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Nachrichten

Samstag, 26. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GAZA-STADT: Der Ansturm von Palästinensern aus dem Gaza-Streifen nach Ägypten geht weiter, nachdem es ägyptischen Sicherheitskräften am Freitag nicht gelungen war, den Grenzübergang Rafah wieder zu schließen. Korrespondenten berichteten von einem regen Personen- und Autoverkehr aus und in den Gaza-Streifen. Die Palästinenser kaufen in Ägypten vor allem Güter des täglichen Bedarfs, da die Versorgungslage im Gaza-Streifen wegen der Abriegelung durch Israel angespannt ist. Israel reagierte mit der Blockade auf die anhaltenden Raketenangriffe. - Der UN-Sicherheitsrat konnte sich erneut nicht auf eine gemeinsame Erklärung zur Situation im Gaza-Streifen einigen. Libyen, das in diesem Monat den Vorsitz in dem höchsten UN-Gremium führt, blockierte einen Resolutionsentwurf, weil er keine ausdrückliche Kritik an Israel enthielt.

KAIRO: Ägyptens Präsident Hosni Mubarak hat einen Vermittlungsversuch zwischen den rivalisierenden Palästinenser-Bewegungen Fatah und Hamas angekündigt. In einem Zeitungsinterview sagte Mubarak, er habe Vertreter beider Organisationen zu Gesprächen nach Kairo gebeten. Die radikale Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, nahm die Einladung Mubaraks an. Die Fatah von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas reagierte zurückhaltend.

NEW YORK: Im Atomkonflikt mit dem Iran haben die fünf UN-Veto-Mächte und Deutschland im Weltsicherheitsrat Grundzüge eines Resolutionsentwurfs für weitere Sanktionen vorgelegt. Nach Agenturberichten aus New York sieht das Papier unter anderem Reisebeschränkungen für die Verantwortlichen des Atomprogramms sowie weitere Einschränkungen beim Handel vor. Auf diese Vorschläge hatten sich die Außenminister der USA, Russlands, Chinas, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands am Dienstag in Berlin verständigt. Der UN-Sicherheitsrat wird sich voraussichtlich am Montag erstmals mit dem Resolutionsentwurf befassen. - Ungeachtet der neuen Sanktionsdrohungen will der Iran demnächst mit dem Test neuer Hochgeschwindigkeits-Zentrifugen zur Anreicherung von Uran beginnen. Dies teilte die Internationale Atomenergiebehörde in Wien mit.

BEIRUT: Im Libanon hat Ministerpräsident Fuad Siniora nach dem Mordanschlag auf einen hochrangigen Polizeibeamten den heutigen Samstag zum nationalen Trauertag erklärt. Der Terror-Ermittler Wissam Eid war am Freitag in Beirut durch eine Autobombe getötet worden. Mit ihm starben mindestens drei Menschen. - International wurde das Attentat scharf verurteilt als Versuch, den Libanon zu destabilisieren. Das Land wird seit drei Jahren von einer Serie von Anschlägen und Attentaten erschüttert, die sich meist gegen Politiker und Journalisten des anti-syrischen Lagers richten.

WASHINGTON: Mit der Vorwahl im US-Bundesstaat South Carolina geht der Wettstreit der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten an diesem Samstag in eine neue Runde. Nach Umfragen amerikanischer Medien hat Senator Barack Obama gute Chancen, seine schärfste innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton zu besiegen. Die Senatorin und ehemalige First Lady liegt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bislang vorn. - Die Republikaner hatten ihre Vorwahl in South Carolina bereits vor einer Woche abgehalten. Es siegte Senator John McCain

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland trotz der jüngsten Börsenturbulenzen optimistisch. In ihrer wöchentlichen Video-Botschaft im Internet sagte Merkel, die Kursschwankungen der vergangenen Tage hätten viele Menschen in Unruhe versetzt. Dies könne sie gut verstehen. Für Pessimismus bestehe aber kein Anlass. Merkel betonte, im laufenden Jahr seien alle Voraussetzungen für ein robustes Wirtschaftswachstum in Deutschland gegeben. Auch der Arbeitsmarkt werde sich weiter positiv entwickeln

PARIS: Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hat als Konsequenz aus dem Milliardenbetrug bei der französischen Großbank Société Générale eine drastische Verschärfung der internen Kontrollen der Kreditinstitute gefordert. Aus dem Fall müssten Lehren gezogen werden, sagte Trichet in einem Interview. Es gebe auf den internationalen Finanzmärkten eine Tendenz, Risiken zu unterschätzen. - Französische Polizisten durchsuchten bei Paris die Wohnung des Aktienhändlers Jerome Kerviel, dem vorgeworfen wird, bei der Société Générale durch betrügerische Machenschaften einen Schaden von 4,9 Milliarden Euro verursacht zu haben.

WASHINGTON: Die USA haben an Afghanistan appelliert, das Todesurteil gegen einen Journalisten aufzuheben, dem Beleidigung des Islam vorgeworfen wird. Der afghanische Reporter sei letztlich deshalb bestraft worden, weil er seinem Beruf nachgegangen sei, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington. Die Meinungs- und Pressefreiheit müsse gewahrt bleiben. - Der 23-jährige Journalist hatte Artikel mit Kommentaren zu Koranversen über die Rolle der Frau verteilt.

MOSKAU: In der russischen Kaukasus-Republik Inguschetien sind nach einem Bericht der Agentur AFP hunderte schwerbewaffnete Sicherheitskräfte gegen Teilnehmer einer verbotenen Kundgebung vorgegangen. Wie ein Korrespondent der französischen Nachrichtenagentur meldete, setzten Soldaten, Polizisten und paramilitärische Einheiten in der Stadt Nasran Schlagstöcke gegen rund 500 Demonstranten ein und gaben Warnschüsse ab. Die Demonstranten wollten gegen Korruption und die wiederholten Verschleppungen von Menschen in Inguschetien protestieren.

ZUM SPORT: Beim Fußball-Afrika-Cup in Ghana muss Nigeria mit seinem deutschen Trainer Berti Vogts um den Einzug in das Viertelfinale bangen. Gegen Mali kamen die 'Super Eagles' nicht über ein 0:0 hinaus und warten damit weiter auf den ersten Sieg. Im zweiten Spiel der Gruppe B gewann die Elfenbeinküste gegen Benin 4:1.

Die Russin Maria Scharapowa hat die Australian Open der Tennisprofis gewonnen. Im Finale in Melbourne besiegte die 20-Jährige die Serbin Ana Ivanovic in zwei Sätzen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich des Mains meist bewölkt, im Süden freundlicher und vielfach sonnig. Am Nachmittag zieht von Norden her Regen auf. Höchstwerte drei bis zehn Grad.

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