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Nachrichten

Samstag, 18. Februar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten vom Samstag.

MANILA: Durch den gewaltigen Erdrutsch auf den Philippinen sind vermutlich wesentlich mehr Menschen getötet worden als zunächst befürchtet. Die Rettungskräfte auf der Insel Leyte gehen mittlerweile davon aus, dass bis zu 1.800 Menschen ums Leben gekommen sind. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchen Rettungskräfte nach Verschütteten. Am Freitag war die Ortschaft Guinsaugon komplett unter Schlamm- und Geröllmassen begraben worden. Wegen der akuten Gefahr weiterer Erdrutsche ordneten die Behörden die Evakuierung von elf Inseldörfern an. Ursache der Katastrophe sollen massive Rodungen in der Region sein.

TRIPOLIS: In Libyen sind bei gewaltsamen Protesten vor dem italienischen Konsulat in der Stadt Benghasi mindestens elf Menschen erschossen worden. Zudem wurden etliche Demonstranten verletzt. Die Polizei hatte am Freitag das Feuer auf die Demonstranten eröffnet, als diese die Absperrung vor der italienischen Vertretung durchbrachen. Der Zorn der Menge richtete sich gegen den italienischen Minister Roberto Calderoli, der sich T-Shirts mit den umstrittenen Prophet Mohammed-Karikaturen hatte anfertigen lassen. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi forderte den rechtsgerichteten Minister zum Rücktritt auf.

SCHWERIN: Landwirtschaftsminister Horst Seehofer informiert sich zur Stunde auf der Ostseeinsel Rügen über die Situation nach den ersten Vogelgrippefällen in Deutschland. Seehofer hatte am Freitag den örtlichen Behörden schwere Pannen vorgeworfen und ein besseres Krisenmanagement gefordert. Tote Vögel seien zu spät geborgen und Fundorte nicht abgesperrt worden. Im Kampf gegen eine Ausbreitung der Vogelgrippe hat Seehofer inzwischen Seuchenspezialisten der Bundeswehr angefordert. Bei den auf Rügen knapp 400 eingesammelten Kadavern ist bei 13 Vögeln der gefährliche Virustyp H5N1 nachgewiesen worden.

HAMBURG: Zivildienstleistende und Wehrpflichtige erhalten entgegen ursprünglicher Ankündigungen der Bundesregierung weiterhin in vollem Umfang Weihnachts- und Entlassungsgeld. Finanzminister Peer Steinbrück sagte der 'Bild am Sonntag', hier würden die Kürzungsvorhaben korrigiert. Bei den Bundesbeamten bleibe es aber bei der der Halbierung des Weihnachtsgeldes. Nach den Worten des SPD-Politikers sollen auch die Zuschüsse für den Nahverkehr der Bahn in diesem Jahr nicht wie geplant um 400 Millionen Euro, sondern nur um 100 Millionen Euro gekürzt werden.

BERLIN: Trotz heftiger Ärzteproteste haben Union und SPD im Bundestag ein Arzneimittel-Sparpaket beschlossen. Damit sollen die gesetzlichen Krankenkassen jährlich 1,3 Milliarden Euro einsparen. Ärzten drohen künftig Honorareinbußen, wenn sie unnötig teure Arzneien verschreiben. Kassen sollen für viele Mittel niedrigere Höchstbeträge an die Hersteller zahlen. Ärzteorganisationen erwägen nach Presseinformationen aus Protest die Kündigung von speziellen Behandlungsprogrammen, um Krankenkassen in Zahlungsschwierigkeiten zu bringen.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier fliegt an diesem Samstag zu einer fünftägigen Antrittsreise nach Asien. Erste Station ist Südkorea, wo er seinen Amtskollegen Ban Ki Moon und Staatspräsident Roh Moo Hyun trifft. Anschließend reist Steinmeier weiter nach Japan und China. Der Minister wird von einer Wirtschaftsdelegation mittelständischer deutscher Unternehmer insbesondere aus dem Technologie-, Energie- und Umweltbereich begleitet.

BAGDAD: Ein Firmenflugzeug aus Bayern mit fünf Deutschen und einem Iraker an Bord ist im Norden des Iraks von den Radarschirmen verschwunden und vermutlich abgestürzt. Die Verbindung zu der Maschine auf dem Flug von Aserbaidschan nach Kirkuk sei plötzlich abgebrochen, hieß es im nordirakischen Sulaimanija. Ein Wrack sei bislang allerdings nicht gefunden worden, auch weil schlechtes Wetter die Suche behindere.

WASHINGTON/RAMALLAH: Die USA haben die Palästinenser-Führung aufgefordert, ungenutze Hilfsgelder in Höhe von 50 Millionen Dollar zurückzugeben. Nach dem Wahlsieg der militanten Hamas solle das Geld nicht an eine Regierung gehen, die das Existenzrecht Israels bestreite, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington. An diesem Samstag konstituiert sich in Ramallah das neue Parlament der Palästinenser, in dem die Hamas über eine absolute Mehrheit verfügt.

WASHINGTON: Trotz des zunehmenden internationalen Drucks lehnen die USA eine Schließung ihres Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba ab. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte, es wäre ein Fehler, das Lager zu schließen. Wenn die in Guantanamo festgehaltenen Terroristen freigelassen würden, wäre das Leben vieler Amerikaner in Gefahr, betonte Rumsfeld. Die UN-Menschenrechtskommission hatte der US-Regierung vorgeworfen, die in dem Lager inhaftierten Terrorverdächtigen inhuman zu behandeln.

CARACAS: Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat den USA erneut mit einem Stopp der Öllieferungen gedroht. Falls Washington weiterhin versuchen sollte, die venezolanische Regierung zu destabilisieren, werde sein Land die Lieferungen an die USA einstellen, sagte Chavez. Er reagierte damit auf Äußerungen von US-Außenministerin Condoleezza Rice. Sie hatte erklärt, Venezuela stelle eines der größten Probleme in der Region dar. Vor allem dessen Verbindungen zu Kuba gefährdeten die Demokratie in Lateinamerika.

ZUM SPORT: Skispringer Alexander Herr ist nach seinen Vorwürfen gegen Bundestrainer Peter Rohwein aus dem deutschen Skisprung- Nationalteam bei den Olympischen Winterspielen in Turin ausgeschlossen worden. Herr hatte zuvor Rohweins Nominierungsentscheidung zu Gunsten von Martin Schmitt scharf kritisiert und den Trainer der Inkompetenz bezichtigt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Mehr Wolken als freundliche Abschnitte mit Schauern vor allem im Süden und Westen. Höchsttemperaturen von drei bis zehn Grad.

  • Datum 18.02.2006
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  • Datum 18.02.2006
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