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Nachrichten

Samstag, 22. November 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei einem US-Raketenangriff auf ein Versteck von Extremisten im Nordwesten Pakistans ist vermutlich auch ein britischer Terrorverdächtiger getötet worden. Laut Medienberichten handelt es sich um Rashid Rauf, der im Sommer 2006 Anschläge auf Transatlantik-Flüge geplant haben soll. Damals wollten Terroristen Flüssigsprengstoff an Bord der Flugzeuge schmuggeln, was die britischen Behörden jedoch verhindern konnten. Rashid Rauf wurde später in Pakistan festgenommen, entkam aber kurz danach. Insgesamt sollen bei dem jüngsten US-Angriff im Grenzgebiet zu Afghanistan fünf militante Kämpfer getötet worden sein.

WASHINGTON: Die USA erwägen die Aufstockung ihrer Truppen in Afghanistan um 20.000 Soldaten. Diese sollten in den nächsten zwölf bis 18 Monaten nach Afghanistan entsandt werden, um dort die anstehenden Wahlen zu sichern und gegen Aufständische zu kämpfen, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates. Afghanistan erlebt zurzeit die schwerste Welle der Gewalt seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban vor sieben Jahren. Die Hauptlast der Kämpfe wird dabei von den USA, Großbritannien und Kanada getragen. Andere Staaten wie Deutschland und Frankreich lehnen es ab, ihre Truppen in den gefährlichen Taliban-Hochburgen im Süden des Landes einzusetzen. Insgesamt sind 70.000 westliche Soldaten in Afghanistan stationiert, davon 32.000 aus den USA.

WASHINGTON: Die Regierung des designierten US-Präsidenten Barack Obama nimmt immer schärfere Konturen an. Nach Presseinformationen hat sich die ehemalige First Lady Hillary Clinton entschieden, das Amt der Außenministerin zu übernehmen. Die 61-jährige Senatorin habe ein entsprechendes Angebot Obamas angenommen, berichtet die 'New York Times'. Clinton und Obama hatten sich über Monate hinweg einen erbitterten Kampf um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten geliefert, sich dann aber offiziell ausgesöhnt. Neuer Finanzminister dürfte der New Yorker Notenbankchef Timothy Geithner werden. Wie aus Parteikreisen in Washington verlautete, soll der 47-Jährige bereits kommende Woche offiziell nominiert werden. Geithner würde damit einer der wichtigsten Mitstreiter Obamas im Kampf gegen die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise.

LIMA: Die Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) wollen bei ihrem Gipfeltreffen in Peru über Möglichkeiten zur Eindämmung der weltweiten Finanzkrise beraten. Es müssten schnell effektive Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ausweitung der Krise zu stoppen, forderte Chinas Präsident Hu Jintao. An der APEC-Konferenz in Peru nimmt auch US-Präsident George Bush teil. Es wird seine vermutlich letzte Auslandsreise als Präsident sein. Der APEC gehören 21 Pazifik-Anrainerstaaten an, darunter die USA, Russland, China und Japan.

BERLIN: Der Vorstand der Deutschen Bahn will im kommenden Jahr auf Einkommenserhöhungen verzichten. Die Nullrunde für 2009 sei auf einer Sondersitzung des Vorstands beschlossen worden, teilte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn mit. Angesichts der Wirtschaftskrise seien höhere Einkommen für Manager schwer zu vermitteln. Mehdorn lehnte zugleich die Forderung der Gewerkschaften Transnet und GDBA nach zehn Prozent mehr Lohn und Gehalt für die rund 150.000 Bahn-Beschäftigten entschieden ab.

PARIS: In Frankreich hat die ehemalige Arbeitsministerin Martine Aubry die Stichwahl um den Vorsitz der Sozialistischen Partei mit hauchdünnem Vorsprung für sich entschieden. Wie die Parteiführung mitteilte, setzte sich die derzeitige Bürgermeisterin von Lille mit 50,02 Prozent gegen Ex-Präsidentschaftskandidatin Segolene Royal durch. Damit erhielt Aubry lediglich 42 Stimmen mehr als ihre Konkurrentin. Insgesamt hatten sich rund 135.000 Parteimitglieder an der Stichwahl vom Freitag beteiligt. Royal forderte eine Wiederholung der Abstimmung. Es gebe Zweifel daran, dass die Stichwahl ordnungsgemäß verlaufen sei, sagte ein Sprecher Royals.

TEHERAN: Im Iran ist ein wegen Spionage für Israel verurteilter Mann hingerichtet worden. Der 45-jährige Unternehmer soll gestanden haben, in israelischem Auftrag das iranische Militär ausspioniert zu haben. Ihm wurde auch vorgeworfen, an Sabotageaktionen gegen Forschungseinrichtungen beteiligt gewesen zu sein.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt mit Schnee- oder Graupelschauern. Im Norden etwas Sonne. Höchsttemperaturen zwischen minus zwei und plus fünf Grad.


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