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Nachrichten

Samstag, 18. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die CSU hat ihren Parteitag in Nürnberg fortgesetzt. Im Zentrum des zweiten Tages steht die Wiederwahl von Parteichef Horst Seehofer. Neben Seehofer, der auch bayerischer Ministerpräsident ist, wird der gesamte weitere CSU-Vorstand neu gewählt. Gut zwei Monate vor der Bundestagswahl wollen die Christsozialen zudem einen eigenen Wahlaufruf verabschieden, in dem sie in zentralen Punkten über das gemeinsame Wahlprogramm mit der Schwesterpartei CDU hinausgehen. So fordert die CSU Steuerentlastungen ab 2011. Die CDU mit Kanzlerin Angela Merkel an der Spitze will dagegen kein konkretes Datum nennen. Dessen ungeachtet hatten Merkel und Seehofer zu Geschlossenheit im Wahlkampf aufgerufen. Seehofer bezeichnete die Kanzlerin als die stärkste Persönlichkeit der Union.

MÜNCHEN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat die Banken davor gewarnt, nach dem Ende der Finanzkrise weiterzumachen wie zuvor. Der SPD-Politiker schreibt in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung", in den USA würden die Finanzjongleure schon wieder neue Renditegipfel erstürmen wollen. Ähnliche Entgleisungen gebe es in Europa und auch in Deutschland. Steinbrück bezeichnete es in diesem Zusammenhang als unglaublich, dass der Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, Bonuszahlungen von fast drei Millionen Euro erhalten solle, obwohl es sein Institut ohne Staatshilfen in Milliardenhöhe gar nicht mehr gäbe. Notwendig seien nachhaltige Spielregeln und deren Einhaltung, damit das irrsinnige Spiel mit den Milliarden nach der Krise nicht von vorne beginne, so der Bundesfinanzminister wörtlich.

TEHERAN: Zehntausende Oppositionelle haben im Iran das Freitagsgebet zu neuen Protesten gegen die Regierung genutzt. Eine große Demonstrantenmenge versammelte sich in der Nähe der Teheraner Universität. Dort predigte der einflussreiche regierungskritische Kleriker Akbar Hashemi Rafsandschani. Die Polizei ging nach Augenzeugenberichten mit Tränengas gegen die Menge vor, die -an Präsident Mahmud Ahmadinedschad gerichtet- "Freiheit, Freiheit" und "Tod dem Diktator" skandierten. - Rafsandschani rief die Regierung dazu auf, die nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl festgenommenen Oppositionellen freizulassen.

BERLIN: Führende Menschenrechtsorganisationen haben zu Solidarität mit der Oppositionsbewegung im Iran aufgerufen. Amnesty International, Reporter ohne Grenzen und P.E.N. kündigten einen Aktionstag an. Demnach soll am kommenden Samstag weltweit Solidarität mit der iranischen Protestbewegung und den Opfern staatlicher Gewalt demonstriert werden. Unter anderem fordern die Organisationen die Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen und ein Ende der staatlich unterstützten Gewalt.

MUMBAI: Zum Auftakt ihres ersten Indien-Besuches hat US- Außenministerin Hillary Clinton der mehr als 160 Opfer der Terrorangriffe von Mumbai gedacht. Clinton nahm im Taj- Hotel in der westindischen Finanzmetropole an einer Gedenkzeremonie teil. Das Hotel, in dem Clinton wohnt, war eines der Ziele der von Terroristen verübten Angriffe im vergangenen November. Nach der Zeremonie traf Clinton Spitzenvertreter der indischen Wirtschaft.

NEW YORK/JAKARTA: Der Weltsicherheitsrat hat die Selbstmordanschläge in Indonesien verurteilt. Die Verantwortlichen und Hintermänner für die "schrecklichen Terroraktionen" müssten zur Verantwortung gezogen werden, forderte der Sicherheitsrat in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung. Auch die USA und die EU sowie die Islam-Konferenz (OIC) verurteilten die Anschläge. Zwei Selbstmordattentäter hatten am Freitag in zwei Luxushotels in Jakarta mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen. Die Bomben wurden kurz nacheinander gezündet. Unter den Opfern sind auch Ausländer. - Experten halten muslimische Terroristen der Organisation "Jemaah Islamiyah" für die Anschläge verantwortlich. Die Organisation soll auch hinter den Anschlägen auf Bali stecken, bei denen im Oktober 2002 mehr als 200 Menschen getötet wurden.

RAMALLAH: Der argentinisch-israelische Dirigent Daniel Barenboim ist in Ramallah als Gast der ersten palästinensischen Opernproduktion stürmisch gefeiert worden. Aufgeführt wurde die Oper "Die Sultanin von Cadiz". Für das Werk war eigens ein Libretto in arabischer Sprache geschrieben worden. Barenboim, der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper ist, unterstützt mehrere Musikprojekte in den Palästinensergebieten und leitet das West Eastern Divan Orchestra mit jungen israelischen und arabischen Musikern.

NEW YORK: Die US-amerikanische Fernsehlegende Walter Cronkite ist im Alter von 92 Jahren in New York gestorben. Cronkite war von 1962 bis 1981 "Anchorman" von "CBS News". Für die meisten Zuschauer war er der Inbegriff der Glaubwürdigkeit. - Cronkite hatte auch eine öffentliche Wirkung. So soll seine Kritik am US-Militäreinsatz in Vietnam das Ende des Krieges beschleunigt haben. - Während des Zweiten Weltkriegs war Cronkite Kriegsberichterstatter und danach Chefkorrespondent bei den Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfähre "Endeavour" mit sieben Besatzungsmitgliedern an Bord hat erfolgreich an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt. Die Fähre war am Mittwoch erst im sechsten Anlauf in Cape Canaveral in Florida gestartet. Der Start war wegen technischer Probleme und schlechten Wetters immer wieder verschoben worden. Das Shuttle bringt das dritte und letzte Teil des japanischen Weltraumlabors "Kibo" zur ISS. Für die Astronauten sind mehrere Außeneinsätze geplant. - In der ISS wird es nun eng. Noch nie zuvor haben sich 13 Menschen auf einmal in der Station aufgehalten. Unter den Raumfahrern sind Kanadier, Europäer, Japaner und Russen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt mit Schauern. Es ist für die Jahreszeit vergleichsweise kühl mit Tageshöchstwerten zwischen zwölf Grad im Allgäu und bis zu 22 Grad an der Ostsee.



Am Morgen meldeten:


Hamburg: 15 Grad, Regen;

Berlin und Köln/Bonn: 15 Grad, nach Schauern;

Dresden: 16 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 15 Grad, stark bewölkt sowie

München: 10 Grad, leichter Regen.

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