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Nachrichten

Samstag, 21. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

LAHTI: Die Europäische Union und Russland wollen sich auf Regeln für eine sichere Energieversorgung und stabile Handelsbeziehungen verständigen. Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich nach einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der 25 EU-Mitgliedsstaaten im finnischen Lahti offen für ein neues Partnerschaftsabkommen. Die von der EU geforderten Garantien für eine sichere Energieversorgung lehnte Putin jedoch ab, sagte aber weiter ausreichende Öl- und Gaslieferungen zu. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, die EU wolle den gleichen Zugang zum russischen Markt, den Russland zum EU-Markt wolle. Merkel will während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft das 2007 auslaufende Partnerschaftsabkommen neu verhandeln und dabei Energiefragen einbeziehen.

MOSKAU: US-Außenministerin Condoleezza Rice trifft nach Abschluss ihrer Asienreise an diesem Samstag zu einem Kurzbesuch in Moskau ein. Rice wird von Präsident Wladimir Putin, Außenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Iwanow empfangen werden. Im Mittelpunkt der Gespräche steht nach russischen Regierungsangaben der gemeinsame Kurs der UN-Vetomächte im Fall Nordkorea. Auch die Sorge vor einem möglichen iranischen Atomwaffenprogramm solle angesprochen werden.

STUTTGART: Mit bundesweiten Massenkundgebungen will der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB gegen die Reformpolitik der Großen Koalition protestieren. Unter dem Motto ' Das geht besser' richtet sich die Kritik gegen die als arbeitnehmerfeindlich bezeichnete Politik der Bundesregierung. Die Gewerkschaften kritisieren unter anderem die Pläne bei der Gesundheitsreform sowie die Steuer- und Rentenpolitik und fordern die Einführung von Mindestlöhnen. Bei den Kundgebungen in Stuttgart, Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main und München werden mehr als 100.000 Teilnehmern erwartet.

HAMBURG: Die Deutsche Telekom prüft nach einem Bericht der 'Bild'-Zeitung den Abbau von weiteren 23.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis zum Jahr 2010. Mit der bereits beschlossenen Streichung von 32.000 Jobs bis 2008 würden damit insgesamt 55.000 Stellen wegfallen, schreibt das Blatt unter Berufung auf ein internes Papier des Telekom-Vorstands. Die Überlegungen des Konzerns zum Personalabbau gingen aber noch weiter. Die Telekom sei der Ansicht, nur noch rund 93.000 Mitarbeiter in Deutschland wettbewerbsfähig beschäftigen zu können.

WIESBADEN: Die Junge Union will an diesem Samstag in Wiesbaden mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Lage von CDU und CSU diskutieren. Die Kanzlerin und CDU-Chefin wird auf dem Deutschland- Tag des Jugendverbands der Unionsparteien eine Rede halten. Danach wird sie sich den Fragen der Delegierten stellen. Der Kongress hatte am Abend den Vorsitzenden Philipp Mißfelder mit großer Mehrheit für zwei Jahre im Amt bestätigt.

BERLIN: Als Konsequenz aus den gescheiterten Kofferbomben- Anschlägen im August plant Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einem Zeitungsbericht zufolge eine Verschärfung des Ausländerrechts. Betroffen seien Studenten, Visa-Antragsteller und deren Bürgen, schreibt die "Welt" unter Berufung auf Pläne des Innenministeriums.
Demnach soll unter anderem die Aufenthaltserlaubnis für ausländische Studenten auf maximal zwei Jahre begrenzt werden.

STUTTGART: Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat deutsche Unternehmen aufgerufen, stärker in ihrer Heimat zu investieren. Chile sei eine wichtige Plattform für Lateinamerika, sagte Bachelet bei einem Galadiner in Stuttgart. Das Land habe Lehren aus seiner schwierigen Geschichte gezogen und befinde sich in einem dynamischen Aufbauprozess. Es sei binnen 14 Jahren gelungen, die Neuverschuldung von mehr als 40 Prozent des Brutto- Inlandsprodukts auf 4,3 Prozent im Jahr 2004 zu senken.

MEKKA: Sunnitische und schiitische Geistliche aus dem Irak haben bei einem Treffen in Mekka einen Friedensappell unterzeichnet, mit dem die Gewalt im Irak eingedämmt werden soll. Das Vergießen muslimischen Blutes sei verboten, heißt es nach einem Bericht des Fernsehsenders El Arabia im dem so genannten 'Dokument von Mekka'. Die Geistlichen fordern darin unter anderem die Freilassung aller unschuldig Festgehaltenen und den Respekt vor den jeweiligen Heiligtümern. Zur Wahrung der territorialen Integrität des Iraks müssten Schiiten und Sunniten zusammenarbeiten. Das Treffen in Saudi-Arabien war von der Organisation der Islamischen Konferenz arrangiert worden.

NEW YORK: Nach dem zufälligen Fund weiterer Leichenteilen in der Nähe des ehemaligen World Trade Center hat die Stadtverwaltung von New York zugesagt, die Suche nach sterblichen Überresten von Terroropfern wieder aufzunehmen. Das teilte der stellvertretende Bügermeister Edward Skyler nach einer Dringlichkeitssitzung mit. Arbeiter hatten die Leichenteile am Donnerstag entdeckt. Dabei handelt es sich offenbar um Knochen von Opfern der Anschläge vom 11. September 2001. Die jüngsten Funde hatten zu Protesten der Angehörigen von Opfern geführt. Sie fordern eine Einstellung der Bauarbeiten am so genannten Ground Zero. Bei den Anschlägen waren rund 2.750 Menschen getötet worden, 1151 von ihnen wurden nie gefunden.

KÖLN: Die Schauspielerin Dagmar Manzel ist mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Rollen in den TV-Filmen "Als der Fremde kam" und "Die Nachrichten". Zum besten Schauspieler wurde auf einer Gala in Köln Jan Fedder gekürt. Als bester Fernsehfilm setzte sich Roland Suso Richters Zweiteiler "Dresden" durch, der die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg schildert. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt der frühere Intendant des Westdeutschen Rundfunks Friedrich Nowottny. Die Laudatio hielt Bundespräsident Horst Köhler.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wolkig mit einzelnen Schauern. Am Nachmittag auch längere heitere Abschnitte, Höchstwerte 13 bis 20 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 21.10.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9Gzo
  • Datum 21.10.2006
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