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Nachrichten

Samstag, 2. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

ROSTOCK: In der nordostdeutschen Stadt Rostock sind tausende Kritiker des G8-Gipfels zusammengekommen. Sie wollen in zwei Demonstrationszügen durch die Stadt ziehen. Anschließend ist eine Abschlusskundgebung am Stadthafen geplant. Während die Veranstalter 100.000 Teilnehmer erwarten, geht die Polizei von etwa 30.000 Demonstranten aus. Nach dem Verbot einer NPD-Demonstration in Schwerin sind die Rechtsextremen in verschiedenen Städten aufmarschiert. In Berlin seien sie durch das Brandenburger Tor gezogen, sagte ein Polizeisprecher. Die wenigen Beamten vor Ort hätten sie zunächst nicht aufhalten können. Nach Verstärkung der Polizeipräsenz seien 13 Personen festgenommen worden. Auch in Lüneburg, Potsdam und Oranienburg kam es zu unangemeldeten NPD-Aufmärschen. Der G8-Gipfel, an dem die führenden Industrienationen teilnehmen, findet kommende Woche in Heiligendamm an der Ostsee statt.

BERLIN: Trotz des Widerstandes der USA beharrt Bundeskanzlerin Angela Merkel kurz vor dem G-8-Gipfel auf konkreten Vereinbarungen zum Klimaschutz. Sie sei gegen faule Kompromisse, sagte sie dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel'. Zudem müssten weltweite Klimaschutzregelungen weiter unter dem Dach der Vereinten Nationen getroffen werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel dürften nicht aufgeweicht werden. Merkel räumte jedoch ein, dass man sich auf dem G8-Gipfel wohl nicht auf den deutschen Vorschlag einigen werde, den Temperaturanstieg auf der Erde bis zum Jahr 2050 auf zwei Grad zu begrenzen. US-Präsident George W. Bush hatte alternativ vorgeschlagen, dass sich die größten Umweltverschmutzer erst Ende 2008 auf gemeinsame Ziele zur Verringerung der Treibhausgase einigen sollten.

MOSKAU: Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Kritik an den Plänen der USA verschärft, Teile ihres Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien zu errichten. Dem Magazin 'Der Spiegel' sagte Putin, durch das Vorgehen der USA werde die Möglichkeit zur Entfesselung eines nuklearen Konflikts sogar größer. Die strategische Balance in der Welt werde gestört. - Der für die US-Raketenabwehr zuständige General Henry Obering bot Russland im 'Spiegel' an, Teile des Systems dort zu stationieren. Dann könnte sich auch Russland gegen iranische Raketen schützen.

SINGAPUR: US-Verteidigungsminister Robert Gates hat die asiatischen Staaten zu stärkerer Unterstützung bei der Befriedung Afghanistans aufgerufen. Bei einer internationalen Konferenz in Singapur sagte Gates, sollte die Sicherheitslage in Afghanistan nicht unter Kontrolle zu bringen sein, dann werde dies internationale Auswirkungen haben. - Gates sprach sich zudem für einen umfassenden Dialog mit China über die Militärpolitik der Volksrepublik aus. Ein hochrangiger Vertreter der chinesischen Armee betonte den defensiven Charakter der Militärdoktrin seines Landes. - Am Sonntag wird Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung in Singapur sprechen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen den Bau einer Transrapid-Strecke im Iran ausgesprochen. Eine deutsche Beteiligung sei völlig unakzeptabel, da Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad weiter daran festhalte, Israel vernichten zu wollen, sagte sie dem Magazin 'Der Spiegel'. Der Iran hatte vergangene Woche bei einer Münchner Firma eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Magnetbahn gilt als deutsches Hightech-Produkt. Weltweit gibt es bislang nur eine kurze Strecke in Shanghai, auf der der Transrapid im Alltagsbetrieb verkehrt.

BEIRUT: Im Norden des Libanon gehen die Kämpfe zwischen der Armee und radikalen Palästinensern im Flüchtlingslager Nahr el Bared weiter. Nach Korrespondentenberichten beschossen die Regierungstruppen Stellungen der Gruppe 'Fatah al Islam' mit Artillerie. Ein Vertreter der Gruppe, die Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida haben soll, schloss in einem Telefongespräch mit der Agentur Reuters die von der Armee geforderte Kapitulation kategorisch aus. - Am Freitag war es zu den heftigsten Gefechten seit Beginn der Krise um die Flüchtlingssiedlung vor knapp zwei Wochen gekommen. Dabei wurden nach Angaben der Armee drei Soldaten und mehrere Extremisten getötet. Seit Beginn der Kämpfe wurden damit insgesamt rund hundert Menschen getötet. Nach Angaben der Vereinten Nationen sitzen in dem Lager noch etwa fünftausend Zivilisten fest.

MOGADISCHU: US-Kriegsschiffe haben nach Angaben aus Somalia im Nordosten des Landes eine Ortschaft beschossen, in der sich islamistische Kämpfer verschanzt hätten. Dies teilte ein Vertreter der quasi-autonomen somalischen Region Puntland mit. Vor dem US-Raketenangriff sei es zu Gefechten zwischen den Islamisten und Truppen aus Puntland gekommen. Angaben zu möglichen Opfern liegen nicht vor. Der US-Fernsehsender CNN hatte zuvor berichtet, ein Kriegsschiff habe ein Ziel im Norden Somalias mit einer Rakete beschossen. Der Angriff habe offenbar einem mutmaßlichen Mitglied des Terrornetzwerks El Kaida gegolten, das in die Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 verwickelt gewesen sein soll, bei denen 240 Menschen getötet worden waren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten meist freundlich und trocken, sonst im Tagesverlauf immer wieder einzelne Schauer, örtlich auch Gewitter. Höchstwerte 20 bis 25 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg und Berlin: 18 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 17 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 21 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 20 Grad, wolkig und
München: 14 Grad bedeckt.

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