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Nachrichten

Samstag, 21. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

BERLIN: Innenminister Wolfgang Schäuble hat davor gewarnt, einen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung von Aktivitäten des Bundesnachrichtendienstes im Irak einzusetzen. In der 'Bild am Sonntag' schreibt er, es widerspreche dem Sinn von Geheimdiensten, alles an die Öffentlichkeit zu bringen. Dies könne die Sicherheit des Landes gefährden. Die Opposition will am Montag über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses entscheiden. Im Gegensatz zu FDP und Linkspartei wuchsen bei den Grünen zuletzt Zweifel. Nach Informationen der 'Leipziger Zeitung' will die Bundesregierung den Bundestagsfraktionen künftig eine bessere Information über Geheimdienste garantieren. Das Angebot werde Kanzleramtsminister Thomas de Maizière am Montag unterbreiten, berichtet das Blatt.

BONN: Zehn Hochschulen in Deutschland haben gute Chancen, als so genannte 'Elite'-Universitäten künftig mehr Geld zu erhalten. In der Vorauswahl erhielten die Unis in Aachen, Bremen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Tübingen, Würzburg, sowie die FU Berlin, die Ludwig-Maximilians-Universität-München und die TU München die besten Noten. Das teilte eine Kommission des Wissenschaftsrates und der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit. Beworben hatten sich 27 Hochschulen.

BERLIN: Der Einzelhandelsverband rechnet in diesem Jahr mit dem Abbau von rund 10.000 weiteren Arbeitsplätzen in der Branche. Zwar werde sich der Stellenverlust im Vergleich zu 2005 verlangsamen, sagte der Präsident des Hauptverbandes, Hermann Franzen, der 'Neuen Ruhr Zeitung'. Eine Trendwende sei 2006 aber nicht zu erwarten. Ein leichtes Plus verspreche er sich nach vier Jahren Umsatzrückgang in Folge durch die Fußballweltmeisterschaft und vorgezogene Anschaffungen wegen der für 2007 geplanten Mehrwertsteuererhöhung.

GAZA: Die Wahl für ein neues Palästinenser-Parlament hat für die palästinensischen Sicherheitskräfte bereits begonnen. Sie dürfen von diesem Samstag bis Montag ihre Stimme abgeben. Grund ist, dass sie am eigentlichen Wahltag, dem 25. Januar, voll einsatzfähig sein sollen. Mit einem Massenaufgebot von Sicherheitskräften will die Autonomiebehörde politisch motivierte Gewalt verhindern. Laut den letzten Umfragen wird mit einem starken Abschneiden der radikalen Hamas-Bewegung gerechnet. Sie bewirbt sich trotz Widerstands aus Israel und den USA erstmals um Sitze im Palästinenser-Parlament.

JERUSALEM: In Israel hat sich erstmals eine politische Partei bereit erklärt, den arabischen Ostteil Jerusalems den Palästinensern zu überlassen. In ihrem Wahlkampf-Manifest für die Parlamentswahl am 28. März macht die Arbeitspartei jedoch deutlich, dass die heiligen Stätten der Juden in israelischer Hand blieben. Das Manifest soll am Sonntag bei einem Parteitreffen offiziell vorgestellt werden. Umfragen hatten zuletzt ergeben, dass mehr als die Hälfte der jüdischen Bevölkerung im Gegenzug für einen Friedensvertrag eine Übergabe Ost-Jerusalems an die Palästinenser befürwortet. Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat begrüßte die Initiative der Arbeitspartei. Sie ermögliche eine Zwei-Staaten-Lösung, die zum Frieden führe.

BAGDAD: Der Vater der vor zwei Wochen im Irak verschleppten US-Journalistin Jill Carroll hat an die Entführer appelliert, ihre Geisel freizulassen. Dies wäre auch besser für die Sache der Iraker, sagte er im Fernsehsender Al Arabija. - Das Ultimatum der Geiselnehmer ist am Freitagabend ausgelaufen. Über das Schicksal der 28-jährigen Reporterin gibt es keine aktuellen Informationen. - Die Entführer hatten mit der Tötung Carrolls gedroht, wenn nicht alle weiblichen Gefangenen im Irak freigelassen würden.

NEW YORK: Ost-Timors Präsident Xanana Gusmao hat UN-Generalsekretär Kofi Annan den Abschlussbericht über die Menschenrechtsvergehen während der indonesischen Herrschaft vorgelegt. Die so genannte Wahrheitskommission stellt darin fest, dass zwischen 1974 und 1999 mindestens 102.800 Bewohner Ost-Timors oder etwa zehn Prozent der Bevölkerung getötet wurden oder spurlos verschwanden. Gusmao sagte, seinem Land gehe es nicht um Vergeltung, sondern um Gerechtigkeit. Wie in Südafrika müsse man Lehren aus den Vorgängen ziehen, damit so etwas nie wieder geschehen könne.

KOPENHAGEN: Winterstürme und heftige Schneefälle haben weite Teile Skandinaviens heimgesucht. Auf dem Flughafen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen mussten wegen starken Frostes rund 150 Flüge abgesagt werden. - Der extremen Kältewelle sind in Russland und der Ukraine weitere Menschen zum Opfer gefallen. In Moskau erfroren nach Agenturberichten in der Nacht zum Freitag sieben Menschen. Die Ukraine meldete ebenfalls sieben Kältetote. Nach Angaben von Meteorologen breitet sich die Kältewelle weiter nach Westen aus.

BERLIN: Das Bundesinnenministerium will nach einem Bericht der 'Welt am Sonntag' während der Fußball-Weltmeisterschaft das Schengener Abkommen teilweise außer Kraft setzen. Das Blatt berichtet unter Berufung auf einen Sprecher, bei besonderen Anlässen könnten während der WM Grenzkontrollen eingeführt werden. Dazu zählten etwa Hinweise auf die Einreise gewaltbereiter Fans oder wenn große Fanströme sich auf den Weg nach Deutschland machten. Das Schengener Abkommen sieht vor, dass die Vertragsstaaten untereinander keine Grenzkontrollen durchführen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig mit verbreiteten Regen- oder Schneeschauern. Von Nordosten kälter. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen null und acht Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: regnerisch, 4 Grad;
Berlin: Schnee, 1 Grad;
Dresden: regnerisch, 2 Grad;
Köln/Bonn: regnerisch, 6 Grad;
Frankfurt am Main: wolkig, 3 Grad und
München: leicht bewölkt, 1 Grad.

  • Datum 21.01.2006
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