1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 23. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BEIRUT: Die libanesische Armee hat erstmals an der Grenze zu Israel Stellungen bezogen. Unterstützt von UN-Blauhelmsoldaten rückten die rund 200 Soldaten zur so genannten Blauen Linie vor, die als Grenze zwischen beiden Staaten gilt. Die Truppenstationierung war eine Bedingung Israels für eine Beendigung der Offensive gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon. Am Freitag hatte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah bei seinem ersten öffentlichen Auftritt vor hunderttausenden Anhängern eine Entwaffnung der Miliz abgelehnt. Er gab an, diese verfüge über mehr als 20.000 Raketen.

BAGDAD: Im Irak ist der Anführer der Extremistengruppe Ansar el-Sunna festgenommen worden. Das staatliche Fernsehen berichtet, Muntasir el-Dschiburi sei in Mukdadiya, etwa 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt, gestellt worden. Die Gruppe, die Verbindungen zum El Kaida-Terrornetzwerk unterhält, wird für zahlreiche Morde und Anschläge im Land verantwortlich gemacht. Bei einer Bombenexplosion an einer Tankstelle in Sadr-City, dem Schiitenviertel Bagdads kamen mindestens 30 Menschen ums Leben, etwa 30 weitere wurden verletzt.

NEW YORK: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Iran aufgerufen, seine Hinhaltetaktik im Atomstreit zu beenden. In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung sagte Steinmeier, niemand wolle dem Land das Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie verweigern noch es isolieren. Aber die Lösung des Atomkonflikts sei nötig für Stabilität und Frieden im gesamten Mittleren Osten.

HANNOVER: Die Ursache für das schwere Transrapid-Unglück auf der Teststrecke in Niedersachsen ist nach wie vor unklar. Während die Staatsanwaltschaft Osnabrück in Richtung menschliches Versagen ermittelt, sieht die Transrapid-Betreibergesellschaft noch viele Fragen offen. An diesem Samstag wird Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Unglücksstelle bei Lathen im Emsland aufsuchen. Die Magnetschwebebahn war am Freitagmorgen mit einer Geschwindigkeit von 170 Stundenkilometern auf einen Werkstattwagen geprallt. Dabei kamen 23 Menschen ums Leben, zehn Menschen überlebten die Katastrophe verletzt. Alle Opfer konnten inzwischen aus den Zugtrümmern geborgen werden.

BERLIN: In Deutschland dauert die Debatte über ein neues Verfahren zum Verbot der rechtsextremen NPD an. Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) sprach sich gegen ein solches Verfahren aus, weil es der NPD eine Märtyrerrolle verschaffen könne. Vielmehr müsse sich die Gesellschaft mit den Ursachen des Rechtsextremismus auseinander setzen. Kritisch äußerte sich auch Generalbundesanwältin Monika Harms. Sie warf den großen Parteien vor, sich um manche Probleme nicht ausreichend zu kümmern, was auch zum Erstarken der NPD geführt habe. Dagegen plädierte SPD-Fraktionschef Peter Struck für ein neues Verbotsverfahren. Struck wies darauf hin, dass das erste Verfahren 2003 nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern an Verfahrensfehlern gescheitert sei. Die Diskussion über ein NPD-Verbot verstärkte sich wieder nach dem Wahlerfolg der Partei in Mecklenburg-Vorpommern.

SAARBRÜCKEN: Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hat nach eigenen Worten die Hoffnung auf eine grundlegende Gesundheitsreform aufgegeben. Dafür seien die Positionen zwischen Union und SPD zu verschieden, sagte Müller in einem Zeitungsinterview. Ziel der Bemühungem müsse nun ein vernünftiges Gesetz sein, das wenigstens für einige Jahre trage. Der sächsische Regierungschef Georg Milbradt (ebenfalls CDU) verlangte, das Gesundheitsreform-Gesetz so schnell wie möglich zu verabschieden. Andernfalls müssten die Krankenkassenbeiträge stark steigen. Bei einem Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Kurt Beck zur Gesundheitsreform am Freitag hatte es keine Fortschritte gegeben. Umstritten ist vor allem die Höhe der geplanten Zusatzbeiträge für gesetzlich Krankenversicherte.

BANGKOK: In Thailand hat die neue Militärjunta darüber beraten, wer die neue Übergangsregierung führen soll. Ein Sprecher sagte, mehr als fünf Kandidaten stünden zur Diskussion. Darunter sind der vom gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra entlassene Chef der Zentralbank des Landes, Chatu Mongol Sonakul, sowie der frühere Chef der Welthandelsorganisation, Supachai Panitchpakdi. Die Militärs hatten eine Übergangsverfassung und -regierung bis zu Neuwahlen im kommenden Jahr angekündigt. Sie hatten sich am Dienstag an die Macht geputscht. Gestern erhielten sie von König Bhumibol den Auftrag zur Regierungsbildung.

BUDAPEST: In Ungarn sollen an diesem Samstag trotz einer abgesagten Massenkundgebung wieder Proteste gegen Regierungschef Ferenc Gyurcsany stattfinden. Das kündigten Gegner des Regierungschefs an. Die oppositionelle Fidesz-Partei hatte wegen Sicherheitsbedenken eine für diesen Samstag in Budapest geplante Massenkundgebung abgesagt. Auch in der vergangenen Nacht forderten in Budapest und anderen Städten wieder mehr als zehntausend Menschen den Rücktritt Gyurcsanys.

ZUM SPORT: Borussia Mönchengladbach hat zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Im West-Derby gegen Borussia Dortmund setzten sich die Gladbacher am Freitagabend mit 1:0 durch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig und trocken. Nur im Westen und Nordwesten Wolkenfelder und gebietsweise etwas Regen. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 28 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 23.09.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/99ix
  • Datum 23.09.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/99ix