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Nachrichten

Samstag, 18. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PORT OF SPAIN: Die Vereinigten Staaten wollen ihre Beziehungen zu den Ländern Lateinamerikas auf eine neue Grundlage stellen. Zum Auftakt eines Gipfeltreffens der Organisation Amerikanischer Staaten versprach US-Präsident Barack Obama den übrigen Mitgliedsländern eine gleichberechtigte Partnerschaft. Er wolle ein neues Kapitel des Dialogs beginnen, das während seiner gesamten Amtszeit als Präsident Bestand haben werde, sagte Obama zu Beginn des Treffens in Port of Spain, der Hauptstadt des Inselstaats Trinidad und Tobago. Zugleich kündigte er einen Neubeginn in den Beziehungen der USA zu Kuba an. Das kommunistische Land ist als einziger Staat des Kontinents von dem Amerika-Gipfel ausgeschlossen.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat den Anstieg der Konzentration von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre erstmals offiziell als schädlich bezeichnet. Damit ist der Weg frei für gesetzliche Regelungen zum Klimaschutz in den USA. In einem Gutachten kommt die Umweltbehörde EPA zu dem Schluss, der Klimawandel sei auf den Anstieg der Treibhausgase zurückzuführen. Daraus folgende Dürreperioden, Überschwemmungen und höhere Ozonkonzentrationen gefährdeten die Gesundheit der Menschen. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, betont die Behörde, die in den USA als Umweltministerium fungiert.

TOKIO: Die Europäische Zentralbank will im Kampf gegen die Wirtschaftskrise nicht dem Beispiel anderer Länder folgen und die Leitzinsen auf Null senken. Zentralbank-Präsident Jean-Claude Trichet erklärte auf einer Veranstaltung in Tokio, er halte eine Nullzins-Politik in der Eurozone nicht für sinnvoll. Die Notenbank werde Anfang Mai aber über unkonventionelle Maßnahmen entscheiden. Einzelheiten nannte er nicht. Trichet äußerte sich außerdem zuversichtlich, dass sich die Weltwirtschaft im kommenden Jahr erholt. Momentan liegt der Leitzins in der Eurozone bei 1,25 Prozent. Die Notenbanken in den USA und in Japan hatten ihre Zinsen faktisch auf Null gesenkt.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds IWF hat Mexiko angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise eine Kreditlinie in Höhe von 47 Milliarden Dollar eingeräumt. Nach früheren Angaben des Chefs der mexikanischen Zentralbank, Guillermo Ortiz, sollen die Mittel nicht in Anspruch genommen werden, sondern nur für den Notfall bereit stehen. - Der IWF setzte im Fall Mexiko erstmals das Instrument der so genannten flexiblen Kreditlinie ein. Damit sollen speziell Länder mit grundsätzlich stabilen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen unterstützt werden, die in den Sog der Wirtschaftskrise zu geraten drohen.

RÜSSELSHEIM: Die Arbeitnehmervertretung bei Opel hat erleichtert auf die Angaben des Mutterkonzerns General Motors reagiert, wonach es mehr als sechs an einem Einstieg interessierte Investoren für den angeschlagenen deutschen Autobauer gibt. Er sehe sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass es für Opel eine Zukunft gebe, sagte der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende Klaus Franz. GM-Chef Fritz Henderson hatte zuvor erklärt, die möglichen Käufer aus dem Investmentbereich und der Autobranche erhielten derzeit Einblick in die Bücher. Er rechne damit, dass es in den nächsten Wochen zu einem Abschluss kommen könnte. Für General Motors selbst ist nach den Worten Hendersons eine Insolvenz nach wie vor wahrscheinlich.

BERLIN: Die Führungsgremien der SPD beraten in Berlin abschließend über das Programm der Sozialdemokraten für die Bundestagswahl im September. Einige Eckpunkte, über die in der Partei Konsens besteht, sind bereits bekannt. Dazu gehört die Forderung nach höheren Steuern für Vermögende. Kleinere Einkommen sollen im Gegenzug entlastet werden. Unstrittig ist auch, dass mehr Geld für Bildung bereitgestellt werden soll. Die von der Parteilinken geforderte Wiedereinführung der Vermögensteuer ist hingegen umstritten. - Mitte Juni soll ein Bundesparteitag das Wahlprogramm beschließen.

HAMBURG: Der niederländische Physiker Andre Geim ist mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2009 geehrt worden. Geim erhielt die mit 750.000 Euro dotierte Auszeichnung bei einem Festakt im Hamburger Rathaus. Der Wissenschaftler entwickelte die weltweit ersten zweidimensionalen Kristalle aus Kohlenstoff-Atomen. Diese so genannten Grapheme sind eine Million Mal dünner als ein Blatt Papier. Sie versprechen nach Angaben der Körber-Stiftung, die Halbleiter-, Sensor- und Displaytechnik zu revolutionieren. Auch Durchbrüche in der Quantenphysik werden erwartet.

MANILA: Nach drei Monaten Geiselhaft ist ein auf den Philippinen entführter Schweizer Rotkreuz-Mitarbeiter wieder frei. Wie das Verteidigungsministerium in Manila mitteilte, wurde der 38-Jährige auf der südphilippinischen Insel Jolo freigelassen. Er war Mitte Januar zusammen mit einem Italiener und einer Philippinerin von der islamistischen Rebellengruppe Abu Sayyaf verschleppt worden. Die Philippinerin kam Anfang April frei, das Schicksal des Italieners ist ungewiss.

WASHINGTON: Zum Schutz des Ökosystems der Antarktis soll der in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegene Tourismus in der Südpolregion nach dem Willen der Mitglieder des Antarktis-Vertrages begrenzt werden. So sollen Kreuzfahrtschiffe in der Region künftig höchstens 500 Passagiere an Bord haben dürfen, beschlossen die Teilnehmer einer internationalen Konferenz zum 50-jährigen Bestehen des Antarktisvertrages in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. In der Saison 2008/2009 haben bislang mehr als 45.000 Menschen die Antarktis besucht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden heiter. In der Mitte wechselnd bis stark bewölkt mit etwas Sonne und einzelnen Schauern. Südlich der Donau wieder mehr Sonne. Höchstwerte 12 bis 18 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 7 Grad, sonnig
Berlin: 9 Grad, stark bewölkt
Dresden: 7 Grad, wolkig
Köln/Bonn: 8 Grad, wolkig
Frankfurt am Main: 10 Grad, bedeckt
München: 9 Grad, stark bewölkt

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