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Nachrichten

Samstag, 25. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel will bei ihrem Besuch in China auch strittige Themen wie Menschenrechte und Produktqualität ansprechen. Die Beziehungen zu Peking seien so eng, dass Probleme im offenen Dialog erörtert werden könnten, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Internet-Ansprache. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International appellierte an die CDU-Politikerin, auf konkrete Verbesserungen der Menschenrechtslage in China zu dringen. Die Regierung habe hier bisher zu wenig getan, beklagte die Generalsekretärin der deutschen Amnesty-Sektion, Barbara Lochbihler. Zugleich äußerte sie die Befürchtung, dass Chinas Justiz im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking verstärkt Todesurteile verhängen könnte. Dies würde sowohl Regimekritiker als auch Kriminelle treffen. Die Reise Merkels in die Volksrepublik und anschließend nach Japan beginnt am Sonntag.

BERLIN: Die EU-Kommission hat sich für ein NPD-Verbot in Deutschland ausgesprochen. Innenkommissar Franco Frattini sagte der 'Bild am Sonntag', Deutschland gehöre zusammen mit Frankreich, Belgien, Dänemark und Italien zu den Staaten in der EU, in denen der Rechtsextremismus ein großes Problem sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich in der Frage eines NPD-Verbotsverfahrens zurückhaltend. Die Kanzlerin verwies auf die juristische Niederlage beim letzten Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht im Jahr 2003. Vizekanzler Franz Müntefering sagte, er würde einen neuen Anlauf für ein Verbot nur dann empfehlen, wenn es "eine gewisse Sicherheit" für einen Erfolg gebe. SPD-Chef Kurt Beck hatte am Donnerstag eine Initiative für ein neues NPD-Verbotsverfahren angekündigt.

ATHEN: Bei den verheerenden Waldbränden in Griechenland sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte die Feuerwehr mit. Am schwersten betroffen ist der Westen der Halbinsel Peloponnes. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte. Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis sagte in einer Fernsehansprache, es handele sich um eine nationale Tragödie. Zuvor hatte er die betroffenen Regionen besucht. In mehreren Provinzen wurde inzwischen der Notstand ausgerufen. Die Zahl der Brände stieg nach Angaben eines Feuerwehrsprechers landesweit auf über 170. Das Innenministerium ersuchte bei anderen Ländern der Europäischen Union um Hilfe. Benötigt werden vor allem Löschflugzeuge. Weiter außer Kontrolle sind auch die Wald- und Buschbrände in Süditalien.

BAGDAD: Trotz verschärfter Sicherheitsmaßnahmen haben Attentäter in der irakischen Hauptstadt Bagdad erneut eine Autobombe gezündet und dabei sieben Menschen getötet. Die Detonation des Sprengsatzes in einem Geschäftsviertel im Norden der Stadt verletzte nach Polizeiangaben 30 weitere Opfer. Die ohnehin seit Monaten erhöhten Sicherheitsvorkehrungen sind vor dem kommende Woche beginnenden Pilgerfest der Schiiten in der südirakischen Stadt Kerbela auch in der Hauptstadt verstärkt worden. In den vergangenen Jahren hatten aufständische Sunniten und Al-Kaida-Kämpfer das Fest genutzt, um Anschläge auf schiitische Kerbela-Pilger zu verüben.

PARIS: Der ehemalige französische Premierminister Raymond Barre ist in Paris im Alter von 83 Jahren gestorben. Barre sei eine herausragende Persönlichkeit und ein Staatsmann gewesen, der Frankreich begeistert habe, betonte der französische Präsident Nicolas Sarkozy in einer Stellungnahme. Der 1924 auf Réunion geborene Wirtschaftswissenschaftler war von 1976 bis 1981 unter Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing Premierminister. 1988 scheiterte er als Kandidat um das Präsidentenamt. Mitte der 90er Jahre war Barre Bürgermeister in Lyon. Aus dem politischen Leben zog er sich erst im Jahr 2002 zurück.

BERLIN: In der Bundeshauptstadt hat der neunte 'Tag der offenen Tür' der Regierung begonnen. Das Kanzleramt und insgesamt 14 Ministerien gewähren bis Sonntagabend Einblick in ihre Arbeit. Kanzlerin Angela Merkel und mehrere Minister wollen zeitweise persönlich die Besucher begrüßen. Diesmal beteiligt sich auch die Bundespressekonferenz. Wo sonst nur Hauptstadt-Korrespondenten Zugang haben, können nun Gäste Fragen an Minister und Sprecher stellen. Außerdem präsentieren sich dort Zeitungen, Radio- und Fernsehsender. Im vergangenen Jahr kamen rund 155.000 Bürger zum 'Tag der offenen Tür'.

OSAKA: Die 11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften sind von Japans Kaiser Akihito feierlich eröffnet worden. Bis zum 2. September werden in Osaka knapp 2.000 Athleten aus 203 Ländern um Medaillen kämpfen. Nach 1991 in Tokio ist es das zweite Mal, dass eine WM in Japan ausgetragen wird. Den ersten Titel gewann bereits vor der offiziellen Eröffnung der Kenianer Luke Kibet im Marathon der Männer. Der Deutsche Leichtathletik-Verband geht mit 59 Sportlern an den Start. Die Leichtathletik-WM ist nach den Olympischen Spielen und der Fußball-WM das drittgrößte Sportereignis der Welt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte ein Mix aus Sonne und Wolken und überwiegend trocken, im Süden durchweg sonnig. Höchstwerte 20 bis 28 Grad, am Oberrhein bis 31 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 19 Grad, stark bewölkt;
Berlin: 24 Grad, wolkig;
Dresden: 24 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn 22 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 25 Grad, fast wolkenlos und
München: 24 Grad, leicht bewölkt

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