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Nachrichten

Samstag, 20. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag in der irakischen Hauptstadt sind nach Angaben der Polizei mindestens 19 Menschen getötet und knapp 40 verletzt worden. Die Bombe sei im Schiiten-Viertel Sadr-City bei einem Imbiss-Stand explodiert. In der Ortschaft Kaim an der Grenze zu Syrien riss ein Selbstmordattentäter fünf Polizisten mit in den Tod. - Unterdessen haben sich die politischen Kräfte im Irak mehr als fünf Monate nach der Parlamentswahl auf eine neue Regierung verständigt. Der designierte Ministerpräsident Nuri al-Maliki werde sein Kabinett an diesem Samstag dem Parlament vorstellen, berichtete der arabische Sender Al-Arabija. Über die Besetzung des Innen- und des Verteidigungsministers sei bisher aber noch keine Übereinkunft erzielt worden.

GAZA-STADT: Bei einer schweren Explosion im Hauptquartier des palästinensischen Geheimdienstes im Gazastreifen sind nach ersten Meldungen mindestens ein Mensch getötet und sechs Personen verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch der loyal zu Palästinener-Präsident Mahmud Abbas stehende Geheimdienstchef Tarek Abu Rajab, berichteten Korrespondenten. - In der Nacht zum Samstag war es in Gaza erneut zu Zusammenstößen zwischen bewaffneten Mitgliedern der rivalisierenden Hamas- und Fatah-Gruppen gekommen. Fünf Menschen wurden dabei verletzt.

KABUL: Im Süden Afghanistans ist es erneut zu schweren Gefechten mit Aufständischen gekommen. Wie das US-Militär mitteilte, wurden in der südlichen Provinz Urusgan bei Kämpfen mit Taliban-Rebellen ein amerikanischer Soldat getötet und sechs weitere verletzt. US-Einheiten waren gemeinsam mit afghanischen Regierungstruppen im Einsatz. In der Provinz Helmand wurden bei einem Feuergefecht sechs Taliban und ein afghanischer Soldat getötet. - Mitte der Woche waren im Süden Afghanistans bei schweren Kämpfen etwa hundert Menschen getötet worden.

POTSDAM: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Bundesländer ist nach dreimonatigem Streik eine Einigung erzielt worden. Die Beschäftigten der Bundesländer -mit Ausnahme von Berlin und Hessen- sollen länger arbeiten und stufenweise 2,9 Prozent mehr Lohn erhalten. Die Arbeitszeit erhöht sich auf knapp unter 40 Wochenstunden. Sie fällt nach Einkommensgruppe und Bundesland unterschiedlich aus, wobei es in den westdeutschen Ländern im Schnitt 39,22 Stunden sind. Außerdem einigten sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die Gewerkschaft Verdi auf gestaffeltes Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie auf Einmalzahlungen für 2006 und 2007 zwischen 100 und 350 Euro. Dabei sollen niedrige Gehaltsgruppen bevorzugt werden.

BERLIN: Finanzminister Peer Steinbrück hat nach der vom Bundestag beschlossenen Erhöhung der Mehrwertsteuer jede weitere Anhebung von Steuern und Abgaben ausgeschlossen. Mit der Mehrwertsteuererhöhung sei das Notwendige getan, um die staatliche Einnahmebasis zu sichern, sagte der SPD-Politiker der 'Leipziger Volkszeitung'. Eine Umschichtung innerhalb der Steuer- und Abgabenlast sei damit aber ausdrücklich nicht ausgeschlossen. - Der Bundestag hatte am Freitag mit den Stimmen der großen Koalition die Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent zum 1. Januar 2007 beschlossen.

BERLIN: Wegen der stetig wachsenden Zahl von Beziehern des Arbeitslosengeldes II und der damit verbundenen Kosten muss die große Koalition nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Peter Struck weitere Leistungskürzungen vornehmen. Ziel sei, dass nur derjenige das so genannte Arbeitslosengeld II bekomme, der auch wirklich bedürftig sei, sagte Struck der 'Bild am Sonntag'. Es könne nicht sein, dass manch einer, der berufstätig sei, weniger verdiene, als ihm nach Hartz IV-Gesetz zustünde. In einem Brief an die Bundestagsfraktionen hatten Kommunale Spitzenorganisationen und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden einen dramatischen Anstieg der Kosten für Arbeitslose beklagt.

BERLIN: Der Zentralrat der Juden hat im Streit über die Sicherheit von dunkelhäutigen Besuchern der Fußball-WM vor einer Verharmlosung der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland gewarnt. Es sei unverantwortlich, wie führende Politiker versuchten, die Übergriffe auf ausländische Mitbürger klein zu reden, sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, der Chemnitzer 'Freien Presse'. Führende Politiker hatten mit Empörung und harscher Kritik auf die Warnung des früheren Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye reagiert. Dieser hatte gesagt, es gebe Gegenden in Ostdeutschland, die dunkelhäutige Ausländer besser meiden sollten.

PEKING: Nach 13 Jahren ist in China der Drei-Schluchten-Staudamm fertiggestellt worden, das Herzstück des künftig größten Wasserkraftwerks der Welt. Der Hauptdamm im Tal des Jangtse ist 184 Meter hoch und 2.300 Meter lang. Mit einer Leistung von rund 85 Milliarden Kilowattstunden soll das Wasserkraftwerk von 2008 an den wachsenden Energiebedarf der Volksrepublik decken helfen. Für das umstrittene Bauvorhaben wurden mehr als eine Million Menschen umgesiedelt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen Regen und Gewitter mit heftigen Sturmböen. Im Osten noch freundlich. Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 13 Grad, wolkig;
Berlin und München: 14 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 15 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 12 Grad, nach Regen und
Frankfurt am Main: 14 Grad, stark bewölkt.
  • Datum 20.05.2006
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  • Datum 20.05.2006
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