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Nachrichten

Samstag, 22. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben den Druck auf die Konfliktparteien im Sudan erhöht. Bei einer Konferenz unter gemeinsamer Leitung von UN und Afrikanischer Union forderten die Teilnehmer aus 26 Staaten die Regierung in Khartum eindringlich auf, die geplante Friedensmission in der Krisenregion rückhaltlos zu unterstützen. An die Rebellengruppen erging unter Androhung von Sanktionen die Aufforderung, an der Friedenskonferenz am 27. Oktober in Tripolis teilzunehmen. Meinungsverschiedenheiten gibt es weiterhin über die Zusammensetzung der 26.000 Mann starken Friedenstruppen aus Vereinten Nationen und Afrikanischer Union. Die USA und Großbritannien fordern die Beteiligung auch nicht-afrikanischer Soldaten. Das lehnt der Sudan nach wie vor ab.- Die UN-Friedenstruppe soll die mit 7.000 Mann sehr viel kleinere Friedenstruppe der Afrikanischen Union ablösen.- In dem bewaffneten Konflikt in der Region sind nach UN-Angaben bisher mindestens 200.000 Menschen getötet worden.

MONTRÉAL: Die UN-Umweltkonferenz im kanadischen Montréal hat einen Durchbruch zum Schutz der Ozonschicht erzielt. Vertreter von 191 Staaten einigten sich unter der Schirmherrschaft des UN-Umweltprogramms UNEP darauf, erheblich früher auf die als Ozonkiller bekannten Fluorkohlenwasserstoffe FCKW verzichten zu wollen, als bisher vereinbart. Die Industrienationen wollen danach bereits 2020, die Entwicklungsländer 2030 den Ausstieg aus den FCKW-Gebrauch umsetzen. Im Zeitplan des so genannten Montréal-Protokolls aus dem Jahre 1987 waren die Jahre 2030 und 2040 vorgesehen. Der kanadische Umweltminister Jon Baird sprach von einer historischen Nacht. Die Verhandlungsführerin der Europäischen Union, Marianne Wennig, sagte, die Übereinkunft sei ein entscheidender Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.

TEHERAN: Der Iran hat trotz des wachsenden internationalen Drucks Stärke demonstriert. Bei einer Parade zur Erinnerung an den Ausbruch des Krieges gegen den Irak vor 27 Jahren wurde die neue Rakete 'Ghadr' vorgestellt. Sie hat nach iranischen Angaben eine Reichweite von 1.800 Kilometern und kann damit Israel oder die US-Stützpunkte in der Golfregion erreichen. Präsident Mahmud Achmadinedschad forderte die USA erneut auf, sich aus dem Irak zurückzuziehen. Dies sei im eigenen Interesse, dem Interesse der Region und der Sicherheit. In New York hatten zuvor die Vertreter der fünf Veto-Mächte der Vereinten Nationen und Deutschlands über eine weitere Verschärfung der Sanktionen im Atomkonflikt beraten. Die Gespräche seien ernsthaft und konstruktiv gewesen, teilte US-Staatsekretär Nicholas Burns mit. Nähere Einzelheiten nannte er nicht. Die Vereinten Nationen fordern vom Iran eine Einstellung seiner Uran-Anreicherung. Dies lehnte Achmadinedschad erneut ab.

WASHINGTON: Die US-Justiz hat Ermittlungen gegen die private Sicherheitsfirma Blackwater aufgenommen. Danach sollen Angestellte der Firma illegal Waffen in den Irak geschmuggelt und dort auf dem Schwarzen Markt verkauft haben. Es gebe genug Hinweise für eine Anklage, hieß es aus Regierungskreisen. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft in North Carolina geleitet, wo Blackwater seinen Sitz hat. Unterstützung kommt von Beamten des Verteidigungs- und Außenministeriums. Blackwater war im Irak in die Kritik geraten, nachdem bei einer Schießerei elf unbewaffnete Zivilisten getötet worden waren. Die Firma sichert im Auftrag der Regierung in Washington US-Konvois im Irak. US-Außenministerin Condoleezza Rice ordnete nach dem Vorfall eine umfassende Untersuchung an.

RANGUN: In Birma haben buddhistische Mönche ihren Protest gegen die regierende Militärjunta fortgesetzt. In der Stadt Mandalay zogen nach Augenzeugenberichten etwa 10.000 Mönche aus verschiedenen Klöstern durch die Straßen. In der Hauptstadt Rangun versammelten sich danach den fünften Tag in Folge bis zu 1.000 Mönche an der Shwedagon-Pagode, dem nationalen Heiligtum birmanischer Buddhisten. Ausgelöst wurde die Protestbewegung durch eine drastische Erhöhung der Benzin- und Gaspreise Mitte August. Beobachter sprechen von der größten Herausforderung des Militärregimes seit der gewaltsamen Niederschlagung der Studentenproteste im Dezember 1996.

HAVANNA: Erstmals seit fast vier Monaten hat das kubanische Fernsehen wieder Filmaufnahmen des erkrankten Staatschefs Fidel Castro ausgestrahlt. Nach Angaben des staatlichen Senders wurde das nahezu einstündige Gespräch mit dem 81-Jährigen am selben Tag aufgezeichnet. In den vergangenen Wochen war vor allem in kubanischen Exilkreisen immer wieder spekuliert worden, Castro liege im Sterben oder sei bereits tot. Seit Juli vergangenen Jahres führt Castros jüngerer Bruder Raul die Amtsgeschäfte. Seither ist der Staatschef nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten.

BERLIN: Die SPD-Führung ist zu zweitägigen Beratungen über das neue Grundsatzprogramm zusammengekommen. Unter Leitung von SPD-Chef Kurt Beck wollen die mehr als 90 Mitglieder der Programmkommission in Berlin den endgültigen Entwurf beschließen, der auf dem Hamburger Parteitag Ende Oktober verabschiedet werden soll. Es wird mit kleineren Änderungen an dem vorliegenden 38 Seiten starken Text gerechnet, der vor einer Woche fertig gestellt wurde. Das Programm hält am Ziel des 'demokratischen Sozialismus' fest und kritisiert kapitalistische Auswüchse. Es soll das alte 'Berliner Programm' von 1989 ersetzen.

MÜNCHEN: In der bayerischen Landeshauptstadt ist um Punkt zwölf Uhr das Oktoberfest eröffnet worden. Mit drei Schlägen zapfte Oberbürgermeister Christian Ude das erste Fass an und eröffnete mit dem traditionellen Ausruf 'O' zapft is' die 174. Wiesn. Der Liter Festbier kostet diesmal zwischen 7 Euro 30 und 7 Euro 90 und ist damit bis zu 40 Cent teurer als im Vorjahr.

ZUM FUSSBALL: Bei der Weltmeisterschaft in China hat im Viertelfinale die deutsche Nationalmannschaft das Team aus Nordkorea mit 3:0 besiegt. Das Freitagsspiel der Bundesliga zwischen Bochum und Frankfurt endete mit einem 0:0 Unentschieden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig und trocken. Nur im Norden wolkiger und einzelne Schauer. Höchsttemperaturen 17 bis 25 Grad Celsius.

Am Mittag meldeten bei zumeist leichter Bewölkung:

Hamburg: 15°;
Berlin, Dresden und Frankfurt am Main: 18°;
München: 20° sowie
Köln/Bonn: 19°.

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