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Nachrichten

Samstag, 23. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KYONGJU: Die Gruppe der 20 einflussreichsten Wirtschaftsmächte - G20 - hat sich auf einen als "historisch" bewerteten Umbau des Internationalen Währungsfonds (IWF) geeinigt. Die boomenden Volkswirtschaften wie China und Indien werden mehr Einfluss erhalten, vor allem westliche Industrieländer geben Machtpositionen zugunsten der Schwellenländer auf. Beim G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs im südkoreanischen Kyongju wurde damit die größte Reform des IWF seit seiner Gründung vor 60 Jahren auf den Weg gebracht. - Im drohenden Währungskonflikt blieb es zum Abschluss des Treffens bei einem allgemeinen Bekenntnis zu marktorientierten Wechselkursen und gegen einen Abwertungswettlauf.

WASHINGTON: Die jüngsten von der Internetplattform "Wikileaks" veröffentlichten Geheimpapiere belegen unter anderem Folterungen in irakischen Gefängnissen mit Duldung der USA und illustrieren eine zunehmende Hilflosigkeit der hochgerüsteten amerikanischen Armee in den vergangenen Jahren. Das US-Außenministerium und das Pentagon verurteilten die Veröffentlichung von knapp 400.000 Feldberichten zum Irak-Krieg aus der Zeit von 2004 bis 2009 und verlangten, die Dokumente umgehend aus dem Netz zu nehmen. Laut diesen internen Protokollen haben die USA über Misshandlungen von Häftlingen durch irakische Polizisten und Soldaten Bescheid gewusst, diese Vorfälle aber meist ignoriert. Die Unterlagen dokumentieren zum Beispiel auch, dass an Staßensperren mit US-Soldaten hunderte irakische Zivilisten getötet wurden, oft durch Missverständnisse.

PARIS: Der französische Senat hat ungeachtet wochenlanger Massenproteste die Rentenreform der Regierung von Präsident Sarkozy gebilligt. Der Gesetzentwurf muss nun noch in einem Vermittlungsausschuss von Nationalversammlung und Senat behandelt werden und soll dann in der kommenden Woche endgültig beschlossen werden. Die Reform sieht im Kern die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 62 Jahre vor. - Die Gewerkschaften kündigten weitere Proteste an. Durch die Streiks und Blockaden gibt es in Frankreich weiterhin Engpässe bei der Benzinversorgung.

MANAMA: Nach monatelangen politischen Spannungen wird in der Golf-Monarchie Bahrain ein neues Parlament gewählt. Die herrschende sunnitische Minderheit des arabischen Inselstaats war im Vorfeld hart gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit vorgegangen, die für mehr Rechte und Einfluss kämpft. --- Rund 300.000 Bürger sind aufgerufen noch über 35 der 40 Parlamentssitze zu entscheiden. Es bewerben sich 127 Kandidaten, darunter acht Frauen.

BERLIN: Die Bundesregierung will jungen Frauen, die in Deutschland aufgewachsen sind und in der Heimat ihrer Eltern zwangsverheiratet werden, ein Rückkehrrecht ermöglichen. Dies kündigte die Staatsministerin für Integration, Böhmer, im "Hamburger Abendblatt" an.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti sind bislang fast 200 Menschen durch die Cholera ums Leben gekommen. Mehr als 2.300 Menschen seien infiziert, teilte eine Sprecherin des UN-Koordinationsbüros für humanitäre Hilfe mit. Hilfsorganisationen bemühen sich, rasch Ärzte und Medikamente in die betroffenen Gebiete zu bringen. Befürchtet wird insbesondere, dass die Epidemie die Flüchtlingslager außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince erreichen könnte, in denen Hunderttausende Opfer des schweren Erdbebens vom Januar leben.

BANGKOK: Bei den Überschwemmungen in Thailand sind bislang mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Nach den tagelangen heftigen Monsunregen sind in 30 von 76 Provinzen vor allem in Zentral- und Nordwest-Thailand Hunderttausende von den Überflutungen betroffen. In der Hauptstadt Bangkok droht der Fluss Chao Phraya über die Ufer zu treten. - Der Taifun "Megi" ist im Südosten Chinas mit Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern auf das Festland geprallt. Fast 300.000 Menschen wurden nach amtlichen Angaben in der Küstenregion in Sicherheit gebracht. Zuvor war "Megi" über Taiwan hinweggefegt. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und im Norden stark bewölkt, in der Mitte heiter. Im Tagesverlauf von Nordwesten Wolkenzunahme und bis zum Abend in der Westhälfte Regen. Tagestemperaturen acht bis 16 Grad Celsius.

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