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Nachrichten

Samstag, 20. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Extremisten des Terrornetzwerkes El-Kaida und verbündeter Gruppierungen planen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" einen Anschlag auf das Reichstagsgebäude in Berlin, in dem der Deutsche Bundestag untergebracht ist. Wie das Magazin unter Berufung auf Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden berichtet, wollen die Extremisten Geiseln nehmen und ein Blutbad anrichten. Die Informationen über die Planungen stammten von einem Dschihadisten, der sich im Ausland aufhalte und sich mehrmals telefonisch an das Bundeskriminalamt gewandt habe, heißt es in dem Bericht weiter. Er wolle angeblich aussteigen. Die Anschläge seien für Februar oder März geplant. Diese Informationen seien für Bundesinnenminister de Maiziere Anlass gewesen, öffentlich vor einem bevorstehenden Anschlag zu warnen.

LISSABON: Nach der Einigung auf eine gemeinsame Raketenabwehr will die NATO zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in der portugiesischen Hauptstadt die Weichen für den Truppen-Abzug aus Afghanistan stellen. Die ersten der insgesamt 130.000 Soldaten könnten danach im kommenden Jahr das Land verlassen. Mit Russland, dem einstigen Feind im so genannten Kalten Krieg, soll darüber hinaus eine neue Zusammenarbeit vor allem bei der neuen Raketenabwehr für Europa begründet werden. Staatspräsident Dmitri Medwedew fliegt dazu eigens nach Lissabon. Am Vortag hatten die Staats- und Regierungschefs der 28 NATO-Mitgliedsstaaten beschlossen, in den kommenden zehn Jahren einen Raketenabwehrschirm aufzubauen.

FREIBURG: Mit einer Debatte über die Kommunalfinanzen haben die Grünen ihren Bundesparteitag fortgesetzt. Auf der Tagesordnung steht auch die Wahl der Führungsspitze. Es wird damit gerechnet, dass die beiden Vorsitzenden Roth und Özdemir in ihren Ämtern bestätigt werden. Am Vortag hatten die Grünen in Freiburg ein umfassendes Konzept für die komplette Umstellung der Stromversorgung auf Öko-Energie binnen 20 Jahren beschlossen. Die Delegierten stimmten mit großer Mehrheit dafür, die Wärmeproduktion in 30 Jahren - also bis 2040 - auf erneuerbare Quellen umzustellen.

NÜRNBERG: Die Bundesagentur rechnet damit, dass künftig jährlich zwischen 100.000 und 140.000 Arbeitskräfte aus Osteuropa zeitweilig oder dauerhaft einen Arbeitsplatz in Deutschland suchen. Grund ist die ab Mai kommenden Jahres geltende Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den dortigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Dies werde den Abbau der Arbeitslosigkeit im Osten Deutschlands verzögern, sagte das Vorstandsmitglied der Nürnberger Behörde, Alt, der Zeitschrift "Super Illu". Vor allem im Bereich der An- und Ungelernten werde ein zusätzlicher Wettbewerb entstehen.

PESCHAWAR: Im Nordwesten Pakistans haben Aufständische wieder zehn für die Nato-Truppen in Afghanistan bestimmte Tanklastwagen in Brand gesteckt. Wie die Polizei mitteilte, stürmten die mutmaßlichen Taliban-Kämpfer dazu einen Betrieb in Peschawar und überwältigten die Wachleute. Rund 80 Prozent des Nachschubs für die von der Nato geführten Truppen in Afghanistan muss auf dem Landweg über Pakistan ins Land gebracht werden.

NEW YORK: Die amerikanische Börse an der Wall Street steht möglicherweise vor einem ihrer größten Skandale wegen so genanntem Insider-Handels. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" bereiten die US-Justizbehörden wegen der illegalen Weitergabe privater Informationen an Händler in großem Stil Klagen gegen Finanzinvestoren vor. Betroffen sei eine Reihe von Investment-Bankern oder Hedgefonds-Managern. Es gehe um Dutzende Millionen Dollar an unrechtmäßigen Gewinnen.

WELLINGTON: Auch einen Tag nach der Explosion in einer neuseeländischen Kohlegrube haben Retter noch keinen Kontakt zu den 29 verschütteten Bergleuten. Die Rettungsarbeiten verzögerten sich wegen weiterer Gas-Messungen, ließ der Grubenbetreiber Pike River Coal mitteilen. Das Unglück hatte sich rund 200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Wellington ereignet. Nur zwei Bergleute waren der bislang ungeklärten Explosion entkommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach trüb, im Norden etwas Regen. In der Mitte und im Süden zeigt sich auch mal die Sonne. Die Temperaturen steigen auf drei Grad im Donautal und bis zehn Grad im Rheinland.

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