensische Milizionäre getötet worden. Die israelische Luftwaffe flog dabei innerhalb weniger Minuten fünf Angriffe auf die Islamisten-Gruppe. Sie galten unter anderem einer der Hamas-Zentralen in Gaza sowie Hamas-Ausbildungslagern. - Israelische Soldaten hatten in der Nacht zum Samstag bei einer Razzia im Westjordanland einen weiteren zur Hamas gehörenden Minister der palästinensischen Einheitsregierung gefangen genommen.

ANKARA: In der Türkei haben wieder Gegner der islamisch-konservativen Regierung für eine Beibehaltung der Trennung von Staat und Religion demonstriert. In der westtürkischen Stadt Denizli gingen zehntausende Menschen auf die Straße, um auf ihre Sorge um eine zunehmende Islamisierung des Landes aufmerksam zu machen. Vorausgegangen waren in den vergangenen Wochen Massenproteste in den Großstädten Ankara, Istanbul, Izmir und Samsun, an denen sich mehrere Millionen Menschen beteiligt hatten. --- Die Proteste hatten sich daran entzündet, dass die Regierungspartei AKP Außenminister Abdullah Gül vom Parlament zum Staatspräsidenten wählen lassen wollte.

MEXIKO-STADT: Im Kampf gegen die Erderwärmung will Mexiko noch in diesem Jahr 250 Millionen Bäume pflanzen. Wie Staatspräsident Felipe Calderon mitteilte, sollen zudem alte Lastwagen und Busse aus dem Verkehr gezogen werden. Geplant sei auch ein Ausbau der Energiegewinnung aus Wind- und Solaranlagen. Calderon betonte, Mexiko müsse seiner Verantwortung für den Klimaschutz nachkommen, auch wenn andere große Länder dies nicht täten.

FRANKFURT AM MAIN: Das Bundesinnenministerium hat Defizite beim Kampf der Behörden gegen Dopingverdächtige eingeräumt. Sein Ministerium rate den Bundesländern, Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften einzurichten, die sich auf die Verfolgung von Doping spezialisieren müssten, sagte ein Sprecher gegenüber der "Frankfurter Rundschau". Er beklagte zugleich die langwierigen strafrechtlichen Verfahren. Wenn man nach jahrelangen Ermittlungen einen Sportler überführt habe, könne dieser inzwischen zahlreiche Siege und Titel gewonnen haben. Am Vortag hatte der Däne Bjarne Riis als erster Tour-de-France-Sieger Doping gestanden. Der ehemalige Radprofi gab in Kopenhagen zu, jahrelang Epo gespritzt zu haben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weitere teils kräftige Schauer und Gewitter, lokal mit Platzregen, Hagel und Sturmböen. Im Südosten noch schwül und längere sonnige Abschnitte. 16 bis 20 Grad im Nordwesten, im Süden und Osten bis 32 Grad.

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