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Nachrichten

Samstag, 2. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Bei der bislang größten Demonstration gegen das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" haben zehntausende Bürger den Rücktritt von Ministerpräsident Mappus, CDU, und Innenminister Rech gefordert. Die Polizei sprach von 50.000 Teilnehmern, nach Angaben der Projekt-Gegner waren es zeitweise 100.000. Die Demonstration verlief nach Polizeiangaben friedlich. Die Landesregierung war nach dem harten Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten unter Druck geraten. Dabei waren am Donnerstag nach Behördenangaben 130 Menschen verletzt worden, die Demonstranten sprachen von mehr als 400 Verletzten.

QUITO: Bei der Rebellion von Polizisten in Ecuador sind nach Angaben der Regierung acht Menschen getötet und mehr als 270 verletzt worden. Zwei der Todesopfer seien Polizisten, die anderen Zivilisten, teilte das Gesundheitsministerium in Quito mit. Die Lage in dem südamerikanischen Land hat sich nach Korrespondentenberichten wieder beruhigt. Der Ausnahmezustand gelte aber weiter.

MÜNCHEN: Die Bundesregierung will Banken, die der Staat in der Finanzkrise mit Kapital gestützt hat, zur Einführung einer Gehaltsobergrenze von 500.000 Euro im Jahr für alle Mitarbeiter zwingen. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Finanzstaatssekretär Koschyk, er habe sich darauf grundsätzlich mit Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger verständigt. Derzeit werde geprüft, wie der Bund das Gehaltslimit rechtlich bindend umsetzen könne, auch in Fällen, in denen die Arbeitsverträge einzelner Bankbeschäftigter höhere Gehälter vorsähen. Die Regierung reagiert mit der Neuregelung auf Medienberichte, wonach etwa 200 Beschäftigte mehrerer Institute mehr als 500.000 Euro im Jahr verdienen.

BREMEN: Mit einem Bürgerfest beginnen an diesem Samstag im Bundesland Bremen die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Auf einer Festmeile, zu Konzerten und einem Feuerwerk werden hunderttausende Besucher erwartet. Am Sonntag steht ein Festakt im Mittelpunkt, auf dem Bundespräsident Wulff eine programmatische Rede halten will. In einer in Berlin verbreiteten Erklärung betonte Wulff, 20 Jahre Deutsche Einheit seien ein Anlass zum Feiern, aber auch zum Innehalten. Seit 1990 habe Deutschland gewaltige Veränderungen erfahren, besonders im Osten.

ISLAMABAD: Bei einem den USA zugeschriebenen Raketenangriff sind im Nordwesten Pakistans nach Angaben örtlicher Sicherheitskräfte mindestens sechs mutmaßliche islamische Extremisten getötet worden. Die von einem unbemannten Flugzeug abgefeuerten Raketen hätten im Stammesgebiet Nordwasiristan ein Haus getroffen, in dem sich die Männer aufgehalten hätten. - Die USA haben die - offiziell nie bestätigten - Angriffe mit Drohnen in den vergangenen Wochen erheblich verstärkt. Nach pakistanischen Angaben wurden im September bei mindestens 21 Angriffen 120 Menschen getötet.

LIMA: In Peru sind führende Mitarbeiter des ehemaligen Präsidenten Fujimori wegen Massakern sogenannter Todesschwadronen zu Haftstrafen von 15 bis 25 Jahren verurteilt worden. Unter ihnen sind die ehemaligen Chefs der Streitkräfte und der Luftwaffe sowie der frühere Leiter des Geheimdienstes, Montesinos, ein enger Vertrauter Fujimoris. Der ehemalige Präsident, der Peru von 1990 bis 2000 regierte, verbüßt langjährige Haftstrafen wegen der Morde von Todesschwadronen und wegen Korruption und Machtmissbrauch.

JAKARTA: Bei einem Zugunglück in Indonesien sind nach neuen offiziellen Angaben mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. Es habe zudem zahlreiche Verletzte gegeben, hieß es weiter. Zu dem Unglück kam es, als ein Zug im Norden der Insel Java in einen stehenden Zug raste. Das Verkehrsministerium kündigte eine Untersuchung an.

WITTENBERG/COTTBUS: In den Hochwassergebieten entlang der Pulsnitz und der Schwarzen Elster in Brandenburg und Sachsen-Anhalt gilt weiter Katastrophenalarm. Mit einer Entspannung der Lage sei nicht vor Sonntagabend zu rechnen, sagte ein Sprecher des Landkreises Wittenberg. Der Scheitel des Hochwassers an der Schwarzen Elster, einem Nebenfluss der Elbe, wird in der Nacht zum Sonntag erwartet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Südwesten längere Aufheiterungen, meist trocken. Sonst viele Wolken und etwas Regen, der allmählich nachlässt. Höchstwerte zwischen 13 und 21 Grad.

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