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Nachrichten

Samstag, 19. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BEIRUT: Ungeachtet der vereinbarten Waffenruhe hat die israelische Armee eine Kommandoaktion gegen die Hisbollah-Miliz im Osten Libanons ausgeführt. Dabei soll es auf beiden Seiten mehrere Tote gegeben haben. Mit dem Einsatz im Bekaa-Tal sollte der Waffennachschub aus dem Iran und Syrien an die Hisbollah unterbunden werden, teilte das israelische Militär mit. Bis zur Stationierung der UN-Friedenstruppe würden weitere Einsätze dieser Art durchgeführt. In der südlibanesischen Hafenstadt Nakura trafen die ersten französischen Soldaten für die UN-Truppe ein. Die geplante Verstärkung der bereits dort stationierten Blauhelm-Soldaten verläuft nur schleppend. Die Vereinten Nationen riefen die europäischen Staaten auf, sich stärker zu engagieren.

BERLIN: Die Bundeswehr muss sich nach Einschätzung von SPD-Chef Kurt Beck auf einen längeren Einsatz im Nahen Osten einstellen. Niemand habe die Illusion, dass dies ein kurzfristiges Mandat sein könnte, sagte Beck in einem Zeitungsinterview. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident forderte zugleich eine neue politische Nahost-Initiative, die mit Hilfe beim Wiederaufbau beginnen müsse. Nur in einem solchen Rahmen sei ein Einsatz der Bundeswehr im Libanon sinnvoll.

RAMALLAH: Israelische Soldaten haben den stellvertretenden palästinensischen Ministerpräsidenten Nasser al Schaer festgenommen. Nach Angaben seiner Frau drangen die Truppen in Schaers Haus in Ramallah ein und führten ihn ab. Die israelische Armee erklärte, dass der Politiker als Hamas-Funktionär einer terroristischen Organisation angehöre. Israel hat bereits mehr als zwei Dutzend Hamas-Abgeordnete und mehrere Kabinettsmitglieder seit Ende Juni festgesetzt.

LONDON: Bei ihren Ermittlungen zu den vereitelten Terroranschlägen auf Flugzeuge in die USA hat die britische Polizei nach Informationen der BBC mehrere so genannte Märtyrer-Videos von mittlerweile festgenommenen Verdächtigen gefunden. Der Sender berichtete unter Berufung auf ungenannte Polizeiquellen, die Ermittler hätten mindestens ein halbes Dutzend Filme gefunden, die von den Verdächtigen als letzte Erklärung vor ihren geplanten Selbstmordanschlägen aufgenommen worden seien. Die Aufnahmen waren auf tragbaren Computern abgespeichert. Die Polizei wollte den Bericht nicht kommentieren. Derzeit hält sie 23 Verdächtige in Haft, viele von ihnen sind pakistanischer Abstammung.

TORONTO: Mit scharfer Kritik an den westlichen Industrieländern und Russland ist in Kanada die 16. Welt-Aids-Konferenz zu Ende gegangen. Die so genannten G8-Staaten hätten ihre vor einem Jahr im schottischen Gleneagles gemachten Versprechen zu Geld und Medikamenten nicht eingehalten und die Länder des Südens verraten, sagte der Aids-Beauftragte der Vereinten Nationen in Afrika, Stephen Lewis, unter dem Beifall mehrerer tausend Delegierter in Toronto. Lewis kritisierte vor allem auch die Haltung der südafrikanischen Regierung gegenüber der Krankheit als fahrlässig. Die Konferenz forderte eine Verstärkung von Aids-Vorsorge und warnte vor immer mehr HIV-Infektionen bei Frauen. Derzeit leben 40 Millionen Menschen weltweit mit dem Virus, 95 Prozent von ihnen in armen Ländern.

ROM: Vor der Küste von Sizilien ist ein Boot mit über hundert Flüchtlingen aus Afrika gesunken. Nach Angaben der italienischen Küstenwache kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. Der größte Teil der Schiffbrüchigen konnte gerettet werden. Das rund zehn Meter lange Boot war vor der Insel Lampedusa gekentert. Die süditalienische Insel ist ein häufig angesteuertes Ziel von Flüchtlingen, die sich in Nordafrika sammeln und von dort aus Italien und damit Europa erreichen wollen.

BERLIN: Einer der beiden in Nigeria verschleppten Deutschen ist wieder frei. Das bestätigte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Nähere Einzelheiten nannte sie nicht. Ein weiterer Deutscher ist nach Angaben der Sprecherin noch immer in den Händen seiner Entführer. Das Auswärtige Amt bemühe sich intensiv um die Freilassung. -Am Freitag hatte ein Vertreter der Regionalregierung im südnigerianischen Port Harcourt erklärt, bei dem Freigelassenen handle es sich um den am 3. August entführten Mitarbeiter der Baufirma Bilfinger und Berger.

WIESBADEN: Das Bundeskriminalamt fahndet weiter intensiv nach zwei Verdächtigen, die Ende Juli zwei Bombenanschläge auf Regionalzüge geplant hatten. Das BKA veröffentlichte Videoaufnahmen, die die beiden Männer im Kölner Hauptbahnhof zeigen. Nach einem Bericht des Magazins 'Focus' gibt es weitere Videoaufnahmen, die den Verdacht gegen einen der beiden erhärten. Analysen der Aufnahmen hätten ergeben, dass einer der beiden Tatverdächtigen entweder aus dem Nahen Osten oder aus Indonesien stamme, schreibt das Blatt. Dies habe dazu geführt, dass auch in den Niederlanden ermittelt werde. Zuvor hatten Funde in den Kofferbomben Hinweise auf eine Verbindung der Täter in den Libanon geliefert. Das BKA geht von einem terroristischen Hintergrund aus.

MAINZ: SPD-Chef Kurt Beck lehnt neue Belastungen der Bundesbürger ab. Er sehe nicht, dass über das jetzt Beschlossene hinaus weitere Steuererhöhungen nötig seien, sagte Beck der Nachrichtenagentur dpa. Dies setze aber voraus, dass der Staat sparsam wirtschafte. Eine Rücknahme der Mehrwertsteuererhöhung lehnt der SPD-Chef ab. Diese werde zur Sanierung der öffentlichenen Haushalte und der Bewältigung von Zukunftsaufgaben in den Bereichen Bildung, Kindererziehung oder Altenbetreuung benötigt.

PEKING: In China ist die Zahl der Toten durch den Taifun 'Saomai' auf 436 gestiegen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, kamen viele der nun erst erfassten Opfer bei Hauseinstürzen ums Leben. 'Saomai' war der heftigste Taifun in China seit einem halben Jahrhundert - Er erreichte Windgeschwindigkeiten von mehr als 216 Kilometern pro Stunde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Alpenrand bis nach Brandenburg leicht bewölkt und meist trocken. Sonst neben sonnigen Abschnitten auch Schauer und Gewitter. Höchstwerte 23 bis 28 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 19.08.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8yvN
  • Datum 19.08.2006
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