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Nachrichten

Samstag, 20. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Irans Chefunterhändler bei den Atom-Verhandlungen mit dem Westen, Ali Laridschani, ist zurückgetreten. Ein Regierungssprecher sagte, Laridschani wolle sich auf andere politische Aufgaben konzentrieren. Seinen Posten werde Vize-Außenminister Said Dschalili einnehmen. Dieser werde die für kommenden Dienstag geplanten Gespräche mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana führen. Solana muss den fünf ständigen Weltsicherheitsratsmitgliedern und Deutschland bis Mitte November mitteilen, ob der Iran jetzt im Gegenzug für Handelserleichterungen bereit ist, sein Urananreicherungsprogramm aufzugeben. Der Regierungssprecher bekräftigte die weiter ablehnende Haltung seines Landes.

WASHINGTON: Die USA haben ihre Sanktionen gegen Birma ausgeweitet. So werden die US-Konten weiterer elf Mitglieder der Militärjunta ebenso eingefroren wie die einiger Unternehmen. Außerdem dürfen die von den Sanktionen Betroffenen nicht in die USA einreisen. Präsident George W. Bush drohte mit einer weiteren Verschärfung, sollte die Junta keinen Zugang zu den politischen Gefangenen im Land gewähren und nicht in einen politischen Dialog mit der Opposition eintreten. Indien und China forderte er auf, ihren Druck auf Birma zu verstärken. Nach der brutalen Niederschlagung der Demokratiebewegung im September hatten die USA und die EU erste Sanktionen verhängt.

BERLIN: Die SPD plädiert für die Einberufung einer neuen Afghanistan-Konferenz. Dabei müsse das bisherige Engagement für das Land überprüft und eventuell korrigiert werden, heißt es in einem Antrag für den SPD-Parteitag in der kommenden Woche in Hamburg. Konkret verlangen die Sozialdemokraten organisatorische Änderungen bei der US-geführten Anti-Terror-Operation Enduring Freedom. Es sei etwa zu klären, ob die Mandatierung dieser auch parteiintern umstrittenen Operation nicht duch den UN-Sicherheitsrat erfolgen könne. Um den innerafghanischen Versöhnungsprozess voranzubringen, spricht sich die SPD für die Einbeziehung "aller Kräfte" aus, die bereit seien, den bewaffneten Kampf einzustellen und die Verfassung zu respektieren. Im Frühjahr hatte Parteichef Kurt Beck dafür geworben, auch gemäßigte Taliban an solchen Gesprächen zu beteiligen.

WASHINGTON: Die in der Gruppe der 24 zusammengefassten Schwellenländer sind enttäuscht über die bisherigen Gespräche zur Reform des Internationalen Währungsfonds IWF. Die entsprechenden Vorschläge der Industriestaaten seien enttäuschend und inakzeptabel, hieß es nach einem Treffen in Washington. Man fordere deutlich höhere Stimmquoten. Derzeit verfügen die USA und Europa beinahe über die Hälfte der Stimmrechte und haben damit mehr Gewicht als etwa aufstrebende Wirtschaftsmächte wie Indien. Auch die G7-Staaten verlangten eine fundamentale Reform des IWF, die die neuen Realitäten der Weltwirtschaft besser widerspiegele.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Absicht bekräftigt, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung stärker abzusenken als bisher geplant. In ihrer Videobotschaft stellt Merkel eine rasche Reduzierung auf 3,5 Prozent in Aussicht. Bislang hat die große Koalition beschlossen, den Beitrag zum Jahresbeginn 2008 von derzeit 4,2 auf 3,9 Prozent zu senken. Zur Begründung verwies die Kanzlerin vor allem auf die mittelständischen Betriebe. Diesen solle es durch die Senkung der Lohnzusatzkosten erleichtert werden, weiter in Deutschland zu produzieren und damit das Rückgrat der Wirtschaft zu bleiben.

GLADBECK: Vier Monate nach der Gründung auf Bundesebene schließt die neue Partei Die Linke ihren Fusionsprozess in den Ländern ab. An diesem Samstag sollen noch Landesverbände in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg aus der Taufe gehoben werden. Die jeweiligen Parteitage finden in Gladbeck und Stuttgart statt. Die Linke in Nordrhein-Westfalen hat nach eigenen Angaben rund 5.200 Mitglieder und wird damit den größten Landesverband im Westen Deutschlands stellen. Mitte Juni hatten sich nach zweijährigen Verhandlungen die ostdeutsche Linkspartei und die westdeutsch geprägte Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) zusammengeschlossen.

BANGKOK: Der mutmaßliche Kinderschänder Christopher Neil, der am Freitag im Norden Thailands gefasst wurde, bleibt für zunächst zwölf Tage in Untersuchungshaft. Über eine mögliche Haftverlängerung will der Strafgerichtshof in Bangkok danach entscheiden. Der 32-jährige kanadische Lehrer soll mehrere Jungen in asiatischen Staaten sexuell missbraucht haben. Fotos seiner Taten hatte er ins Internet gestellt, sein Gesicht dabei aber verfremdet. Mit Hilfe des Bundeskriminalamtes konnte es rekonstruiert werden. Nach einer weltweiten Fahndung über Interpol wurde Neil in Thailand ausgemacht. Kanada will seine Auslieferung beantragen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Bayern und Sachsen viele Wolken und etwas Regen, oberhalb 600 Meter Schnee. Sonst freundlich, im Laufe desTages von Norden her Aufzug von Wolken. Höchstwerte vier bis zwölf Grad.

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