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Nachrichten

Samstag, 24. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die Ergebnisse der europäischen Banken-Tests sind international mit Erleichterung aufgenommen worden. Der Chef des Internationalen Währungsfonds, Strauss-Kahn, sprach von einem wichtigen Schritt zu mehr Marktvertrauen. Der US-Finanzminister Geithner erklärte, damit habe Europa einen bedeutenden Beitrag zur Transparenz der Geldhäuser geleistet. Der deutsche Ressortchef Schäuble nannte das Ergebnis "ein positives Signal". Er betonte, bei der einzigen im Test durchgefallenen deutschen Bank, der Hypo Real Estate, habe man eine inzwischen eingeleitete Neustrukturierung noch nicht berücksichtigen können. Analysiert wurden insgesamt 14 deutsche Banken. Einige deutsche Geldhäuser bestanden den sogenannten Stress-Test nur knapp, darunter mehrere Landesbanken und die Postbank.

WASHINGTON: Die Zahl der Bankpleiten in den USA in diesem Jahr hat die Marke von 100 überschritten. Der Einlagensicherungsfonds übernahm nach eigenen Angaben sieben Geldinstitute in den Staaten Georgia, Florida, South Carolina, Kansas, Nevada, Minnesota und Oregon. Damit gingen seit Jahresbeginn 103 Banken in Konkurs. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 140.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat vor dem am Sonntag geplanten Seemanöver der US-Streitkräfte mit Südkorea seine Kriegsrhetorik verschärft. Die Nationale Verteidigungskommission drohte damit, den Militärübungen in Südkorea mit den Mitteln der "atomaren Abschreckung" zu begegnen. Die Regierung in Pjöngjang sei zu einem "heiligen Krieg" bereit. Seitens der US-Regierung hieß es, man sei nicht an einem Krieg der Worte interessiert. Nötig seien jetzt konstruktive Verhaltensweisen.

NEW ORLEANS: Rund drei Monate nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko sind neue Vorwürfe gegen den Betreiber bekannt geworden. Nach Darstellung eines Elektrotechnikers soll damals ein Notalarm mit Absicht abgestellt worden sein. Dies sei üblich gewesen, um die Arbeiter nicht bei Fehlalarm zu wecken. Ein Signalton hätte aber die aufsteigende gefährliche Gaswolke melden können, so der Techniker. Bei dem Unglück am 20. April waren elf Arbeiter ums Leben gekommen.

BERLIN: Die Internationale Energie-Agentur hat angesichts der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko eine stärkere Überwachung der Ölkonzerne gefordert. Eine bessere staatliche Regulierung der Ölindustrie sei möglich und überaus nötig, sagte der Chefökonom der Agentur, Birol, der "Berliner Zeitung". Er sprach sich dennoch für neue Tiefseeprojekte aus. Ein großer Teil der neuen Ölquellen lägen unter dem Meer. Ohne die Erschließung neuer Tiefseevorkommen steige die Abhängigkeit von "sehr wenigen Staaten im Nahen Osten", die über "enorme Vorräte" verfügten. Das habe Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit.

BUENOS AIRES: In der schweren diplomatischen Krise zwischen Venezuela und Kolumbien vermittelt die Union Südamerikanischer Nationen. Nach Medienberichten will der Generalsekretär der Staatenorganisation, Kirchner, Anfang August beide Länder besuchen. Unterdessen stellten die USA sich nochmals hinter Kolumbien. Die Vorwürfe, Venezuela beherberge 1500 kolumbianische Rebellen, müssten "sehr ernst" genommen werden, sagte US-Außenamtssprecher Crowley.

ISLAMABAD: Bei einem US-Raketenangriff auf einen mutmaßlichen Rebellenstützpunkt im Nordwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 16 Aufständische getötet worden. In der von den Taliban beherrschten Krisenregion Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan habe der Angriff militanten Islamisten in einem Unterstand gegolten. Aus den Trümmern seien auch mehrere Verletzte geborgen worden.

ABIDJAN: Der Ministerpräsident der Elfenbeinküste hat seinen Rücktritt als Chef der größten Rebellenbewegung des Landes angekündigt. Guillaume Soro erklärte, er wolle sich auf die Organisation der seit langem verschobenen Präsidentenwahl konzentrieren. Die Rebellen der Forces Nouvelles hatten sich nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens mit Staatspräsident Gbagbo 2007 bereiterklärt, sich an der Regierung zu beteiligen. Teil der Vereinbarung war, dass Soro zum Ministerpräsidenten ernannt wurde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten häufigere, örtlich unwetterartige Regengüsse, in den übrigen Gebieten wechselnd bewölkt mit Schauern. Höchstwerte 14 bis 24 Grad.

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