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Nachrichten

Samstag, 21. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: Großbritannien hat sich äußerst skeptisch über Macht und Einfluss der afghanischen Regierung geäußert. Sollten die internationalen Truppen aus Afghanistan abziehen, würde die Führung in Kabul schnell gestürzt werden, sagte der britische Außenminister David Miliband in einem Interview der Zeitung "Guardian". Es könne fünf Minuten oder auch sieben Tage dauern, aber die Aufständischen würden diejenige Kräfte überrennen, die zum Widerstand bereit seien, so Miliband. Dann stünde die internationale Gemeinschaft, was Afghanistan betreffe, wieder am Anfang. Der britische Minister äußerte sich nach einem Besuch in Kabul anlässlich der erneuten Amtseinführung von Präsident Hamid Karsai.

NEW YORK: Der Menschenrechtsausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den Iran für die Niederschlagung der Oppositionsproteste kritisiert. Die zunehmenden Verstöße gegen die Grundrechte gäben Anlass zur tiefen Besorgnis, heißt es in einer von Kanada eingebrachten Resolution. Darin werden unter anderem Schikanen und Einschüchterungsversuche sowie willkürliche Festnahmen von Oppositionsmitgliedern, Journalisten, Bloggern, Anwälten und Studenten genannt. Zahlreiche Menschen seien ums Leben gekommen oder verletzt worden. Der Ausschuss verurteilte auch Berichte über erzwungene Geständnisse und den Missbrauch von Gefangenen. - Irans UN-Botschafter Mohammed Chasai wies die Resolution zurück. Damit werde eine Atmosphäre der Konfrontation und der Polarisierung geschürt.

FRANKFURT AM MAIN: Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben ungewöhnlich scharf die Finanzbranche kritisiert. Die Bürger würden eine so umfangreiche Unterstützung der Banken mit dem Geld des Steuerzahlers nicht zweimal akzeptieren, warnte Trichet auf einem Fachkongress in Frankfurt. Man könne nach einer solchen Krise nicht einfach zur Normalität zurückkehren. Merkel rügte vor Führungskräften in Berlin, nachdem die akute Gefahr vorbei sei, riskiere manch einer im Finanzsektor schon wieder "eine ziemlich große Lippe".

DÜSSSELDORF: Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat sich für ein staatlich gefördertes so genanntes "Bildungssparen" nach dem Vorbild des Bausparens oder der Riester-Rente ausgesprochen. Dieses Bildungssparen könne Studenten aus einkommensschwachen Haushalten helfen, sagte die Ministerin der "Rheinischen Post". Schavan betonte, gleichzeitig müsse die Zahl der Schulabbrecher reduziert werden. Aktuellen Studien zufolge seien 20 Prozent der Jugendlichen in der Gefahr, keinen Abschluss zu erreichen.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat sich erneut gegen staatliche Hilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel ausgesprochen. Er teile die Einschätzung der General-Motors-Führung, dass der Mutterkonzern die Kosten für die Sanierung von Opel alleine stemmen könne, sagte Brüderle dem "Hamburger Abendblatt". Der Wirtschaftsminister ergänzte, da General Motors nun doch Opel behalten wolle, seien alle Zusagen der Bundesregierung, die mit einem Verkauf an Magna verbunden waren, hinfällig.

BERLIN: Die Deutsche Bahn hat den Zuschlag für einen milliardenschweren Auftrag vom Emirat Katar erhalten. Für rund 17 Milliarden Euro soll zusammen mit der deutschen Bauindustrie ein Schienennetz für den Personen- und Güterverkehr in dem Golf-Scheichtum errichtet werden. Laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ist unter anderem eine Anbindung des Flughafens Doha sowie eine Trasse zwischen Katar und Bahrain geplant.

BOCHUM: Im größten Betrugsskandal des europäischen Fussballs werden immer neue Details bekannt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Bochum wurden in diesem Jahr wahrscheinlich mindestens 200 Spiele in neun Ländern manipuliert, darunter auch Partien der Champions League und der Europa League. Allein in Deutschland sind es 32 Begegnungen, von der zweiten Bundesliga abwärts. Insgesamt stehen europaweit 200 Menschen im Verdacht, am Betrug mit verschobenen Spielen beteiligt zu sein. In Deutschland wurden bislang 15 Personen verhaftet. Auch der schon in den Wettskandal um den Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelte Ante Sapina sitzt nach Angaben seines Anwalts in Bochum in Untersuchungshaft.

SAN FRANCISCO: An den Universitäten im US-Bundesstaat Kalifornien sind massive Proteste entbrannt. Die Studenten wehren sich gegen eine Anhebung der Studiengebühren um ein Drittel. Hunderte Studierende besetzten an der berühmten Universität von Kalifornien in Berkeley bei San Francisco ein Gebäude. Auch in Los Angeles und auf dem Campus der Universität in Santa Cruz gab es Proteste. Die Hochschulen begründen ihren Schritt mit der Kürzung der staatlichen Hilfen um gut ein Milliarde Dollar. Die Studenten fordern eine kostenlose Ausbildung und eine Rücknahme der Kürzungen. - Berkeley war in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Ausgangspunkt für die Protest gegen den Vietnamkrieg.

PEKING: Bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten Chinas sind mindestens 31 Kumpel ums Leben gekommen. Mehr als 80 Bergleute sind nach Behördenangaben noch in knapp 500 Metern Tiefe eingeschlossen. Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Hegang in der Provinz Heilongjiang. Die chinesischen Kohlezechen gehören zu den gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr sterben tausende Kumpel, weil die Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden.

GENF: Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger ist nach mehr als einjähriger Reparatur wieder in Betrieb genommen worden. Der erste Protenenstrahl zirkuliere bereits wieder in dem 27 Kilometer langen Ringbeschleuniger, teilte das europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf mit. Der Large Hardon Collider war im September 2008 eingeweiht und nur zehn Tage später wegen eines schweren Schadens im Kühlsystem wieder abgeschaltet worden. - Von der rund drei Milliarden Euro teuren Anlage erhoffen sich die Forscher Antworten auf grundlegende Fragen nach der Entstehung und dem Aufbau des Universums.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung bewölkt, aber meist trocken. Es bleibt für die Jahreszeit vergleichsweise mild mit Tageswerten zwischen zehn Grad an der Ostsee und bis 17 Grad im Rheinland.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 8 Grad, Nebel;
Berlin: 10 Grad, wolkig;
Dresden: 9 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 12 Grad,wolkig;
Frankfurt am Main: 9 Grad, nach Regen sowie
München: 7 Grad, leicht bewölkt.

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