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Nachrichten

Samstag, 19. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SOTSCHI: Die russischen Partner des Opel-Käufers Magna setzen weiter auf einen Zugriff auf die Technologie des Rüsselsheimer Autobauers. Ohne einen Transfer des technischen Wissens nach Russland sei das Geschäft wertlos, betonte Sberbank-Chef German Gref am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Sotschi. Auch Ministerpräsident Wladimir Putin hatte am Freitag gesagt, man brauche nicht so sehr das Geld ausländischer Investoren, als das Wissen und die Erfahrung internationaler Akteure. Die russischen Autobauer Avtovaz und GAZ hatten bereits Interesse an einem Einstieg in das Opel-Geschäft angemeldet. --- Die staatlich kontrollierte Sberbank steigt gemeinsam mit dem Zulieferer Magna bei Opel ein. Der Mutterkonzern General Motors hat laut Verhandlungskreisen bei der Zusage an das Konsortium den Technik-Transfer eingeschränkt.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds -IWF- hat den Verkauf von rund 400 Tonnen Gold beschlossen, um mit dem Erlös Hilfskredite für die ärmsten Länder der Welt zu finanzieren. Dies entspricht etwa einem Achtel seiner Goldreserven. Die Weltfinanzorganisation verfügt nach den USA und Deutschland offiziell über die drittgrößten Goldreserven. Das Edelmetall soll nach Angaben aus Washington so verkauft werden, dass keine Turbulenzen im internationalen Handel entstehen. Ein Teil gehe an interessierte Zentralbanken der Mitgliedsländer. Der übrige Teil soll in mehreren Tranchen auf den Rohstoffmärkten verkauft werden. Es wird erwartet, dass China, Indien und Russland zu denjenigen Staaten gehören, die das IWF-Gold erwerben werden.

BERLIN: Angesichts eines neuen Videos der Terrororganisation El Kaida mit Drohungen gegen Deutschland sind die Sicherheitsvorkehrungen im Land verstärkt worden. Das Bundesinnenministerium teilte mit, man gehe wegen des am Freitag ins Internet gestellten Videos von einer erhöhten Gefährdungslage aus. Nach Medienberichten wird mit Anschlägen gedroht, falls die deutschen Soldaten nach der Bundestagswahl nicht aus Afghanistan abgezogen werden sollten. Laut Bundesanwaltschaft zeigt das Band mit hoher Wahrscheinlichkeit den Bonner Islamisten Bekkay Harrach, der bereits Anfang des Jahres in einem gegen Deutschland gerichteten Terror-Video auftauchte. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen den gebürtigen Marokkaner wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

WASHINGTON: Sieben frühere Chefs des US-Geheimdienstes CIA lehnen eine Untersuchung wegen Folter und brutaler Verhörmethoden ab. Sie forderten Präsident Barack Obama auf, entsprechende Ermittlungen der Justiz gegen CIA-Agenten zu stoppen. Sie erklärten zur Begründung, diese Untersuchungen würden die Arbeit des Geheimdienstes behindern. Justizminister Eric Holder hatte die Prüfung angeordnet, nachdem es Berichte über Misshandlungen wie Scheinhinrichtungen und simuliertes Ertränken durch CIA-Mitarbeiter in der Amtszeit von Präsident George W. Bush gegeben hatte.

ISLAMABAD: Nach dem jüngsten Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans haben die Behörden die Zahl der Opfer nach oben korrigiert. Nachdem zunächst von 33 Toten die Rede gewesen war, spricht die Polizei jetzt von mehr als 40 Toten. Der Attentäter hatte am Freitag in der Stadt Kohat einen mit Sprengstoff beladenen Wagen in ein Hotel gesteuert. - Kohat gilt als Hochburg der Taliban und anderer islamischer Extremisten. Außerdem kommt es in der Region immer wieder zu Konflikten zwischen Schiiten und Sunniten.

BANGKOK: Zum dritten Jahrestag des Militärputsches in Thailand haben sich in der Hauptstadt tausende Anhänger des gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra versammelt. Sie forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Abhisit Vejjaviva, dem sie vorwerfen, auf undemokratischem Wege an die Macht gekommen zu sein. In Bangkok wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt. - Seit der Entmachtung Thaksins, der im Exil lebt, ist Thailand nicht zur Ruhe gekommen. Der jetzige Regierungschef Abhisit ist bereits der dritte Ministerpräsident seit 2006.

BERLIN/ PARIS: Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben Maßnahmen gegen jene Staaten gefordert, die zu wenig im Kampf gegen die Klimaerwärmung tun. Die Vereinten Nationen sollten der Einführung einer Kohlendioxid-Abgabe für solche Länder zustimmen, verlangten beide Politiker in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Die Anstrengungen der ehrgeizigsten Länder dürften nicht durch Versäumnisse anderer in Frage gestellt werden, heißt es weiter im Hinblick auf den Weltklimagipfel im Dezember in Kopenhagen. Dort soll ein Nachfolge-Abkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll vereinbart werden, um den Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu senken.

JENA/ SAARBRÜCKEN: Die Grünen in den Bundesländern bleiben offen für Koalitionen nach Links und Rechts. In Thüringen beschlossen sie, Sondierungsgespräche mit SPD und Linkspartei über eine mögliche Regierungsbildung aufzunehmen. Die Grünen bekräftigten zugleich, keinen Kandidaten der Linken zum Ministerpräsidenten zu wählen. Im Saarland sprechen an diesem Samstag zum zweiten Mal Grüne und CDU über ein so genanntes "Jamaika-Bündnis" mit der FDP.

JAKARTA: Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Bali sind nach Angaben der Behörden mindestens sieben Menschen verletzt worden. In Agenturberichten heißt es, viele Urlauber seien in Panik aus ihren Hotels gerannt. Das Beben hatte eine Stärke von 6,4 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag 75 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Denpasar.

ZUR FUßBALL-Bundesliga: Nach drei Niederlagen hintereinander gewann Titelverteidiger VfL Wolfsburg am Freitag bei Schalke 04 mit 2:1. Edin Dzeko erzielte die beiden Treffer gegen die neue Mannschaft des ehemaligen VfL-Trainers Felix Magath.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten viel Sonne. Im Süden und Westen auch einzelne Schauer. Maximal 19 bis 26 Grad.

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