1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 26. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BRÜSSEL: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat seine Einschätzung bekräftigt, dass die Libanon-Friedenstruppe ihre Sollstärke von 15.000 Soldaten erreichen werde. Nach einem Treffen mit den EU-Außenministern in Brüssel begrüßte Annan zugleich die Zusage der Europäer, den größten Teil der UN-Truppe zu stellen. Italien, Frankreich, Spanien und weitere EU-Länder hatten sich am Freitag bereit erklärt, fast 7.000 Soldaten in den Libanon zu entsenden. Das französische Kontingent von 2.000 Soldaten soll nach neuen Angaben aus Paris bis Mitte September im Libanon eingetroffen sein. Deutschland will sich am Nahost-Einsatz mit Marine-Verbänden beteiligen, der genaue Umfang steht aber noch nicht fest.

BRÜSSEL: Nach der Verständigung der EU-Staaten über ihre Beteiligung an der UN-Friedenstruppe im Libanon rechnet Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit einer schnellen Einigung über die Einsatzregeln. Er sei zuversichtlich, dass die Truppe ein 'robustes Mandat' erhalte, sagte er im deutschen Fernsehen. Ein so genanntes 'robustes Mandat' erlaubt den Soldaten nach den UN-Bestimmungen ausdrücklich den Waffengebrauch in Gefahrensituationen.

BEIRUT: Der im Libanon verhaftete mutmaßliche Bombenleger von Köln hat ein Teilgeständnis abgelegt. Der Terrorverdächtige Jihad Hamad gab bei der Vernehmung zu, einen der Koffer in einen Regionalzug getragen zu haben. Er habe aber nichts über dessen Inhalt gewusst. In Hamads Computer fanden die Ermittler Hinweise auf das Terrornetzwerk El Kaida. Dies und die Festnahme weiterer Verdächtiger in Konstanz und im Libanon stärkt die Vermutung, dass die beiden zuerst verhafteten Libanesen Komplizen hatten.

BERLIN: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat sich gegen eine flächendeckende Video-Überwachung von Innenstädten ausgesprochen. Dies sei im Rahmen der Terrorbekämpfung unverhältnismäßig, sagte Zypries der 'Neuen Presse' in Hannover. Es gebe keinen Anhaltspunkt dafür, dass Deutschland dadurch sicherer werde. Eine Überwachung von Knotenpunkten wie Flughäfen oder Bahnhöfe hält die SPD-Politikerin dagegen für sinnvoll. Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) teilte mit, dass er mit der Deutschen Bahn bereits eine Ausweitung der Video-Überwachung vereinbart habe. Dort, wo es Sinn mache, würden weitere Kameras installiert.

DÜSSELDORF: Nach den gescheiterten Anschlägen auf Regionalzüge will der Zentralrat der Muslime besser mit den Behörden zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck haben der Verein und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ein Pilotprojekt vereinbart, wie die 'Frankfurter Rundschau' berichtet. Danach sollen zunächst in einigen größeren Städten des Bundeslandes Vertrauensleute bei der Polizei und in Moscheen benannt werden. Ziel sei es, die Kontakte zu verbessern sowie Hemmschwellen von Moslems gegenüber der Polizei abzubauen, erklärte der Generalsekretär des Zentralrats, Aiman Mazyek, zur Begründung.

BERLIN: Nach dem schweren Störfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark hat Umweltminister Sigmar Gabriel vor Risiken im deutschen Meiler Brunsbüttel gewarnt. Dort könnte ein ähnliches Problem wie in Forsmark auftreten, obwohl in Deutschland eine andere Technik genutzt werde, sagte Gabriel. Die Reaktorsicherheitskommission habe neue Fragen zur Notstromversorgung in Brunsbüttel aufgeworfen. Der Minister setzte dem Betreiber Vattenfall eine Frist bis Montag, angeforderte technische Nachweise zu erbringen. Vattenfall wies die Darstellung zurück und versicherte, in Brunsbüttel gebe es kein Sicherheitsrisiko.

MANILA: Auf der philippinischen Insel Mindanao sind bei Gefechten zwischen kommunistischen Rebellen und der Armee nach offiziellen Angaben ein Soldat und drei Aufständische getötet worden. Wie ein Militärsprecher mitteilte, wurde eine Armeepatrouille von Rebellen angegriffen. Nach Angaben der Aufständischen sollen sogar fünf Soldaten getötet worden sein. Die Rebellen auf Mindanao greifen häufig Militärstützpunkte in abgelegenen Gegenden an, um Waffen und Munition zu erbeuten.

COLOMBO/GENF: Auf Sri Lanka sind nach neuen Schätzungen der Vereinten Nationen 200.000 Menschen vor den jüngsten Gefechten zwischen Regierungstruppen und Tamilen-Rebellen auf der Flucht. Ein UN-Sprecher in Genf sagte, in den vergangenen Tagen habe man besseren Zugang in die Konfliktregion erhalten. Es warteten aber immer noch Tausende dringend auf Hilfe. Auf der von Rebellen belagerten nördlichen Halbinsel Jaffna werden nach dem Eintreffen zweier Schiffe des Roten Kreuzes jetzt Hilfsgüter an die Bevölkerung ausgeteilt.

SANTIAGO DE CHILE: Mit Tränengas und Wasserwerfern hat die chilenische Polizei eine Schüler- und Studenten-Demonstration in der Hafenstadt Valparaiso aufgelöst. Nach Angaben der Behörden wurden fast 70 Menschen festgenommen. Die Demonstration war Teil einer seit Monaten andauernden Kampagne gegen die Regierung von Präsidentin Michelle Bachelet. Ihr wird vorgeworfen, die versprochene Bildungsreform nur schleppend umzusetzen.

ZUM SPORT: Schalke 04 hat vorübergehend die Tabellen-Spitze der Fußball-Bundesliga erobert. Im Freitagsspiel setzten sich die Gelsenkirchener gegen Vizemeister Werder Bremen mit 2:0 durch. Bei der Reit-WM in Aachen holte Isabell Werth ihre zweite Goldmedaille innerhalb von drei Tagen. Die erfolgreichste Dressur-Reiterin der Welt und ihr Wallach Satchmo ließen die Konkurrenz im Grand Prix Special hinter sich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt, später wieder Schauer. Nur im Südosten auch länger heiter. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 18 und 23 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 15 Grad, nach Regen;
Berlin: 15 Grad, leichter Regen;
Dresden: 16 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 14 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 15 Grad, wolkig und
München: 14 Grad, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema