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Nachrichten

Samstag, 24. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Mit einer Debatte über die Sozialpolitik setzen die Grünen ihren Bundesparteitag fort. Zur Abstimmung stehen ein Antrag des Bundesvorstands für eine Grundsicherung durch Weiterentwicklung von Hartz vier, aber auch ein Papier mehrerer Landesverbände, das auf ein Grundeinkommen für alle abzielt. Gestern hatte der Parteitag ein umfangreiches Programm zum Umwelt- und Klimaschutz verabschiedet.

HAMBURG: Die EU-Kommission will Autofirmen mit Strafzahlungen belegen, wenn sie gegen die neuen Klimaschutz-Vorgaben verstoßen. Andernfalls wäre das ganze System nicht glaubwürdig, sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso der 'Bild am Sonntag'. Barroso kündigte an, die EU-Kommission werde ihr Konzept noch vor Weihnachten vorlegen. Demnach dürften Neuwagen in Europa ab 2012 durchschnittlich nur noch 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen, erklärte er. Der EU-Kommissionschef zeigte zudem Sympathien für Bestrebungen, ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen.

CANBERRA: Bei den Parlamentswahlen in Australien sagen erste Nachwahlbefragungen einen Sieg des Kandidaten der Opposition, Kevin Rudd, voraus. In einer Umfrage für den privaten Fernsehsender Sky News sprachen sich 53 Prozent für die Labor-Partei aus, während 47 Prozent die regierende Koalition unter dem konservativen Premierminister John Howard weiter an der Macht sehen wollen. Demnach würde Howard sogar sein eigenes Mandat im Bezirk Bennelong in Sydney verlieren - und wäre damit der erste Regierungschef in 78 Jahren, dem diese Niederlage widerfährt. Rund 14 Millionen Australier sind zur Wahl aufgerufen. Es herrscht Wahlpflicht.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan sind nach Angaben des afghanischen Innenministeriums sechs Menschen getötet worden. Die meisten der Opfer sollen Kinder sein. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt, unter ihnen vier italienische Ingenieure. Den Angaben zufolge sprengte sich der Attentäter auf einer Brücke im Westen Kabuls inmitten einer Gruppe von Arbeitern in die Luft. Die Italiener führten Arbeiten an der Brücke aus.

BEIRUT: Mit Ablauf der Amtszeit des Syrien treuen Präsidenten Émile Lahoud ist der Libanon ohne Staatsoberhaupt. Lahoud wurde in Beirut mit militärischen Ehren verabschiedet, ohne dass sich Regierung und Opposition auf seinen Nachfolger geeinigt hätten. Es wird nun befürchtet, dass angesichts des Machtvakuums Unruhen ausbrechen. Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt hatte Lahoud die Verantwortung für die Sicherheit des Landes der Armee überlassen. Angesichts der angespannten Lage riefen die Europäische Union, die USA und die Vereinten Nationen alle Seiten zu Zurückhaltung und Kompromissbereitschaft auf.

ISLAMABAD: Bei zwei Selbstmordanschlägen auf Sicherheitskräfte sind in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi nach Angaben der Armee mindestens 15 Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Ein Attentäter zündete seinen Sprengsatz bei einem Kontrollposten am Hauptquartier der Armee. Der andere Attentäter steuerte sein Fahrzeug gegen einen Bus, der Mitarbeiter des Geheimdienstes ISI in die Zentrale bringen sollte.

TOKIO: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il hat einem japanischen Zeitungsbericht zufolge seinen zweitältesten Sohn auf einen wichtigen Parteiposten befördert und ihn damit zum ersten Kandidaten für seine Nachfolge gemacht. Der 65-jährige Kim habe Kim Jong Chol zum Vizechef einer Führungsabteilung der kommunistischen Partei ernannt, berichtet die japanische Zeitung "Mainichi Shimbun". Der Zeitung zufolge wird im Umfeld der nordkoreanischen Regierung vermutet, dass Kim seinen Sohn offiziell zum Nachfolger ernennt, wenn dieser 32 Jahre alt wird. In diesem Alter wurde er selbst von seinem Vater und Staatsgründer Kim Il Sung zum Nachfolger ernannt. Kim Jong Chol soll 26 Jahre alt sein. Kims ältester Sohn Jong Nam hatte 2001 für Aufsehen gesorgt, als er versuchte, mit einem gefälschten Ausweis nach Japan zu reisen. Er soll seitdem bei Kim in Ungnade gefallen sein.

BRÜSSEL: Die EU hat sich auf die Finanzierung des milliardenschweren Satelliten-Navigationssystems Galileo geeinigt. Das Geld dafür soll wie von der EU-Kommission vorgeschlagen aus nicht genutzten Mitteln aus anderen Haushaltsbereichen wie der Agrarförderung kommen. Deutschland, Großbritannien, Schweden, die Niederlande und Spanien waren gegen diesen Vorschlag, gaben ihren Widerstand im Laufe der Verhandlungen dann aber auf. Die Bundesregierung wies auf mögliche erhebliche Mehrbelastungen für die nationalen Haushalte hin. Das System soll 3,4 Milliarden Euro kosten, 2,4 Milliarden waren bisher nicht gedeckt.

FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifstreit bei der Bahn will die Konzernspitze der Lokführer-Gewerkschaft GDL offenbar entgegenkommen. Die "Rheinische Post" berichtet, die Lokführer sollten einen eigenständigen Tarifvertrag bekommen, der allerdings unter ein gemeinsames Tarif-Dach gestellt werde. Einschließlich aller Sonderzahlungen und Verbesserungen im Schichtdienst liege das neue Angebot bei über zehn Prozent. Die Gewerkschaft will am Montag über die Offerte beraten.

BERLIN: Nach dem Hungertod eines fünfjährigen Mädchens in Schwerin hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen deutliche Kritik am Vorgehen des zuständigen Jugendamtes geübt. Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Behörde vorschriftsmäßig gehandelt habe, sagte die CDU-Politikerin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die inzwischen in Untersuchungshaft sitzenden Eltern seien als auffällig bekannt gewesen. Da hätte man nachhaken müssen, sagte die Ministerin. Die Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Heide Simonis, unterstützte die Forderung, verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen von Kindern einzuführen.

BUENOS AIRES: 15 Stunden nach der Kollision mit einem Eisberg ist das Kreuzfahrtschiff 'Explorer' südlich von Argentinien in der Antarktis gesunken. Die 100 Passagiere und 54 Besatzungsmitglieder hatten nach dem Zusammenstoß Rettungsboote bestiegen. Später wurden sie weitgehend unversehrt von einem norwegischen Kreuzfahrtschiff in der Nähe der Südlichen Shetlandinseln aufgenommen und an Land gebracht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Norden wolkig mit Aufheiterungen, sonst immer wieder etwas Regen. Höchsttemperaturen zwei bis acht Grad.

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