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Nachrichten

Samstag, 21. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der Iran hat mit der Inbetriebnahme seines Atomkraftwerks in Buschehr begonnen. An der feierlichen Eröffnung der Anlage am Persischen Golf nahmen der iranische Atomchef Salehi und der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Kirijenko, teil. Bis der Leichtwasserreaktor in einigen Wochen ans Netz geht, wird er unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde mit Uran-Brennstäben aus russischer Produktion bestückt. Der Westen verdächtigt die Islamische Republik, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Kernenergie heimlich nach Atomwaffen zu streben. Israel drohte mehrfach mit einem Militärschlag, sollte der Iran in der Lage sein, Atombomben herzustellen.

BERLIN: Deutschland hat die Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche im Nahen Osten begrüßt. Die Bereitschaft der Konfliktparteien mache Hoffnung auf rasche Fortschritte auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung, erklärte Außenminister Westerwelle. Es sei nun an Israel und den Palästinensern, mit "Weitsicht und Mut" Lösungen für offene Kernfragen zu suchen. Westerwelle appellierte an beide Seiten, ein Umfeld für die Verhandlungen zu schaffen, das den Aufbau von Vertrauen ermögliche. Nach monatelanger Vermittlung der USA hatten Israel und die Palästinenser am Freitag zugesagt, nach zweijähriger Unterbrechung ab Anfang September wieder direkt miteinander zu verhandeln. - Als größte Hürde gilt der Ausbau israelischer Siedlungen im besetzten palästinensischen Westjordanland.

GENF: Nach Ansicht der Vereinten Nationen haben zu der katastrophalen Lage in Pakistan vor allem auch die zahlreichen Siedlungen entlang der Flussufer beigetragen. Das Ausmaß der Katastrophe wäre wesentlich geringer ausgefallen, hätten sich die Menschen nicht so nahe an den Ufern niedergelassen, sagte der Leiter des UN-Programms Strategie zur Verringerung von Katastrophen, Briceno, in Genf. Dies müsse bei den Wiederaufbauarbeiten beachtet werden. - Die NATO plant eine Luftbrücke und den Einsatz von Schiffen. Es sollen Hilfsgüter transportiert werden, die von Staaten und humanitären Einrichtungen gespendet wurden.

CANBERRA: Bei der Parlamentswahl in Australien ist die regierende Labor-Partei laut ersten Wählerbefragungen knapp in Führung gegangen. Danach kann die Partei von Ministerpräsidentin Gillard mit 52 Prozent der Stimmen rechnen. Das national-liberale Bündnis des Oppositionskandidaten Abbott kommt demnach auf 48 Prozent. Zu dem Zeitpunkt hatten die Wahllokale in den bevölkerungsreichen Regionen New South Wales, Queensland und Victoria geschlossen, die für das Gesamtergebnis den Ausschlag geben dürften. - Bereits Umfragen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Gillard und Abbott vorausgesagt.

PORT-AU-PRINCE: Der Hip-Hop-Musiker Wyclef Jean darf nicht zur bevorstehenden Präsidentenwahl in seinem Heimatland Haiti antreten. Der Musiker lebe im Ausland und erfülle daher nicht die gesetzlichen Vorgaben, erklärte die Wahlkommission. Der 38-Jährige, der seit seiner Kindheit in den USA lebt, erklärte, er akzeptiere die Entscheidung. Seinen Einsatz für eine Erneuerung Haitis wolle er fortsetzen. Der bisherige Präsident Preval hatte den Popstar zuletzt zum Sonderbotschafter des Landes ernannt.

BERLIN: Im Streit um eine Brennelementesteuer erhöht die Energiewirtschaft den Druck auf die Bundesregierung. In ganzseitigen Zeitungsanzeigen fordern mehr als 40 deutsche Top-Manager und Prominente längere Laufzeiten für Atomkraftwerke und den Verzicht auf weitere Energiesteuern. SPD-Chef Gabriel sprach in der "Saarbrücker Zeitung" von einer beispiellosen Propagandawelle der Atomkonzerne, die ihre Interessen brutal durchsetzen wollten. Die Parteichefin der Grünen, Roth, warf der Atomlobby vor, sie schrecke auch vor "Drohungen, Unwahrheiten und Weltuntergangszenarien" nicht zurück. Die AKW-Betreiber machen seit Wochen Druck gegen die Pläne der Regierung für eine Brennelementesteuer.

ZUM FUSSBALL: Titelverteidiger Bayern München hat einen Start nach Maß in die 48. Bundesliga-Saison erwischt. Durch ein Last-Minute-Tor von Bastian Schweinsteiger schlugen die Bayern den VfL Wolfsburg unter seinem neuen Coach Steve McClaren mit 2:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Durchweg viel Sonne bei maximal 21 bis 31 Grad. --- An der Nordsee später auch Schauer.

Am Morgen hatten gemeldet:

HAMBURG und BERLIN: 19 Grad, leicht bewölkt
DRESDEN: 16 Grad, wolkenlos
KÖLN/BONN und FRANKFURT AM MAIN: 18 Grad, heiter
MÜNCHEN: 18 Grad, wolkig

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