1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 24. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Der neue US-Präsident Barack Obama hat die oppositionellen Republikaner eindringlich aufgerufen, sein geplantes 825 Milliarden Dollar umfassendes Konjunkturpaket zu unterstützen. Die USA durchlebten eine beispiellose Wirtschaftskrise, gegen die schnell etwas unternommen werden müsse, erklärte Obama bei einem Treffen mit führenden Kongressvertretern im Weißen Haus. Die Republikaner verlangen wesentliche Änderungen an dem Konjunkturpaket, das Obama bis Mitte Februar durch den Kongress bringen will. Der Oppositionsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, betonte, beim Kampf gegen die Wirtschaftskrise müssten Steuersenkungen und Hilfen für überschuldete Hauskäufer eine größere Rolle spielen. Vor allem aber sei Obamas Konjunkturpaket zu teuer.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat den Vereinten Nationen seine volle Unterstützung zugesichert. Im Kampf gegen Klimawandel, Armut und Terrorismus sollten beide Seiten wirkungsvoll zusammenarbeiten, sagte Obama in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Nach Angaben des Weißen Hauses erörterten Ban und Obama auch Möglichkeiten, die Arbeit der Staatenorganisation effektiver zu gestalten. - Die chinesische Regierung bekräftigte laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua ihren Willen zur Stärkung der Beziehungen zu den USA.

NEW YORK: Die derzeit 18 Friedensmissionen der Vereinten Nationen haben die Völkergemeinschaft nach Darstellung des zuständigen Koordinators an die Grenze der Belastbarkeit geführt. Inzwischen seien weltweit 113.000 Soldaten, Polizisten und zivile Beobachter für die UN im Einsatz, teilte der Leiter der Friedensmissionen, Alain Le Roy, in New York mit. Zugleich warnte er im Weltsicherheitsrat vor einem Scheitern wichtiger UN-Missionen. Gefährdet seien vor allem die Einsätze im Kongo und in der sudanesischen Krisenregion Darfur.

KÖLN/BRÜSSEL: Die Europäische Union hat Israel aufgefordert, alle Grenzen zum Gazastreifen zu öffnen. Das Wichtigste sei jetzt, dass die 1,5 Millionen Bewohner mit dem Notwendigsten versorgt würden, sagte EU-Chefdiplomat Javier Solana dem Deutschlandfunk in Köln. Die EU will nach seinen Worten möglichst rasch den Wiederaufbau in dem Palästinensergebiet unterstützen, lehnt eine direkte Zusammenarbeit mit der dort herrschenden radikal-islamischen Hamas aber ab. Solana plädierte für eine internationale Untersuchung der dreiwöchigen Angriffe Israels im Gazastreifen, um zu klären, ob Kriegsverbrechen begangen wurden. - Frankreich schickte zur Unterstützung der Waffenruhe eine Fregatte vor die Küste des Gazastreifens. Insbesondere geht es um die Unterbindung des Waffenschmuggels an die Hamas, wie das Präsidialamt in Paris mitteilte.

WASHINGTON: Der angeschlagene US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac benötigt weitere 30 bis 35 Milliarden Dollar an Staatshilfen. Ein entsprechender Fehlbetrag ergebe sich nach vorläufigen Berechnungen aus den Verlusten im letzten Quartal 2008, teilte das Unternehmen mit. Freddie Mac hatte bereits im vergangenen Jahr fast 14 Milliarden Dollar erhalten, um den massiven Ausfall von Immobilienkrediten verkraften zu können. Um einen völligen Kollaps des US-Hypothekenmarkts zu verhindern, waren Freddie Mac und das ebenfalls in Schieflage geratene Institut Fannie Mae im September unter staatliche Kontrolle gestellt worden.

LISSABON: Die portugiesische Regierung hat angekündigt, sie werde sich trotz des Insolvenzantrags des Speicherchipherstellers Qimonda um den Erhalt des Werks nahe der Stadt Porto einsetzen. Ministerpräsident José Socrates sagte, seine Regierung werde ihr Möglichstes tun, um dessen Schließung zu verhindern. Das Werk mit 2.000 Beschäftigten sei wichtig für den Export und den Arbeitsmarkt. Die Infineon-Tocher Qimonda hatte am Freitag Insolvenzantrag beim Amtsgericht München gestellt. Verhandlungen über einen neuen Kredit über rund 300 Millionen Euro waren gescheitert. Der Speicherchiphersteller mit weltweit etwa 12.000 Beschäftigten hat Werke in Dresden, München und Porto.

MÜNCHEN: Der Siemens-Konzern will künftig gemeinsam mit Konkurrenzunternehmen gegen Korruption vorgehen. Dies teilte das zuständige Vorstandsmitglied Peter Solmssen in einem Interview der 'Süddeutschen Zeitung' mit. Danach will Siemens mit dem US-Konkurrenten General Electric und dem niederländischen Philips-Konzern gemeinsame Regeln für Geschäfte aufstellen. Auch sollten sich die Firmen gegenseitig überwachen.

DORTMUND: Die Grünen haben ihren Europa-Parteitag in Dortmund fortgesetzt. An diesem zweiten Tag stehen zunächst die Programmberatungen für die Wahl zum Europaparlament Anfang Juni an. Knapp 600 Änderungsanträge an dem Europa-Wahlprogramm zeigen nach Ansicht der Parteispitze, dass sich die Grünen intensiv mit dieser Wahl auseinandersetzen wollen. Am Nachmittag dann soll die Kandidatenliste für die Europawahl verabschiedet werden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Frauen in Deutschland aufgerufen, sich stärker in der Politik zu engagieren. Frauen machten von ihrem Wahlrecht heute fast so häufig Gebrauch wie Männer. Gehe es jedoch um politische Mandate, seien Frauen immer noch unterrepräsentiert, sagte Merkel in ihrer am Samstag veröffentlichten Video-Internetbotschaft. Im Bundestag habe sich der Frauenanteil auf 30 Prozent inzwischen verdreifacht. Viel Nachholbedarf gebe es noch in den Kommunen und in den Landtagen. Anlässlich des 90. Jahrestags des Frauenwahlrechts in Deutschland hat die Kanzlerin für Montag zu einer Festveranstaltung ins Kanzleramt nach Berlin geladen.

BRÜSSEL: Ein Untersuchungsrichter im belgischen Dendermonde hat Haftbefehl gegen den 20 Jahre alten Mann erlassen, der am Freitag ein Blutbad in einem Kindergarten der Stadt angerichtet hatte. Die Haft wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen dreifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs angeordnet. Der Täter hatte zwei Kleinkinder und eine Erzieherin erstochen. In den ersten Vernehmungen verweigerte er die Aussage. Laut Behörden stand er zur Tatzeit nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.

NEW YORK: Gut eine Woche nach der spektakulären Notwasserung einer Airbus-Passagiermaschine auf dem Hudson haben Spezialisten das zweite Triebwerk des Flugzeugs aus dem Fluss geborgen. Experten begannen anschließend mit der Untersuchung. Das andere Triebwerk war am Mittwoch von Tauchern entdeckt worden. Bei der Überprüfung wurden Federreste gefunden. Nach Angaben des Pilioten war die Maschine kurz nach dem Start in New York in einen Vogelschwarm geraten. Beide Triebwerke fielen aus. Die spektakuläre Notwasserung auf dem Hudson überlebten alle 155 Menschen an Bord.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig, in der Mitte und im Südwesten auch Auflockerungen. Tageswerte zwischen ein und sieben Grad.

Audio und Video zum Thema