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Nachrichten

Samstag, 18. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Überschattet von Anschlägen wird in Afghanistan ein neues Parlament gewählt. Der schwerste Anschlag erfolgte im Norden des Landes. Nach Polizeiangaben wurden bei einem Taliban-Angriff in der Provinz Baghlan in der Nähe eines Wahllokals sieben Sicherheitskräfte getötet. Auch das Nato-Hauptquartier in Kabul war Ziel eines Anschlags. Es wurde mit einer Rakete beschossen, die aber außerhalb des Gebäudes einschlug. Zum Wahlauftakt hatte Präsident Hamid Karsai die Afghanen erneut zur Stimmabgabe aufgerufen. Die radikalislamischen Taliban haben zu einem Boykott der Stimmabgabe aufgefordert und mit Gewalt gedroht. Die Wahl findet unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt. Es ist die zweite Abstimmung seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat Fehler bei der deutschen Einwanderungspolitik eingestanden. Vieles sei bisher nicht gelungen, sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Deutschland werde sich weiter verändern müssen. Darüber habe man sich über viele Jahre Illusionen gemacht. Die Regierungschefin betonte, keine Parallelgesellschaften zu dulden, in denen Grundrechte wie zum Beispiel die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht gültig seien. Einwanderer, die sich Sprachkursen verweigerten, müssten mit der Kürzung ihrer Sozialleistungen rechnen. Die Diskussion über Misserfolge in der Integrationspolitik war durch die umstrittenen Thesen des mittlerweile entlassenen Bundesbankvorstandes Sarrazin angefacht worden.

BERLIN: Das Bundesinnenministerium will im Kampf gegen illegale Einwanderung nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" eine elektronische Aufenthaltskarte für Ausländer einführen, die nicht aus der Europäischen Union stammen. Auf dem Dokument im Scheckkartenformat sollen nach den Plänen von Minister de Maizière neben Fingerabdrücken auch ein digitales Foto gespeichert werden. Die Karte mit einer maximalen Gültigkeitsdauer von zehn Jahren wird danach schon in diesem Jahr getestet und ab Mai 2011 eingeführt. Nach Schätzungen benötigen mehr als vier Millionen Nicht-EU-Bürger das neue Dokument.

BERLIN: Nach einem Sturm der Empörung in Deutschland und Polen hat die Chefin des Vertriebenen-Verbandes, Steinbach, ihre Kritik am polnischen Deutschland-Beauftragten Bartoszewski zurückgenommen. Sie bedauere ihre Äußerungen und ziehe sie zurück, sagte die CDU-Politikerin der "Bild am Sonntag". Steinbach hatte Bartoszewski einen "schlechten Charakter" vorgeworfen. Führende deutsche Politiker distanzierten sich daraufhin von der Vertriebenen-Präsidentin.

LONDON: Zum Beginn des dritten Tags seines Staatsbesuchs in Großbritannien ist Papst Benedikt XVI. zu einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Cameron zusammengetroffen. Anschließend wird der Papst mit Londons katholischem Erzbischof Nichols in der Kathedrale von Westminster eine Messe feiern. Am Abend ist ein Gebet mit Zehntausenden Menschen im Hyde Park geplant.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben wegen der Flutkatastrophe in Pakistan ihre 192 Mitglieder aufgefordert, zwei Milliarden Dollar an Hilfsgeldern bereitzustellen. Es ist der größte Spendenaufruf in der Geschichte der UN. Die Flutkatastrophe in Pakistan sei die schlimmste Katastrophe, auf die die Vereinten Nationen je hätten reagieren müssen, sagte UN-Generalsekretär Ban. Von den Überschwemmungen sind rund 21 Millionen Menschen betroffen, mindestens 1700 Menschen kamen ums Leben. - Nach dem Erdbeben in Haiti im Januar hatten die UN um rund 1,5 Milliarden Dollar Hilfe gebeten, nach dem Tsunami im Indischen Ozean vor fünf Jahren um 1,4 Milliarden.

WASHINGTON: Fünf Monate nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben Ingenieure mit der endgültigen Versiegelung der leckgeschlagenen Ölquelle begonnen. Nach Fertigstellung einer Entlastungsbohrung werde nun eine Mischung aus Schlamm und Zement in das ursprüngliche Bohrloch in vier Kilometer Tiefe unter dem Meeresgrund gepumpt, verlautete vom britischen Ölkonzern BP. Das Manöver soll an diesem Samstag abgeschlossen werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils stark bewölkt mit Schauern, nur in der Mitte Deutschlands freundlicher. Höchsttemperaturen von zwölf bis 17 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 10 Grad, regnerisch
Berlin: 11 Grad, leicht bewölkt
Dresden: 10 Grad, wolkig
Köln/Bonn: 9 Grad, stark bewölkt
Frankfurt am Main: 10 Grad, leicht bewölkt
München: 11 Grad, leicht bewölkt

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