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Nachrichten

Samstag, 21. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Zur Rettung des schwer angeschlagenen Autobauers Opel hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eine europäische Lösung angeregt. Keines der zum US-Konzern General Motors gehörenden Werke sei für sich allein überlebensfähig, weder in Deutschland noch in anderen Ländern, sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Rheinischen Post". Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat Opel einen Finanzbedarf von 3,3 Milliarden Euro. Da sich keine Bank für Kredite finde, sei ab Mai/Juni mit der Insolvenz zu rechnen. Der Unions-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs warnte vor dem Versuch, die bevorstehende Pleite mit Staatsbürgschaften zu verhindern. Das Geld würde sofort in die USA abfließen, sagte Fuchs der "Berliner Zeitung".

OTTAWA: Die kanadische Tochter des US-Automobilkonzerns General Motors hat die Regierung um einen Kredit von bis zu sechs Milliarden US-Dollar gebeten. Die staatlichen Mittel seien erforderlich, um den Betrieb weiterführen zu können, erklärte GM-Canada bei der Vorlage eines Sanierungsplans. Die Regierung in Ottawa kündigte an, die Pläne zu prüfen. Am Dienstag hatte General Motors in den USA einen Rettungsplan vorgelegt. Er sieht den Abbau von weltweit 47.000 Arbeitsplätzen vor, die US-Regierung wurde um weitere 16,6 Milliarden Dollar gebeten.

PEKING: Die USA wollen ihre Kooperation mit China zur Lösung globaler Probleme ausbauen. Bei einem Treffen mit Chinas Regierungschef Wen Jiabao unterstrich die neue US-Außenministerin Hillary Clinton ihr Interesse an einer starken Partnerschaft. Hierzu zähle auch die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel. Zudem kündigte sie ein Treffen von Präsident Barack Obama mit seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao für Anfang April in London an. Dort wollen die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern über Wege aus der weltweiten Wirtschaftskrise beraten. Weitere zentrale Themen des zweitägigen Clinton-Besuches in Peking sind die chinesischen Sorgen über Handels-Protektionismus in den USA sowie der Atomkonflikt mit Nordkorea.

BEIRUT/JERUSALEM: Die israelische Armee hat mehrere Artilleriegeschosse auf Ziele im Südlibanon abgefeuert. Bewohner der Grenzregion seien aus Angst vor weiteren Einschlägen in Panik aus ihren Häusern geflohen, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Die UN-Friedenstruppen errichteten nach Angaben von Anwohnern Absperrungen um die Orte, in denen die Raketen detonierten. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte war der Angriff die Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Libanon auf den Norden Israels. Dabei sei in der Region Galiläa eine Frau verletzt worden. Israel vermutet hinter den Angriffen militante Palästinenser. Die schiitische Hisbollah-Organisation im Libanon verfügt zwar über zahlreiche Raketen, bestreitet aber deren Einsatz.

TEHERAN: Unmittelbar vor einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad hat der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder dessen Bemerkungen gegen die Existenz Israels und die Leugnung des Holocaust kritisiert. Es sei sinnlos die historische Tatsache des Holocaust zu leugnen, sagte Schröder vor der iranischen Industrie- und Handelskammer in Teheran. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte Schröder wegen seines geplanten Treffens mit Ahmadinedschad scharf kritisiert. Der deutsche Ex-Kanzler hält sich zu einem als privat deklarierten Besuch in Teheran auf. Gleichwohl sind Gespräche mit der iranischen Führung vorgesehen.

COLOMBO: Tamilische Rebellen haben sich zu der Attacke auf die Hauptstadt Sri Lankas bekannt. Ein den Aufständischen nahestehender Internetdienst meldet, zwei Attentäter hätten von Kleinflugzeugen aus Sprengsätze abwerfen sollen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums stürzte eine Maschine neben dem Hauptquartier der Luftwaffe ab, das zweite Flugzeug wurde in der Nähe des internationalen Flughafens abgeschossen. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter die beiden Attentäter. Mehr als 50 weitere Menschen wurden verletzt. Die Attacke gilt als Rückschlag für die Regierung in Colombo, die erst kürzlich behauptet hatte, die Armee habe bei ihrer Offensive alle Startbahnen in den Rebellengebieten zerstört und auch deren Flugzeuge unbrauchbar gemacht.

MADRID: Das spanische Innenministerium hat Berichte dementiert, denen zufolge der neue Militärchef der baskischen Untergrund-Organisation ETA festgenommen wurde. Zuvor hatten mehrere spanische Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise gemeldet, spanische und französische Einsatzkräfte hätten bei einem gemeinsamen Einsatz den ETA-Militärchef bei Bordeaux festgenommen. Der 26-Jährige mit dem Codenamen "Aitor" war erst vor wenigen Wochen in die Führungsspitze der Terrororganisation aufgerückt. Die ETA kämpft seit Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien.

BERN: Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hat der Großbank UBS die im Rahmen eines Vergleichs mit den US-Steuerbehörden vereinbarte Weitergabe von Kundendaten vorerst untersagt. Nach Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur sda, kam die vorläufige Verfügung jedoch zu spät, da die Daten bereits an die US-Behörden ausgehändigt worden seien. Der Datentransfer ist neben der Zahlung von 780 Millionen Dollar Teil eines Vergleichs mit den US-Justizbehörden. Diese hatten der Bank vorgeworfen, vermögenden Amerikanern systematisch bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Viele Beobachter sind der Meinung, dass mit der Weitergabe der Daten das Schweizer Bankgeheimnis unterlaufen wird.

ROM: In Italien sind ab sofort Bürgerwehren erlaubt. Die Regierung von Silvio Berlusconi verabschiedete eine entsprechende Eilverordnung zur Sicherheitspolitik. In den vergangenen Wochen hatten in Großstädten des Landes eine Reihe brutaler Vergewaltigungen und anschließende rassistische Übergriffe für großes Aufsehen gesorgt. Die Bürgerwehren seien nicht bewaffnet und müssten von Bürgermeistern und Polizei organisiert und kontrolliert werden, hieß es vom Innenministerium in Rom. Kritiker sprachen von einem schrittweisen Abschied vom Rechtsstaat.

WASHINGTON: Wegen anhaltender technischer Probleme hat die amerikanische Weltraumbehörde NASA den Start ihrer Raumfähre 'Discovery' zum mittlerweile vierten Mal verschoben. Der Orbiter werde nicht wie angekündigt am 27. Februar zur Internationalen Raumstation aufbrechen, hieß es. Wegen weiterer Tests sei noch kein neuer Termin für den Start vom Weltraumbahnhof Cape Caneveral ins Auge gefasst.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt und im Süden sowie in der Mitte gebietsweise Schnee oder Schneeregen. Temperaturen zwischen minus eins und plus sieben Grad Celsius.

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