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Nachrichten

Samstag, 25 April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MEXIKO-STADT: Durch einen neuartigen Erreger der Schweinegrippe sind in Mexiko 68 Menschen ums Leben gekommen. In 20 Fällen konnte der Erreger eindeutig nachgewiesen werden. Mehr als tausend Menschen sind nach Angaben der Behörden erkrankt. Die Regierung kam zu einer Krisensitzung zusammen. Auch in den benachbarten amerikanischen Bundesstaaten Texas und Kalifornien haben sich nach Behördenangaben acht Menschen infiziert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO äußerte größte Besorgnis, dass es zu einer Pandemie kommen könnte und rief einen Krisenstab ein. Nach Angaben eines Sprechers handelt es sich um ein neues Virus, das Merkmale des Schweins, von Vögeln und auch des Menschen aufweist.

BAGDAD: US-Außenministerin Hillary Clinton ist überraschend in den Irak gereist. Bei Gesprächen mit Regierungsvertretern sowie mit den amerikanischen Streitkräften wolle sie sich über die derzeitige Sicherheitslage informieren, sagte Clinton bei ihrer Ankunft in Bagdad. Trotz der schweren Selbstmordanschläge in dieser Woche mit weit mehr als 100 Toten befinde sich das Land auf dem richtigen Weg, so Clinton. Die USA seien entschlossen, den Irak weiter zu unterstützen. Der Kommandeur der von den USA geführten multinationalen Truppen im Land, General Ray Odierno, hatte am Freitag nicht ausgeschlossen, dass die US-Truppen in einigen Städten und Dörfern länger bleiben könnten als ursprünglich vorgesehen. Bisher ist geplant, dass sich die Truppen bis Ende Juni in Stützpunkte außerhalb der Städte zurückziehen.

WASHINGTON: Die Finanzminister der sieben größten Industriestaaten sehen erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Weltwirtschaft. Jüngste Konjunkturdaten zeigten, dass sich der Abschwung verlangsamt habe, hieß es nach einem Treffen in Washington. Angesichts weiterhin bestehender Risiken sprach sich die Siebenergruppe für weitere Maßnahmen zur Rettung angeschlagener Banken aus. Dazu sollten auch weitere Kapitalspritzen gehören, so die Finanzminister. In Washington beginnt an diesem Sonnabend die Frühjahrstagung von IWF und Weltbank. Dabei soll das weitere Vorgehen gegen die Krise abgestimmt und die Umsetzung der Beschlüsse des Londoner Finanzgipfels beraten werden. Dort war beschlossen worden, dem IWF mehr Geld zur Verfügung zu stellen und ihn mit der Regulierung der Finanzmärkte zu beauftragen.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat angesichts der Wirtschaftskrise vor Panikmache gewarnt. Die Krise sei beherrschbar, sagte Köhler dem Inforadio des rbb. Die Bundesregierung habe unter dem Strich besonnen gehandelt. Köhler ging damit auf Distanz zur SPD-Bewerberin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan, und zu DGB-Chef Michael Sommer. Beide hatten vor sozialen Unruhen gewarnt.

BONN: Als Reaktion auf die Veröffentlichung einer streng vertraulichen Liste zu Vermögenswerten deutscher Banken hat die Finanzaufsicht BaFin die Staatsanwaltschaft München eingeschaltet. Man habe die Behörde gebeten, strafrechtliche Ermittlungen gegen Unbekannt aufzunehmen, teilte die BaFin mit. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte aus einem internen BaFin-Papier zitiert, wonach sich die Risiken von 17 Banken auf 816 Milliarden Euro summieren. Die Finanzkrise treffe die deutschen Banken deutlich stärker als bisher bekannt, so die Online-Ausgabe der "SZ". Die BaFin warnte ausdrücklich vor einer Fehlinterpretation. In die Aufstellung seien nicht nur toxische Wertpapiere eingeflossen. Die Liste lasse keinerlei Rückschlüsse auf die Bonität der Banken zu.

BERLIN: Bei der Deutschen Bahn will der Aufsichtsrat an diesem Samstag den früheren Daimler-Manager Rüdiger Grube zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellen. Grube soll sein Amt zum 1. Mai antreten. Als seine vorrangige Aufgabe bezeichnete er die lückenlose Aufklärung der Datenaffäre. Wegen dieser hatte der bisherige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn seinen Rücktritt erklärt. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge soll Mehdorn mit 4,9 Millionen Euro abgefunden werden.

REYKJAVIK: In Island wird ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen kann die amtierende rotgrüne Minderheitsregierung der sozialdemokratischen Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurdardóttir mit einer deutlichen absoluten Mehrheit rechnen. Wegen massiver Straßenproteste der Bevölkerung infolge der Finanzkrise war die große Koalition mit dem Konservativen Geir Haarde an der Spitze im Februar zurückgetreten. Seit dem Zusammenbruch der drei großen Banken des Landes im Oktober ist der Staat weit über seine Maßen verschuldet. Nur durch einen milliardenschweren Notkredit des IWF konnte die Lage stabilisiert werden.

PRETORIA: Die südafrikanische Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress ANC hat die Parlamentswahl vom Mittwoch klar gewonnen. Die angestrebte Zweidrittelmehrheit wird sie aber vermutlich knapp verfehlen. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen kommt der ANC auf 66,03 Prozent der Stimmen. Die größte Oppositionspartei Demokratische Allianz (DA) erzielte nach Angaben der Wahlkommission 16,54 Prozent. Die neue Partei Volkskongress (COPE) von Ex-Präsident Thabo Mbeki, die sich vergangenes Jahr vom ANC abgespalten hatte, errang 7,42 Prozent. ANC-Spitzenkandidat Jacob Zuma wird voraussichtlich Anfang Mai vom neuen Parlament zum Staatspräsidenten gewählt.

BONN: Der frühere tschechische Präsident Václav Havel ist mit dem Internationalen Demokratiepreis Bonn geehrt worden. Die Auszeichnung wurde erstmals vergeben. Havel sei "ein ganz Großer der europäischen Demokratiebewegung", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in seiner Laudatio. Man würdige den "couragierten Einsatz für Demokratie, Freiheit und Frieden" sowie für die deutsch-tschechische Versöhnung , erklärte Deutsche Welle-Intendant Erik Bettermann als Vorsitzender des preisverleihenden Vereins bei dem Festakt in Bonn. --- Der Internationale Demokratiepreis soll künftig mindestens alle zwei Jahre vergeben werden. Der Verein will damit an die historische Bedeutung Bonns als ehemalige Bundeshauptstadt erinnern.

BERLIN: Das Kriegsdrama "John Rabe" ist der große Sieger beim 59. Deutschen Filmpreis in Berlin. Der Streifen von Florian Gallenberger wurde zum besten deutschen Film gekürt und in drei weiteren Kategorien ausgezeichnet. Unter anderem bekam Ulrich Tukur die Goldene Lola als bester Hauptdarsteller. Als beste Schauspielerin wurde Ursula Werner für ihre Rolle als leidenschaftliche Seniorin in dem Film "Wolke 9" geehrt. - Begeistert gefeiert wurde der Träger des Ehrenpreises für hervorragende Verdienste um den deutschen Film, Vicco von Bülow, alias Loriot.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es ist überwiegend freundlich, nur in der Mitte und im Westen gibt es vereinzelt Wolken und Schauer. Höchstwerte zwischen 16 und 24 Grad.


Am Morgen meldeten:


Hamburg, Berlin und München: 12 Grad, wolkenlos;

Köln/Bonn und Dresden: 13 Grad, wolkenlos und

Frankfurt am Main: 13 Grad, wolkig.

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