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Nachrichten

Samstag, 20. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Der künftige US-Präsident Barack Obama hat die Zusage staatlicher Milliardenhilfen für die marode Automobilindustrie begrüßt. Er wolle sich als künftiger Präsident für das langfristige Überleben der US-Autoindustrie einsetzen, sagte Obama. Dabei wolle er dafür sorgen, dass bei anstehenden Umstrukturierungen nicht die Arbeitnehmer die Hauptlast zu tragen hätten. Gleichwohl betonte Obama, alle Beteiligten müssten einen Beitrag leisten. Die Auto-Gewerkschaften haben davor gewarnt, den Beschäftigten zu große Einbußen zuzumuten. Der scheidende Präsident George W. Bush hatte seine Bereitstellung von bis zu 17,4 Milliarden Dollar für General Motors und Chrysler an Bedingungen geknüpft, darunter eine Anpassung des Lohnniveaus an das ausländischer Autoproduzenten in den USA.

BRÜSSEL: Das von der internationalen Finanzkrise schwer getroffene EU-Mitglied Lettland erhält ein internationales Kreditpaket in Höhe von 7,5 Milliarden Euro. Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, beteiligt sich die Europäische Union mit 3,1 Milliarden Euro an dem Hilfsprogramm. Weitere Gelder kommen von der Weltbank und den skandinavischen Ländern. Lettland hat mit der schwersten Rezession aller 27 EU-Staaten zu kämpfen.

BRÜSSEL: Der belgische König Albert II. hat eine Entscheidung über das Rücktrittsangebot der Regierung von Ministerpräsident Yves Leterme vertagt. Albert wolle zunächst Konsultationen über das weitere Vorgehen in der Regierungskrise führen, teilte das Königshaus mit. Der belgischen Regierung wird vorgeworfen, Druck auf die Justiz ausgeübt zu haben, um den Verkauf des angeschlagenen Finanzkonzerns Fortis an die französische Bank BNP durchzusetzen.

GAZA-STADT: Bei einem israelischen Luftangriff auf militante Palästinenser sind im Gazastreifen ein Mensch getötet und drei verletzt worden. Ein Verteter des israelischen Militärs sagte, der Angriff in der Nähe der Stadt Dschebalja habe einer Gruppe gegolten, die Raketen auf Israel abfeuern wollte. Ein Waffenstillstand zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas-Organisation, die den Gazastreifen kontrolliert, war am Freitag offiziell abgelaufen. Bereits in den Tagen davor war der Süden Israels wiederholt vom Gazastreifen aus mit Raketen beschossen worden. Im Gegensatz zu Israel weigert sich die Hamas, den Waffenstillstand zu verlängern. Die USA und die Vereinten Nationen riefen beide Seiten auf, Ruhe zu bewahren.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag im Südwesten Afghanistans sind drei dänische Soldaten der internationalen ISAF-Schutztruppe getötet worden. Ein weiterer Soldat erlitt Verletzungen, als eine am Straßenrand versteckte Bombe explodierte. In Afghanistan sind rund 700 dänische Soldaten stationiert. Nach Informationen der Agentur AP wollen die USA ihre Truppen in Afghanistan um 3.000 Soldaten verstärken. Anfang nächsten Jahres würde eine Luftwaffenbrigade in das westasiatische Land entsandt, so AP. Derzeit sind rund 31.000 US-Soldaten in Afghanistan im Einsatz.

PRAG: Das Parlament in Tschechien hat es abgelehnt, die Mandate für die Auslandsmissionen der Streitkräfte des Landes zu verlängern. Damit müssen rund 500 tschechische Soldaten ihren Einsatz in Afghanistan mit Ablauf des Jahres beenden. Auch die 550 Soldaten der Kfor-Mission im Kosovo sowie fünf Ausbildungsoffiziere im Irak müssen zurückgezogen werden. Für die Regierung von Ministerpräsident Mirek Topolanek bedeutet die Parlamentsentscheidung eine schwere Niederlage.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das seit fünf Jahren geltende Waffenembargo gegen Liberia um ein weiteres Jahr verlängert. Zwar habe die Regierung von Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf erhebliche Fortschritte beim Wiederaufbau des westafrikanischen Landes erzielt. Gleichwohl gehe von ihm noch eine Bedrohung der Sicherheit in der Region aus, heißt es in einer Erklärung. Ein fast 15 Jahre dauernder Bürgerkrieg in Liberia war erst 2003 beendet worden. Sirleaf wurde im November 2005 zur Präsidentin gewählt. Ebenfalls um ein Jahr verlängerte der Sicherheitsrat die Reiseverbote für liberianische Persönlichkeiten, die den Friedensprozess in dem früheren Bürgerkriegsland behindern. Dazu zählen mehrere aus dem Umfeld des ehemaligen Staatschefs Charles Taylor, dem derzeit vor einem Sondertribunal der Prozess gemacht wird.

BERLIN: Der Bundestag hat der Beteiligung der Marine am EU-Einsatz gegen Piraten vor der Küste Somalias mit großer Mehrheit zugestimmt. Das beschlossene Mandat gilt für ein Seegebiet von drei Millionen Quadratkilometern und sieht die Entsendung einer Fregatte und von bis zu 1.400 Soldaten vor. An der EU-Mission 'Atalanta' wollen sich mindestens acht Länder beteiligen.

BERLIN: Als Konsequenz aus dem Messerangriff eines mutmaßlichen Neonazis auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gefordert, den Fahndungsdruck auf die rechtsradikale Szene zu erhöhen. Polizei und Verfassungsschutz müssten mit aller Härte jede rechtsextremistische Äußerung und Handlung verfolgen, sagte der SPD-Kanzlerkandidat der Zeitung 'Bild am Sonntag'. Der vor einer Woche bei dem Attentat schwer verletzte Mannichl konnte am Freitag das Krankenhaus verlassen.

BERLIN: Der Bundesrat hat bei seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause eine Reihe lang umstrittener Gesetze verabschiedet. So billigte die Länderkammer mit knapper Mehrheit das BKA-Gesetz, das dem Bundeskriminalamt erlaubt, zur Abwehr terroristischer Gefahren auch vorbeugend zu ermitteln. Dabei können unter anderem Computer von Verdächtigen online durchsucht werden. FDP und Grüne kündigten Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz an.

MÜNCHEN: Der schwer angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate will mehr als ein Drittel seiner Arbeitsplätze abbauen. Die Zahl der Mitarbeiter werde in den kommenden drei Jahren von rund 1.800 auf etwa 1.000 verringert, teilte die Bank mit. Der Großteil davon befände sich im Ausland. Die Münchener Privatbank war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und braucht massive Unterstützung aus dem Banken-Rettungsfonds der Bundesregierung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Regen, im Südosten etwas Schnee. Höchstwerte zwei Grad Celsius im Süden und bis zu zehn Grad am Niederrhein.

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