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Nachrichten

Samstag, 21. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

BERLIN: Angesichts der gut laufenden Konjunktur wird die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2007 nach Presseberichten auf 2,4 Prozent anheben. Dies werde Wirtschaftsminister Michael Glos am kommenden Mittwoch offiziell bekannt geben, melden übereinstimmend die Magazine 'Focus' und 'Spiegel'. Die Bundesregierung übernimmt damit die Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Bislang rechnete sie mit einem Wachstum von 1,7 Prozent.

BERLIN: In der Europäischen Union findet die Forderung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nach mehr Transparenz bei den spekulativen Hedge-Fonds nach Einschätzung Luxemburgs breite Unterstützung. Die Initiative Steinbrücks habe gute Chancen, sagte der luxemburgische Ministerpräsident und Finanzminister Jean-Claude Juncker zum Auftakt des zweiten Tages der Beratungen der EU-Finanzminister in Berlin. - Ein weiteres Thema der Ministerrunde ist die bessere Bekämpfung des Mehrwertsteuerbetrugs.

BERLIN/WASHINGTON: US-Bürger in Deutschland sind nach Angaben der Regierungen in Berlin und Washington von Terror bedroht. Die USA forderten ihre hierzulande lebenden Bürger zu erhöhter Wachsamkeit auf und verschärften in Kooperation mit den deutschen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen für diplomatische und militärische Einrichtungen. - Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, machten die Behörden keine Angaben zu Tätern und Zielen möglicher Attentate. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, es gehe im Zusammenhang mit der Terrorwarnung um eine 'islamistische Dimension'. - Nach Medienberichten werden Anschläge irakischer Terroristen befürchtet.

BERLIN: Die Absicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel, am scheidenden Siemens-Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer als Wirtschaftsberater festzuhalten, ist auf Kritik der FDP gestoßen. Parteivize Rainer Brüderle forderte Pierer in der 'Berliner Zeitung' auf, seine Beratertätigkeit ruhen zu lassen. - Pierer hatte als Konsequenz aus den Korruptionsaffären bei Siemens seinen Rücktritt angekündigt, zugleich aber betont, er persönlich habe sich nichts vorzuwerfen.

PARIS: Einen Tag früher als im Mutterland hat wegen der Zeitverschiebung die Wahl des neuen französischen Präsidenten in den Überseegebieten begonnen. Den Auftakt machte die Inselgruppe Saint-Pierre et Miquelon vor Kanada. Insgesamt 44,5 Millionen Franzosen sind aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Jacques Chirac zu wählen. Ein Drittel der Berechtigten ist nach wie vor unentschieden, welchem der zwölf Kandidaten sie ihre Stimme geben sollen. Nach letzten Umfragen lieg der Konservative Nicolas Sarkozy vor der Sozialistin Ségolène Royal. Eine Entscheidung wird erst bei der für den 6. Mai geplanten Stichwahl erwartet.

KABUL: Taliban-Rebellen haben der französischen Regierung ein Ultimatum gesetzt. Frankreich müsse binnen einer Woche seine Soldaten aus Afghanistan zurückziehen und auch dafür sorgen, dass die Regierung in Kabul inhaftierte Taliban freilasse. Sonst würden die beiden französischen Geiseln und ihre drei afghanischen Mitarbeiter getötet, heißt es in einer Internet-Mitteilung. Die beiden Mitarbeiter einer Hilfsorganisation waren Anfang April in der südöstlichen Provinz Nimros verschleppt worden. Der Afghanistan- Schutztruppe ISAF gehören 1.000 französische Soldaten an.

ABUJA: In Nigeria hat die Präsidentschaftswahl begonnen. Mehr als 60 Millionen Bürger sind im bevölkerungsreichsten Staat Afrikas aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Olusegun Obasanjo zu bestimmen. Als chancenreich gelten der von Obasanjo unterstützte Gouverneur Umaru Yar'Adua sowie die Oppositionspolitiker Atiku Abubakar und Muhammadu Buhari. Wenige Stunden vor Öffnung der Stimmlokale vereitelte die Polizei nach eigenen Angaben in der Hauptstadt Abuja einen Anschlag auf die nationale Wahlkommission. Ein mit Gasflaschen beladener Tanklastwagen, der auf abschüssiger Straße auf das Gebäude zugerollt sei, habe gestoppt werden können, hieß es. Gleichzeitig mit dem Präsidenten wird ein neues Parlament gewählt.

MOGADISCHU: Ein Appell von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, das Blutvergießen zu beenden, ist in der somalischen Hauptstadt ungehört verhallt. Islamistische Rebellen und äthiopische Truppen, die die somalischen Einheiten unterstützen, lieferten sich auch an diesem Samstag wieder heftige Gefechte.

NEW YORK: Die Debatte um eine Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen geht in eine neue Runde. Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Haya Rashed Al Khalifa, legte einen Bericht vor, nachdem die meisten UN-Mitgliedsstaaten für eine Vergrößerung des Weltsicherheitsrates eintreten. Die Zahl der Mitglieder des höchsten UN-Gremiums solle zunächst befristet erhöht werden, heißt es in dem Bericht. Die UN-Vollversammlung will am 3. Mai über das Papier debattieren.

WASHINGTON: Die USA planen nach einem Bericht der 'New York Times' im Streit um ihren geplanten Raketenschild in Europa ein weit reichendes Kooperationsangebot an Russland. So wolle die US-Regierung vorschlagen, einige amerikanische und russische Raketenabwehrsysteme zu vernetzen, meldet die Zeitung. Auch solle Moskau eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Verteidigungstechnologie angeboten werden. - Die USA wollen Teile des von Russland kritisierten Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien stationieren.

BREMEN: Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland ihre 'Woche für das Leben' eröffnet. Kardinal Karl Lehmann und Landesbischöfin Margot Käßmann forderten im Bremer Dom Mut zu Kindern. - Während der Aktionswoche sind bundesweit Diskussionen, Vorträge und Gottesdienste geplant. Im Mittelpunkt stehen Wertevermittlung und religiöse Erziehung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Süden sonnig. Im Norden und im Osten lockere Wolkenfelder. Überall trocken. Tagestemperaturen zehn bis 15, im Süden und Westen bis 21 Grad Celsius.

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