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Nachrichten

Samstag, 23. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Staatsanwaltschaft hat einem Zeitungsbericht zufolge im Steuerhinterziehungsskandal eine zweite Bank in Liechtenstein im Visier. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Justizkreise berichtet, befinden sich im Besitz der Ermittler Unterlagen mit Kundendaten eines weiteren Kreditinstituts in dem Fürstentum. Die Bochumer Oberstaatsanwaltschaft bestätigte dem Blatt gegenüber die Ermittlungen, ohne Angaben dazu zu machen, um welche Bank es sich handelt. Es soll sich jedoch nicht um die Liechtensteinische Landesbank handeln. Bisher war nur bekannt, dass die Fahnder über eine Datei mit Kundendaten des Bankhauses LGT verfügen. Mit den Informationen sollen hunderte mutmaßliche Steuerbetrüger aus Deutschland überführt werden können.

BRÜSSEL: Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat Deutschland aufgerufen, auf dem Balkan weiter eine Schlüsselrolle zu spielen. Der 'Bild am Sonntag' sagte er, solange das Kosovo noch nicht alleine für seine Sicherheit sorgen könne, sei Deutschlands Beitrag zur Kosovo-Stabilisierungstruppe KFOR sehr wichtig. Auch der Beitrag zum zivilen Aufbau des inzwischen unabhängigen Staates durch die Entsendung von Polizisten und Juristen sei ebenso wichtig wie das starke Engagement deutscher Firmen im westlichen Balkan. Die USA zogen inzwischen nach der Inbrandsetzung ihrer Botschaft in Belgrad am Donnerstag etwa 90 Mitarbeiter und Familienangehörige aus der serbischen Hauptstadt ab. Der Botschafter selbst sowie weitere hochrangige Diplomaten bleiben jedoch.

BERLIN: Die Bundesregierung hat Serbien-Reisende nach den gewalttätigen Ausschreitungen gegen Botschaften und ausländische Unternehmen in dem Land zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen. Deutsche Staatsangehörige sollten Menschenansammlungen nach Möglichkeit meiden, heißt es im Reisehinweis des Auswärtigen Amtes. Unter Umständen könne es geboten sein, sich nicht als Ausländer zu erkennen zu geben.

MÜNCHEN: Im Rahmen des Konzernumbaus will Siemens weitere Arbeitsplätze in Deutschland abbauen, vor allem in seiner Telefonanlagen-Sparte Enterprise Networks SEN. Dort sollen rund 3.000 Stellen gestrichen werden, das wäre etwa die Hälfte der dortigen Belegschaft. Unternehmenssprecher bestätigten entsprechende Zeitungsberichte. Einzelheiten sollen in der nächsten Woche bekannt gegeben werden. Dem Vernehmen nach betrifft der Job-Abbau in erster Linie Verwaltung und Produktion. Siemens sucht bereits seit längerem einen Käufer für seine Telefonanlagen Sparte. Die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' schreibt, die Kosten von SEN lägen 30 bis 40 Prozent über denen der wichtigsten Konkurrenten wie Cisco, Nortel oder Avaxa.

WASHINGTON: Die USA drängen nach dem neuen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO über das Atomprogramm des Iran auf weitere Sanktionen gegen das islamische Land. Außenministerin Condoleezza Rice sagte, nach dem Bericht gebe es gute Gründe, im UN-Sicherheitsrat eine dritte Resolution zu verabschieden. Einen Entwurf dafür haben Frankreich und Großbritannien am Donnerstag im Sicherheitsrat vorgelegt. - Die IAEO wirft dem Iran in ihrem Bericht vor, weiterhin nicht vollständig über sein Atomprogramm zu informieren. Zudem halte der Iran an der Anreicherung von Uran fest. - Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Kernenergie an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran bestreitet dies.

WASHINGTON: Die USA billigen nach den Worten von Außenministerin Condoleezza Rice die türkische Offensive gegen Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei PKK im Norden des Irak. Die PKK sei ein gemeinsamer Feind der USA und der Türkei sowie des irakischen Volkes. Allerdings, so Rice, müsse die türkische Regierung dafür Sorge tragen, die politische Lage im Irak nicht zu destabilisieren. Seit dem Beginn der Offensive am Donnerstagabend sind nach türkischen Militärangaben mindestens 44 PKK-Kämpfer getötet worden. Mit Unterstützung von Kampfhubschraubern waren türkische Truppen in den Norden des Irak eingedrungen und hatten in einem Grenzstreifen rund 100 Kilometer östlich der türkischen Stadt Cizre mutmaßliche PKK-Stellungen angegriffen.

COLOMBO: Fast 20 Menschen sind verletzt worden, als in einem Bus in einem Vorort der srilankischen Hauptstadt Colombo eine Bombe hochging. Es gab nach Militärangaben keine Toten, weil die Passagiere wegen eines verdächtigen Paketes den Bus kurz vor der Explosion verlassen hatten. Die Polizei vermutet tamilische Rebellen hinter dem Anschlag. Seit dem Ende des Waffenstillstands zwischen Regierung und Rebellen im Januar ist die Gewalt zwischen beiden Seiten weiter eskaliert. Regierungstruppen verzeichnen seitdem einige militärische Gewinne vor allem im Osten des Landes. Die Rebellen ihrerseits verübten zahlreiche Selbstmord- sowie Bombenanschläge.

NEW YORK: Ein Schneesturm und Eisregen haben in der US-Metropole zu einem Verkehrschaos geführt. Auf den drei New Yorker Flughäfen mussten rund 800 Flüge gestrichen werden. Auf vereisten Straßen brach der Verkehr streckenweise völlig zusammen. - Ein Sturmtief über der Ostsee hat zu massiven Beeinträchtigungen des Fährverkehrs geführt. In Schweden brach die Stromversorgung für rund 75.000 Haushalte zusammen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südwesten zeitweise heiter. Sonst überwiegend stark bewölkt und im Norden etwas Regen. Höchstwerte zwischen acht Grad an der Ostsee und bis zu 16 Grad am Oberrhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, stark bewölkt ;
Berlin und Dresden: 7 Grad, leicht bewölkt ;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 8 Grad, wolkig und
München: 9 Grad, stark bewölkt.

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