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Nachrichten

Samstag, 24. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

ROM: In der italienischen Regierungskrise will Staatspräsident Giorgio Napolitano an diesem Samstag eine Entscheidung treffen. Als wahrscheinlichste Lösung gilt eine Neuauflage der Mitte-Links- Regierung des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Romano Prodi. Spitzenvertreter aller Koalitionsparteien betonten nach Gesprächen mit Napolitano, dass sie ein von Prodi vorgelegtes Zwölf-Punkte- Programm unterstützen, das als Grundlage für die Fortsetzung der Koalition dienen soll. Darin wird Prodi vor allem in der Außenpolitik ein großer Entscheidungsspielraum eingeräumt.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die angestrebte Ächtung von Streubomben begrüßt. Da jeder Streubombeneinsatz schreckliche Folgen für die Zivilbevölkerung habe, müssten diese letztlich vollständig abgeschafft werden. Die USA hingegen wiesen die Forderung der Osloer Konferenz zurück. Als militärische Option solle an diesen Waffen festgehalten werden, teilte das Außenministerium in Washington mit. Ebenso wie Israel, Russland und China hatten die USA an der Tagung gar nicht erst teilgenommen. Die vier Staaten gelten als führende Produzenten dieser Waffenart. Zum Abschluss der zweitägigen Konferenz in Norwegen hatten sich am Freitag 46 von 49 Teilnehmerstaaten für ein bindendes Verbot von Streubomben ausgesprochen. Ein entsprechender Vertrag soll Einsatz, Produktion, Handel und Lagerung dieser Waffen ab 2008 untersagen.

WIEN: Nach dem Einlenken Nordkoreas im Atomstreit hat das kommunistische Land den Chef der Internationalen Atomenergie- Behörde, Mohammed ElBaradei, zu Gesprächen nach Pjöngjang eingeladen. Er habe die Einladung angenommen und werde bereits in Kürze nach Nordkorea reisen, teilte ElBaradei nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Wien mit. Eine Zusammenarbeit mit der Atombehörde gilt als erster Schritt für eine Rückkehr Nordkoreas in den Atomwaffensperrvertrag. Die Führung in Pjöngjang hatte vergangene Woche zugesichert, ihr Atomprogramm im Gegenzug für umfangreiche Energie- und Wirtschaftshilfen aufzugeben.

SYDNEY: Die USA schließen im Konflikt um das Atomprogramm des Iran weiterhin auch einen Militärschlag nicht aus. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Australiens Regierungschef John Howard sagte US-Vizepräsident Dick Cheney, es wäre ein schwerer Fehler, wenn der Iran eine Atommacht würde. Die US-Regierung werde versuchen, dies mit friedlichen Mitteln zu verhindern, halte sich jedoch alle Optionen offen. Die Führung in Teheran hatte die vom Weltsicherheitsrat gesetzte Frist zur Einstellung der Uran- Anreicherung ignoriert. Nun drohen dem Iran neue Sanktionen.

GAZA-STADT: Ungeachtet der Einigung von Hamas und Fatah auf eine palästinensische Einheitsregierung, dauern die Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Lager an. Bei neuen Gefechten der rivalisierenden Gruppen wurden im Gazastreifen mindestens fünf Palästinenser getötet und mehrere weitere zum Teil schwer verletzt. Im Kugelhagel starb auch ein unbeteiligter Zivilist. Zum Abschluss seiner Europareise wird Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Frankreich erwartet. Mit Präsident Jacques Chirac will er unter anderem über die geplante palästinensische Regierung der Nationalen Einheit sprechen.

DÜSSELDORF: Im Süden Afghanistans kommen demnächst möglicherweise modernste Kampfpanzer der Bundeswehr zum Einsatz. Wie die 'Rheinische Post' berichtet, steht die Bundesregierung einer entsprechenden Anfrage Kanadas positiv gegenüber. Die kanadische Regierung hat dem Bericht zufolge darum gebeten, Panzer vom Typ Leopard mit verstärktem Minenschutz für den Kampf der NATO-geführten Afghanistan-Truppe ISAF gegen die Taliban zur Verfügung zu stellen.

BRÜSSEL: EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou fordert von Deutschland langfristig die Einführung eines kompletten Rauchverbots. Der 'Bild am Sonntag' sagte er, nur ein Verbot ohne Ausnahmen biete den effektivsten Gesundheitsschutz und sei am einfachsten durchzusetzen. Es sei in Ordnung, dass manche EU-Staaten nur schrittweise vorgingen, solange sie das Ziel im Auge behielten, ein rauchfreies Europa zu schaffen. Am Freitag hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern auf ein Rauchverbot in Gaststätten, Diskotheken und öffentlichen Gebäuden verständigt. Die Entscheidung müssen nun die Ministerpräsidenten fällen.

LONDON: Bei einem Zugunglück im Nordwesten Großbritanniens ist eine Frau ums Leben gekommen. Mindestens fünf Menschen wurden schwer verletzt, als der Zug auf dem Weg von London nach Glasgow in der Grafschaft Cumbria entgleiste. Mehrere Waggons stürzten eine Böschung hinab. Einige Passagiere konnten von Bergungsmannschaften erst nach Stunden aus dem Zug geborgen werden. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar.

SOFIA: Fünf bulgarische Frachtfluglinien dürfen vorerst nicht mehr Ziele in anderen EU-Staaten ansteuern. Das entschied das Verkehrsministerium in Sofia. Es kam damit offenbar einem Beschluss der Europäischen Union zuvor, die die Fluglinien wegen erheblicher Sicherheitsmängel auf eine schwarze Liste setzen wollte. Betroffen sind die Gesellschaften Air Sofia, Heli Air, Scorpion Air, Vega Airlines und Bright Aviation.

ZUM SPORT: Deutschlands Athleten haben bei der nordischen Ski-Weltmeisterschaft in der japanischen Stadt Sapporo einen Doppelsieg im Langlauf errungen. Axel Teichmann gewann die Goldmedaille vor Tobias Angerer in der Doppelverfolgung über 30 Kilometer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen aufkommender Regen, im Osten noch trocken. Tageswerte zwischen fünf und elf Grad, in Vorpommern kälter.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 24.02.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9ukv
  • Datum 24.02.2007
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