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Nachrichten

Samstag, 22. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn wollen die Lokführergewerkschaft GDL und die Bahn nun doch wieder verhandeln. In einer überraschenden Wende verständigten sich beide Seiten gestern Abend darauf, die am Mittwoch abgebrochenen Tarifverhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen. Sie sollen im Lauf des Tages an einem geheimen Ort stattfinden. Ziel sei es, -so die Bahn- die von der GDL ab dem 7. Januar angekündigten Streiks zu verhindern. Vorausgegangen war ein Spitzengespräch auf Einladung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. GDL-Chef Manfred Schell stellte dort laut Tiefensee in Aussicht, die Streiks abzusagen, falls sich ein absehbares Ende der Tarifverhandlungen abzeichnet.

MÜNCHEN: Der Autobauer BMW willl zur Gewinnsteigerung im kommenden Jahr mehrere tausend Arbeitsplätze streichen. BMW-Personalvorstand Ernst Baumann sagte, in erster Linie handele es sich um Zeitarbeitsplätze. Die Stammbelegschaft von rund 108.000 Mitarbeitern sei in geringerem Umfang betroffen. Sie soll vor allem auch durch Fluktuation oder Abfindungsangebote verkleinert werden. Auf betriebsbedingte Kündigungen will BMW vorerst verzichten. Besonders viele Zeitarbeiter gibt es im Leipziger Werk. Der Stellenabbau ist Teil eines milliardenschweren Sparprogramms, mit dem der Konzern seine wegen des hohen Eurokurses und der hohen Rohstoffpreise sinkende Umsatzrendite auffangen will.

HAVANNA: Auf Kuba ist das Gipfeltreffen der karibischen Erdölorganisation 'Petrocaribe' zu Ende gegangen. Bei der Abschlussfeier bot Venezuelas Präsident Hugo Chávez den anderen 16 Mitgliedsstaaten an, Öllieferungen seines Landes auch mit Waren oder Dienstleistungen bezahlen zu können. Der 2005 geschlossene Wirtschaftspakt stehe für Fairness und soziale Gerechtigkeit, sagte Chávez in der kubanischen Stadt Cienfuegos. Kuba bezahlt die Öllieferungen bereits jetzt, indem es etwa 36.000 Mitarbeiter nach Venezuela entsandt hat. Die meisten von ihnen sind Ärzte, die unentgeltlich Kranke versorgen. Auch kündigte Chávez an, dass in den kommenden zehn Jahren in Lateinamerika und der Karibik zehn neue Raffinerien errichtet sowie acht bestehende Anlagen ausgebaut würden. Dafür seien Investitionen in Höhe von 22 Milliarden Dollar geplant.

KABUL: Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist überraschend zu einem Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Geplant sind unter anderem Treffen mit Präsident Hamid Karsai sowie mit Soldaten des französischen Afghanistan-Kontingents, dem insgesamt mehr als 2.000 Mann angehören. Begleitet wird Sarkozy von Außenminister Bernard Kouchner und Verteidigungsminister Hervé Morin. Es ist Sarkozys erster Besuch in Afghanistan seit seinem Amtsantritt im Mai.

WARSCHAU: Polens Präsident Lech Kaczynski hat den Einsatz polnischer Soldaten im Irak wie von Regierungschef Donald Tusk gefordert nur bis Ende Oktober kommenden Jahres verlängert. Der Einsatz der rund 900 Soldaten solle noch bis zum 31. Oktober 2008 dauern, teilte das Präsidialbüro in Warschau mit. - Tusk hatte nach dem Sieg seiner liberalen Bürgerplattform (PO) bei der Parlamentswahl Ende Oktober den vorzeitigen Truppenabzug aus dem Irak angekündigt.

PEKING: Die staatlich erlaubte katholische Kirche in China hat erneut einen Bischof mit Zustimmung des Vatikans geweiht. Nach chinesischen Medienberichten wurde der 40-jährige Joseph Li Jing in der Diözese Yinchuan im Nordwesten der Volksrepublik zum Koadjutor-Bischof geweiht. Damit würde Li nach dem Rücktritt oder Tod des jetzigen Bischofs automatisch die Nachfolge antreten. Bereits Anfang Dezember waren in China zwei Bischöfe mit Erlaubnis des Papstes ernannt worden. Die "Patriotische Katholische Vereinigung" erkennt die Autorität des Papstes über die Kirchenstrukturen in China nicht an, sieht in dem Segen für die Bischofsweihe aber ein gutes Zeichen für die Beziehungen zu Rom.

RIAD: Die Polizei in Saudi-Arabien hat nach Angaben des Innenministeriums einen Anschlag auf die heiligen Stätten bei Mekka während der Hadsch vereitelt. Mehrere mutmaßliche El Kaida-Aktivisten seien Ende vergangener Woche, vor Beginn der alljährlichen Pilgerreise, in verschiedenen Städten festgenommen worden, teilte ein Sprecher mit. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei den Verdächtigen um Einheimische. Nahezu drei Millionen Muslime aus aller Welt hatten sich von Montag bis Freitag in Mekka aufgehalten.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo um ein Jahr verlängert. Alle Milizen und bewaffneten Gruppen vor allem im Osten des zentralafrikanischen Landes wurden aufgerufen, ihre Waffen niederzulegen. Die UN-Truppen sollten sich besonders um die Sicherheit der Bevölkerung in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu kümmern, in denen es zuletzt die heftigsten Gefechte gab. Seit August wurden in der Region im Osten Kongos mehr als 200.000 Menschen wegen der Kämpfe zu Flüchtlingen. - Das Mandat für die UN-Truppen wurde bis zum 31. Dezember 2008 verlängert.

BERLIN: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat sich besorgt über die wachsende Kluft zwischen Managergehältern und Durchschnittseinkommen in Deutschland geäußert. Die Bezüge von Managern erhöhen sich spektakulär, während die Durchschnittsgehälter der Erwerbstätigen stagnierten, sagte der CDU-Politiker der 'Bild am Sonntag'. Der Bundesverband der Deutschen Industrie kritisierte die Vorwürfe. In einem Brief an rund 15.000 Unternehmer merkte BDI-Präsident Jürgen Thumann an, dass die Unternehmen in Deutschland Wohlstand und Wachstum erwirtschafteten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zäher Nebel im Norden und im Donautal. Sonst meist sonnig und trocken. Höchstwerte zwischen minus einem und plus sieben Grad.

Am Morgen meldeten:
Hamburg: -5 Grad, dunstig;
Berlin: -6 Grad, dunstig ;
Dresden: -5 Grad, dunstig;
Köln/Bonn: -4 Grad, wolkenlos;
Frankfurt am Main und München: -6 Grad, Nebel.

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