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Nachrichten

Samstag, 25. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. »

BERLIN: Während das Feilschen um den Opel-Konzern weiter geht, sorgt die pessimistische Bilanz eines Gutachtens an die Bundesregierung für Aufsehen. Keines der Übernahmeangebote sei geeignet, Opel und der britischen Schwester Vauxhall langfristig ein Überleben als eigenständige Marken zu sichern, zitieren "Süddeutsche Zeitung" und "Financial Times Deutschland" aus einer vertraulichen Analyse der Investmentbank Lazard. Die erforderliche Größe für einen konkurrenzfähigen Autohersteller sei "kaum erreichbar" auf einem Markt mit weltweiten Überkapazitäten. Insgesamt falle das Urteil der Banker vernichtend aus.

WASHINGTON: Auch die USA haben eine Abwrackprämie eingeführt. Das "Cash for Clunkers" (Bargeld für Schrottlauben) genannte Programm hat einen Umfang von umgerechnet etwa 700 Millionen Euro. Wer die Prämie erhalten will, muss ein Auto abgeben, das unter anderem nicht älter als 25 Jahre ist, nicht nach 2001 gebaut wurde und einen ungünstigen Benzinverbrauch hat. Die US-Regierung geht davon aus, dass durch das Programm der Kauf von bis zu 220.000 neuen, umweltfreundlicheren Autos gefördert wird. - In Deutschland gibt es eine Abwrackprämie in einem Umfang von fünf Milliarden Euro. Das Geld ist noch nicht völlig ausgeschöpft.

TEGUCIGALPA: Rund einen Monat nach seiner Ausweisung aus Honduras ist der entmachtete Staatspräsident Manuel Zelaya für kurze Zeit in sein Heimatland zurückgekehrt. Aus Nicaragua kommend überschritt Zelaya zu Fuß demonstrativ die Grenze nach Honduras, ehe er wenig später wieder auf das Territorium Nicaraguas zurückging. Dadurch entzog er sich einer Festnahme. In Interviews beharrte Zelaya auf seiner Wiedereinsetzung als Präsident und bezeichnete die Mitglieder der honduranischen Übergangsregierung als "Putschisten". - Bei ihrem Gipfeltreffen in Paraguay verurteilten die Mitglieder der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur den "Staatsstreich". Die Absetzung von Zelaya habe gezeigt, wie zerbrechlich die Demokratien in Lateinamerika seien, sagte Paraguays Staatschef Fernando Lugo bei dem Treffen in Asuncion.

JAKARTA: Die Opposition in Indonesien will den Wahlsieg von Präsident Susilo Bambang Yudhoyono anfechten. Dies ließen die unterlegenen Kandidaten, Vizepräsident Jusuf Kalla und Ex-Präsidentin Megawati Sukarnoputri, erklären. Die Opposition macht Unregelmäßigkeiten beim Ablauf der Wahl geltend. So sollen Namen von Wählern mehrfach auf Wählerlisten aufgetaucht sein. Yudhoyono hatte die Wahl am 8. Juli nach Angaben der Wahlkommission vom Freitag mit einem Erdrutschsieg von mehr als 60 Prozent der Stimmen gewonnen.

ERBIL: In der kurdischen Autonomieregion im Nordirak finden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Rund 2,5 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, einen Präsidenten und 111 Parlamentsabgeordnete zu wählen. Favorit für das höchste Amt in der Autonomieregion ist der bisherige Amtsinhaber Massud Barsani. Überraschungen werden keine erwartet. Auch das Parlament dürfte weiterhin von der Allianz der beiden großen Kurdenparteien beherrscht werden.

TEHERAN: Auf Druck des geistlichen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat Irans Vizepräsident Esfandiar Rahim Maschaie seinen Rücktritt erklärt. Chamenei hatte Präsident Mahmud Ahmadinedschad zuvor angewiesen, seinen erst vor wenigen Tagen ernannten Stellvertreter wieder zu entlassen. Es handelt sich um den Vater von Ahmadinedschads Schwiegertochter. Maschaie hatte konservative Kreise mit der Äußerung verärgert, Iraner seien "Freunde aller Menschen der Welt - sogar der Israelis". Offiziell gilt Israel jedoch als Feind der Islamischen Republik.

TEHERAN: Beim zweiten Flugzeugunglück im Iran binnen weniger Tage sind nach jüngsten Angaben 16 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Personen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Wie die Nachrichtenagentur IRNA berichtete, war die Iljuschin der Gesellschaft "Aria" mit 153 Menschen an Bord auf dem Flughafen der Stadt Maschad von der Landebahn abgekommen und in eine Begrenzungsmauer gerast. Das Cockpit wurde völlig zerfetzt, der übrige Rumpf ist dagegen kaum beschädigt. - Erst vor gut einer Woche waren bei einem Flugzeugabsturz im Nordwesten des Iran alle 168 Insassen ums Leben gekommen.

SACRAMENTO: Das Parlament von Kalifornien hat grünes Licht für ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegeben, um ein 26-Milliarden-Dollar-Loch im Haushalt zu stopfen. Damit wurde der drohende Finanzkollaps des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates abgewendet. Geplant sind tiefgreifende Einschnitte bei den Ausgaben vor allem im sozialen Bereich, jedoch keine Steuererhöhungen. - Das Parlament erteilte allerdings keine Genehmigung für die Wiederaufnahme von Erdölbohrungen vor der kalifornischen Küste. Diese Genehmigung wollte Gouverneur Arnold Schwarzenegger im Rahmen des Sparpakets durchsetzen.

BERLIN: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz will noch vor der Bundestagswahl die Altersteilzeit bis 2014 verlängern, stellt dazu aber Bedingungen. Er habe einen Gesetzentwurf "fertig in der Schublade liegen", sagte der SPD-Politiker der Zeitung "Bild am Sonntag". Nach seinen Vorstellungen sollten aber nur diejenigen Unternehmen die Förderung in Anspruch nehmen dürfen, die für jeden ausscheidenden Mitarbeiter einen Auszubildenden übernähmen.

BAYREUTH: Mit der Eröffnung der Bayreuther und der Salzburger Festspiele an diesem Samstag erreicht der Festivalsommer seinen Höhepunkt. Die 98. Richard-Wagner-Festspiele präsentieren zum Auftakt eine Wiederaufnahme der Oper "Tristan und Isolde" in der Inszenierung des Schweizers Christoph Marthaler. --- Nach dem Rückzug des langjährigen Leiters Wolfgang Wagner vor einem Jahr tragen erstmals seine beiden Töchter Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier die Verantwortung auf dem "Grünen Hügel" in Bayreuth.

PARIS: In Frankreich und Großbritannien wird an diesem Samstag des 100. Jahrestages der ersten Überquerung des Ärmelkanals mit einem Flugzeug gedacht. Zu dem Jahrestag des Fluges des französischen Luftfahrtpioniers Louis Blériot überqueren 300 Piloten mit Ultraleichtflugzeugen die Wasserstraße zwischen Calais und Dover. Auch eine restaurierte Original-Maschine Blériots trat die Reise an. Blériot hatte für den Flug mit seiner noch überwiegend mit Textilien bespannten Maschine am 25. Juli 1909 rund 37 Minuten gebraucht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils stark bewölkt und immer wieder Schauer. Im Westen und Südwesten auch sonnig. Maximal 17 bis 24 Grad.

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