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Nachrichten

Samstag, 18. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien! Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: In der afghanischen Hauptstadt ist nach Agenturmeldungen eine deutsche Frau von Bewaffneten verschleppt worden. Dies habe das afghanische Innenministerium mitgeteilt, hieß es. Die deutsche Botschaft in Kabul erklärte, sie gehe den Berichten nach, könne die Entführung aber derzeit nicht bestätigen. Weiter ungewiss ist das Schicksal des seit Wochen in Afghanistan verschleppten deutschen Bauingenieurs. Die Entführer des 62-Jährigen verlangen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Verhandlungen mit Unterhändlern aus Seoul über die Freilassung der 19 entführten Südkoeraner erklärten die radikal-islamischen Taliban für gescheitert. Es sei keine Bereitschaft vorhanden, ihrer Forderung nach einem Austausch der Geiseln gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen nachzukommen, sagte ein Sprecher der Extremisten. Nun werde die Taliban-Führung über das weitere Schicksal der Verschleppten entscheiden.

BERLIN: In der Bundeshauptstadt wird heute der drei in Afghanistan getöteten deutschen Polizisten gedacht. An der Trauerfeier im Berliner Dom nehmen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Wolfgang Schäuble teil. Die drei Beamten von Bundeskriminalamt und Bundespolizei waren am Mittwoch in Kabul einem Anschlag zum Opfer gefallen. Die Bundeswehrmaschine mit den Toten an Bord ist inzwischen in Berlin eingetroffen. - Der Bundesnachrichtendienst -BND- hat einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge 2005 mehrere Monate lang Geheimgespräche mit den radikal-islamischen Taliban geführt. Dabei habe man klären wollen, ob die Taliban bereit seien, sich von der Terrororganisation El Kaida zu distanzieren. Die Gegenseite habe aber nicht belegen können, dass sie im Namen der Talibanführung sprach. Deshalb habe der BND den Kontakt abgebrochen. Das Kanzleramt sei unterrichtet gewesen, berichtet der "Spiegel".

ANKARA: Die Flugzeugentführung in der Türkei ist unblutig zu Ende gegangen. Die beiden Kidnapper, ein Türke und ein Syrer, gaben auf und wurden auf dem Flughafen von Antalya festgenommen. Sie hatten die Maschine der Gesellschaft 'AtlasJet' mit mehr als 140 Menschen an Bord auf dem Flug von Nordzypern nach Istanbul in ihre Gewalt gebracht. Ein Teil der Passagiere wurde nach der Landung auf dem Flughafen Antalya freigelassen, andere entkamen durch einen weiteren Ausgang der Maschine. Passagiere berichteten, die Kidnapper hätten behauptet, Anhänger, des Terrornetzwerks El Kaida zu sein und den Weiterflug in die iranische Hauptstadt Teheran oder nach Syrien verlangt.

SEOUL: Das für Ende August geplante Gipfeltreffen der Staatschefs von Nord- und Südkorea wird verschoben. Auf Bitten der nordkoreanischen Führung solle das Treffen erst Anfang Oktober stattfinden, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Als Grund für die Verschiebung habe Pjöngjang die Überschwemmungskatastrophe im Land genannt. Dabei waren in Nordkorea nach Angaben des Roten Kreuzes mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.

BERLIN: Der SPD-Vorstoß für eine Freiwilligen-Armee hat die Debatte über die Zukunft der Bundeswehr neu entfacht. Die Koalitionspartner CDU und CSU wiesen den Vorschlag zurück. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sagte, die Wehrpflichtarmee bleibe die richtige Konzeption. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla verwies darauf, seine Partei habe in ihrem Entwurf für ein neues Grundsatzprogramm ein klares Bekenntnis zur Wehrpflicht verankert. Kritik kam auch von FDP und Grünen. Beide Parteien sprachen von einem Formelkompromiss ohne klare Linie. Nach den Vorstellungen der SPD soll die Wehrpflicht formal bestehen bleiben, aber nur durchgesetzt werden, wenn sich nicht genügend Freiwillige bewerben. Am Montag berät der Parteivorstand der Sozialdemokraten über das Modell. Entscheiden soll dann der SPD-Parteitag Ende Oktober in Hamburg.

BERLIN: Bund und Länder profitieren weiter von steigenden Steuereinnahmen. Wie aus dem Finanzministerium in Berlin verlautete, betrug das Steueraufkommen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast 273 Milliarden Euro. Das waren knapp 13 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

PEKING: Nach der Überflutung einer Kohlegrube im Osten Chinas werden mehr als 170 Bergarbeiter vermisst. Fast 600 Kumpel konnten nach Angaben der Behörden in Sicherheit gebracht werden. Das Unglück ereignete sich nach heftigen Regenfällen in der Provinz Shandong. Die chinesischen Kohlebergwerke zählen zu den unsichersten der Welt.

LIMA: Nach dem verheerenden Erdbeben in Peru hat Staatspräsident Alan Garcia den Einsatz von Truppen gegen Räuber und Plünderer angeordnet. Außerdem erwäge er eine Art nächtliche Ausgangssperre, sagte Garcia. Fernsehbilder aus zerstörten Ortschaften an der südlichen Pazifikküste zeigten verzweifelte Menschen, die auf der Suche nach Lebensmitteln Geschäfte überfielen und Lastwagen stoppten. Die Fahrer mussten sich zum Teil mit Schusswaffen verteidigen. Für Panik sorgten zahlreiche Nachbeben in der Region. Nach Angaben der Behörden wurden seit dem schweren Beben vom Mittwoch etwa 500 Tote geborgen. Zehntausende Menschen sind obdachlos.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Freundlicher Mix aus Sonne und Wolken. Im Norden und Osten nachmittags einzelne Schauer. Höchstwerte 19 bis 24 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und Köln/Bonn: 18 Grad, wolkig;
Berlin und Frankfurt am Main: 19 Grad, fast wolkenlos;
Dresden: 20 Grad, leicht bewölkt und
München: 17 Grad, wolkig.

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