1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 21. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Die Familien von fünf der beim Amoklauf von Winnenden getöteten Schüler haben sich in einem offenen Brief an Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger gewandt. Darin fordern sie, Jugendlichen den Zugang zu Waffen zu erschweren, Gewalt im Fernsehen einzuschränken, Killerspiele zu verbieten und die Berichterstattung über Amok-Täter zu reglementieren. Zurzeit findet in Winnenden die zentrale Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufes statt.

BERLIN: Trotz der schweren Wirtschaftskrise sieht die Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Angaben derzeit keine Anzeichen dafür, dass Unternehmen massenhafte Entlassungen planen. Vorstandsmitglied Raimund Becker sagte der 'Berliner Zeitung', es sei eher das Gegenteil erkennbar. Die Unternehmen versuchten, ihr Personal festzuhalten, weil sie nach der Krise wieder qualifizierte Leute benötigten. Auch die zurzeit vielfach angemeldete Kurzarbeit, so Becker weiter, führe nicht zu flächendeckender Stilllegung der Produktion. Die Bundesanstalt rechnet im Jahresdurchschnitt mit rund 330.000 mehr Arbeitslosen.

DÜSSELDORF: Im Tauziehen um die Rettung des angeschlagenen Autobauers Opel hat Konzern-Chef Hans Demant auch Werksschließungen ins Spiel gebracht. Die deutschen Standorte könnten dabei wegen der vergleichsweise hohen Kosten nicht verschont bleiben, sagte er der 'Wirtschaftswoche'. Auf einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim hatten sich zuvor nach den Opel-Händlern auch die Beschäftigten zum Kauf von Unternehmensteilen und weniger Lohn bereiterklärt. Im Gegenzug forderten sie den Verzicht auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen.

KÖLN: Die Stadt Köln räumt Probleme beim U-Bahn-Bau schon lange vor Einsturz des Stadtarchivs ein. Danach soll es erhebliche Probleme an der benachbarten Baustelle für eine neue U-Bahn gegeben haben. Wie die Kölner Stadtverwaltung mitteilte, soll laut Baustellenprotokollen der Kölner Verkehrs-Betriebe schon im September 2008 ein sogenannter "hydraulischer Grundbruch" im gleichen Baubereich passiert sein. Es wurde also Erde durch Grundwasser verschoben. Ein solches Ereignis wurde in den vergangenen Tagen von Experten immer wieder als wahrscheinliche Ursache des Kölner Unglücks ins Gespräch gebracht. Außerdem sollen die Schlitzwände in der U-Bahn-Baustelle Wasser durchgelassen haben. - In einem Schreiben an die Kölner Verkehrs-Betriebe forderte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) eine detaillierte Stellungnahme. Bei dem Einsturz des Archivgebäudes und zweier Nachbarhäuser Anfang März waren zwei Menschen ums Leben gekommen.

KABUL: In Afghanistan hat ein Selbstmordattentäter sechs Menschen getötet. Bei den Todesopfern des Anschlags in der östlichen Provinz Nangarhar handele es sich um fünf Zivilisten und einen Polizisten, sagte Gouverneur Gul Agha Schersai. Fünf weitere Polizisten seien verletzt worden. Der Attentäter habe mit einer Autobombe einen Polizeikonvoi attackiert. - Erst am Freitag waren vier kanadische Soldaten und ein einheimischer Dolmetscher bei Anschlägen getötet worden.

PJÖNGJANG/ SEOUL: Nach dem Ende der gemeinsamen Militärmanöver von USA und Südkorea hat Nordkorea die militärischen Telefonverbindungen in den Süden wieder hergestellt. Wie das südkoreanische Vereinigungsministerium mitteilte, ließen die Nordkoreaner auch wieder mehrere hundert Südkoreaner an ihren Arbeitsplatz in das Industriegebiet Kaesong, das jenseits der Grenze im Norden liegt. Die nordkoreanische Führung hatte die Verbindungen in den Süden nach der Aufnahme der jährlichen Militärmanöver am 9. März unterbrochen. – Unterdessen bestätigte Nordkorea Berichte, wonach zwei Journalistinnen aus den USA verhaftet wurden. Es seien Ermittlungen wegen illegalen Grenzübertritts aufgenommen worden, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur.

BRATISLAVA: In der Slowakei wird ein neuer Staatspräsident gewählt. Als Favorit gilt Amtsinhaber Ivan Gasparovic. Oppositionskandidatin Iveta Radicova ist laut Umfragen unter den sechs Herausforderern die härteste Konkurrentin. Erhält im ersten Wahlgang kein Kandidat die Mehrheit der Wählerstimmen, gibt es am 2. April einen zweiten Wahlgang.--Ähnlich wie in Deutschland der Bundespräsident hat der Staatspräsident der Slowakei eine eher repräsentative Funktion. In dem osteuropäischen Land sind rund 4,2 Milionen Menschen wahlberechtigt.

LUANDA: Im Mittelpunkt des weiteren Besuchsprogramms von Papst Benedikt XVI. im westafrikanischen Angola stehen Gespräche mit Jugendlichen des Landes. Zuvor zelebriert der Papst eine Messe mit Bischöfen, Priestern und Ordensangehörigen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte am Freitag vor Diplomaten in Angolas Hauptstadt Luanda die Politiker Afrikas aufgerufen, die Entwicklung der Länder stärker selbst in die Hand zu nehmen. Dies müsse mit mehr Demokratie und Achtung der Menschenrechte einhergehen. Die reicheren Staaten forderte er auf, auch in der Finanzkrise Solidarität mit den Entwicklungsländern zu zeigen.

OTTAWA: In Kanada dürfen in diesem Jahr fast 340.000 Robben von Jägern getötet werden. Das sind 55.000 Tiere mehr als im Vorjahr. Die Regierung kritisierte zugleich den Vorstoß des Europaparlaments, den Handel mit Robbenprodukten wie Felle, Öl und Fleisch in Europa zu verbieten. Sie erklärte, an der kanadischen Ostküste lebten insgesamt 6,4 Millionen dieser Tiere. Tierschützer zeigten sich von der Entscheidung der Regierung bestürzt. Bei den Methoden bei der Robbenjagd handele es sich um Tierquälerei, hieß es. Erst am vergangenen Mittwoch hatte Russland sein Verbot für die Jagd auf Robbenbabys im Weißen Meer deutlich ausgeweitet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist freundlich mit zum Teil längerem Sonnenschein, im Osten und Südosten einige Wolkenfelder. Höchstwerte drei bis zwölf Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 4 Grad, leicht bewölkt
Berlin: 3 Grad, wolkig
Dresden: 2 Grad, wolkig
Köln/Bonn: 2 Grad, wolkenlos
Frankfurt am Main: 1 Grad, fast wolkenlos
München: 0 Grad, leicht bewölkt


Audio und Video zum Thema