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Nachrichten

Samstag, 22. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag.

DÜSSELDORF: Die IG-Metall und die Arbeitgeber haben sich in Nordrhein-Westfalen auf eine Lohnerhöhung von drei Prozent geeinigt. Die Regelung soll ab 1. Juni in Kraft treten und gilt für zehn Monate. Für März, April und Mai wurde eine Einmalzahlung von 310 Euro vereinbart. Betriebe können die Zahlung, je nach wirtschaftlicher Lage, flexibel handhaben. IG-Metall-Chef Jürgen Peters sprach von einem sehr brauchbaren Ergebnis. Gesamtmetall- Präsident Martin Kannegiesser sagte, der Abschluss liege am oberen Rand der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Betriebe. Der nordrhein- westfälische Tarifvertrag hat Pilotcharakter für die ganze Branche. - Bundesweit sind in der Metall- und Elektroindustrie 3,4 Millionen Menschen beschäftigt.

POTSDAM/KARLSRUHE: Nach dem brutalen Überfall auf einen Deutschen äthiopischer Herkunft in Potsdam setzen Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen fort. Dabei sollen nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe vor allem Spuren und Zeugenaussagen ausgewertet werden. Die beiden 29 und 30 Jahre alten Männer sind nach den Verhören in Karlsruhe inzwischen in unterschiedliche Gefängnisse in Brandenburg gebracht worden. Gegen sie war am Freitag Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen worden. Sie bestreiten, den 37 Jahre alten Familienvater am Ostersonntag in Potsdam zusammengeschlagen zu haben. Das Opfer schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

WASHINGTON: Angesichts neuer Rekordhöhen beim Ölpreis haben die sieben größten Industriestaaten zu stärkeren Investitionen in Förderung und Produktion, aber auch entschlossenerem Energiesparen aufgerufen. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung der Weltwirtschaft seien die Ölpreise weiter ein Risiko, warnten die Finanzminister und Notenbankchefs der Gruppe nach einem Treffen in Washington. Kurz zuvor hatte der Ölpreis in New York erstmals die historische Marke von 75 Dollar pro Barrel überschritten. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wies mit Blick auf den Atomstreit mit dem Iran darauf hin, dass die Lage im Nahen Osten großen Einfluss auf die Entwicklung des Ölpreises haben könnte.

KATHMANDU: Trotz der Ankündigung von König Gyanendra, die Demokratie in Nepal wieder herstellen zu wollen, dauern die Proteste weiter an. In der Hauptstadt und andernorts gingen erneut zehntausende Bürger auf die Straße und verlangten eine Einschränkung der Machtbefugnisse des Königs. Dieser hatte nach mehrwöchigen teilweise blutigen Massenprotesten ein Ende seiner autoritären Alleinherrschaft in Aussicht gestellt. Das oppositionelle Bündnis aus sieben Parteien rief er auf, einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten zu benennen. UN-Generalsekretär Kofi Annan erklärte in New York, er hoffe, dass das Einlenken des Monarchen zu einer baldigen Wiederherstellung der demokratischen Ordnung führen werde.

BAGDAD: Fast vier Monate nach der Parlamentswahl scheint das Tauziehen um die Regierungsbildung im Irak beendet. Das schiitische Parteienbündnis einigte sich nach dem Amtsverzicht des umstrittenen Regierungschefs Ibrahim al Dschaafari darauf, Dschawad al Maliki für das Amt des Ministerpräsidenten zu nominieren. Die Sunniten signalisierten Zustimmung. Auch von den kurdischen Parteien gab es erste positive Reaktionen auf die Nominierung des al Dschaafari-Vertrauten Maliki.

RAMALLAH: Zwischen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und der neuen Hamas-geführten Regierung bahnt sich ein Machtkampf an. Abbas stoppte mit seinem Veto die Entscheidung der Palästinenserregierung, den von Israel gesuchten Extremisten Dschamal Abu Samhadana zum Chef des neuen Sicherheitsdienstes zu machen. Die Beförderung des radikalen Milizenführers gilt als Versuch der Hamas, ihren Einfluss im Innenministerium zu vergrößern.

PORT-AU-PRINCE: Zwei Jahre nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristide ist in Haiti ein neues Parlament gewählt worden. Die Beteiligung war nach Angaben der Wahlkommission lediglich gering. Beste Chancen auf eine Mehrheit werden der Partei des designierten Präsidenten Réné Préval eingeräumt. Bei einem Zwischenfall in einem Wahllokal wurde ein Mensch erschossen. Das Wahlergebnis wird erst in einigen Tagen erwartet.

LAGOS: Als erstes afrikanisches Land hat Nigeria seine Schulden beim Pariser Club getilgt. Die letzte Tranche in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar sei am Freitag überwiesen worden, teilte das nigerianische Amt für Schuldenverwaltung mit. Die Schulden des ölreichen Nigerias beim Pariser Club, einem Zusammenschluss westlicher Gläubigerstaaten, beliefen sich auf 30,4 Milliarden Dollar. Der größte teil stammt von Krediten, die Nigeria Anfang der 80er Jahre aufnahm, als die Ölpreise sanken.

WASHINGTON: Knapp acht Monate nach dem verheerenden Hurrikan 'Katrina' wird in der amerikanischen Südstaatenmetropole New Orleans ein neuer Bürgermeister gewählt. Außer Amtsinhaber Ray Nagin haben weitere 22 Bewerber ihre Kandidatur für die Abstimmung an diesem Sonnabend angemeldet. Die Wiederwahl Nagins ist offen. Ihm werden schwerwiegende Fehler bei der Evakuierung von Zehntausenden von Menschen nach der Flutkatastrophe angelastet.

BUDAPEST: Für die Hochwassergebiete an der Donau und ihren Nebenflüssen in Südosteuropa gibt es noch immer keine Entwarnung. In Ungarn mussten wegen eines Deichbruchs am Fluss Koros rund 4.500 Menschen ihre Häuser verlassen. Auch in Bulgarien und Rumänien flohen wieder zahlreiche Bewohner flussnaher Gebiete vor den Wassermassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter bis wolkig, vor allem im Norden Schauer. Höchstwerte zwischen zehn Grad an der Ostsee und bis zu 20 Grad im Südwesten.

  • Datum 22.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8IPh
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