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Nachrichten

Samstag, 20. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DEN HAAG: Nach dem Bruch der Mitte-Links-Koalition in den Niederlanden wegen des Streits um das Afghanistan-Mandat hat Ministerpräsident Balkenende eine Minderheitsregierung ausgeschlossen. Nach dem Ausscheiden der Sozialdemokraten werde er die Ämter seiner Partei und des dritten Koalitionspartners Christen-Union zur Verfügung stellen, teilte der christdemokratische Regierungschef nach der nächtlichen Krisensitzung in Den Haag mit. Es werde eine Neuwahl geben. Balkenendes seit drei Jahren regierendes Dreier-Bündnis war an Meinungsverschiedenheiten über eine Verlängerung des Afghanistan-Mandates zerbrochen. Die NATO hatte die Niederlande gebeten, den Einsatz um ein Jahr zu verlängern.

FRANKFURT AM MAIN: Die Lufthansa und die Billigtochter Germanwings bereiten sich mit Not-Flugplänen auf den angekündigten Streik der Pilotenvereinigung Cockpit von Montag bis Donnerstag vor. Nach den im Internet veröffentlichten Plänen der Gesellschaften werden zwei Drittel der Flüge gestrichen. Etwa 600 Flüge sollen durchgeführt werden. Weitgehend nicht betroffen sind die Verbindungen der Regionalpartner. Gestreikt werden soll auch bei der Lufthansa-Frachtsparte. Im Kern des Tarifstreits geht es der Pilotenvereinigung Cockpit um die Sicherung der Arbeitsplätze der deutschen Piloten. Bundesverkehrsminister Ramsauer forderte die Tarifparteien auf, Streiks doch noch auf dem Verhandlungsweg zu verhindern.

BERLIN: Nach dem Bankdaten-Diebstahl in der Schweiz haben sich nach Presseinformationen Tausende Steuersünder in Deutschland bei ihren Finanzämtern selbst angezeigt. Nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" wollen jetzt mehr als 3200 Steuerflüchtlinge ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Bei durchschnittlichen Nachzahlungen zwischen 100.000 Euro und 150.000 Euro pro Selbstanzeige summierten sich die zusätzlichen Steuereinnahmen bislang auf etwa 480 Millionen Euro.

ISLAMABAD: Durch einen Luftangriff haben pakistanische Streitkräfte im Nordwesten des Landes nach eigenen Angaben mindestens 30 mutmaßliche radikal-islamische Kämpfer getötet. Die Armee habe vor dem Angriff einen Hinweis auf das Taliban-Versteck in den Shawal-Bergen in der Provinz Süd-Waziristan erhalten, heißt es. Durch zwei Bombenanschläge wurden in der Stammesregion im Bezirk Mansehra ein örtlicher Polizeichef getötet und acht weitere Personen verletzt. Die beiden Selbstmordattentäter hatten nahezu zeitgleich zwei Polizeiwachen angegriffen.


KIEW: Die ukrainische Ministerpräsidentin Timoschenko hat ihre Beschwerde gegen den Sieg ihres Rivalen Viktor Janukowitsch bei der Präsidentenwahl zurückgezogen. Bei einer Anhörung vor dem obersten Verwaltungsgericht in Kiew bezeichnete sie ihren Schritt als "zwecklos". Timoschenko, eine der führenden Figuren bei der so genannten "Revolution in Orange" vor fünf Jahren, hatte dem als pro-russisch geltenden Lager um Janukowitsch Wahlbetrug vorgeworfen. Dieser hatte die Stichwahl mit rund drei Prozent Vorsprung gewonnen und soll am 25. Februar vereidigt werden.

RABAT: Beim Einsturz des Minaretts einer Moschee in Marokko sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich während des Freitagsgebets in der Altstadt von Meknès im Norden des Landes. Nach Agenturberichten wurden etwa 70 Menschen verletzt. Ursache des Unglücks waren möglicherweise die heftigen Regenfälle der jüngsten Zeit. Diese hätten den Boden aufgeweicht und den rund 400 Jahre alten Moscheeturm zum Einsturz gebracht, so die Behörden.

ZUM SPORT: Bei den Olympischen Winterspielen in Kanada haben Teilnehmer aus Deutschland wieder Medaillen errungen. Im Skeleton der Damen gingen Silber und Bronze an Kerstin Szymkowiak und Anja Huber.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit Regen-, Schneeregen- oder Schneeschauern. Aufheiterungen besonders im Osten und Nordosten. Höchstwerte zwischen ein und sechs Grad.

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